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“Salam Aleikum, Medea” von Susanne Ayoub - WIENER WORTSTAETTEN

Dienstag, 8. April 2014, 19.30 Uhr, Büro der WIENER WORTSTAETTEN, Schönbrunnerstraße 9. -----

Susanne Ayoub wurde 2013 für ihr Stück „Salam Aleikum, Medea“ mit dem von den WIENER WORTSTAETTEN gestifteten exil-DramatikerInnenpreis ausgezeichnet. In der aktuellen Ausgabe der szenischen Lesereihe 'Buchstabensuppe' wird der prämierte Text, eine gelungene Neuinterpretation des Medea-Stoffes, erstmals präsentiert.

 

Die Autorin Susanne Ayoub verlegt den Medea-Stoff in die Gegenwart und rollt dadurch die Problematik von Krieg und Gewalt, die Konfrontation von privatem Glücksstreben und politischem Druck neu auf. Eine Besonderheit des Textes ist die von der Autorin übersetzte arabische Lyrik, welche mit der sonst modernen (Umgangs)Sprache der Spielszenen kontrastiert und gleichzeitig einen unsentimentalen Blick auf Medeas Gefühlswelt gibt. (aus dem Jury-Spruch)

 

Medea wird als Migrantin in Europa gezeigt, die zusammen mit zwei halbwüchsigen Söhnen an der Seite des ehemaligen Soldaten Jason lebt, der im Krieg im Nahen Osten einst desertierte und von ihr versteckt wurde. Anders als ihre beiden Söhne bleibt Medea in ihrer neuen Heimat eine Fremde, die auf der Suche nach einer eigenen Identität beginnt, Schleier zu tragen und ein Gebetshaus zu besuchen. Jason, von seiner Frau immer mehr entfremdet, sucht sein Glück in einem Verhältnis mit einer jüngeren, einheimischen Frau. Als er von Medeas Besuchen in der Moschee erfährt, in der sich angeblich auch Extremisten treffen, zeigt er seine Frau bei der Polizei an. Medea, der die Flucht vor der Polizei gelingt, entdeckt den doppelten Verrat ihres Mannes und rächt sich, wie auch in der Originalvorlage, fürchterlich.

 

Susanne Ayoub, Dr. phil., geboren 1956 in Bagdad, Irak. Lebt als freischaffende Autorin in Wien.

Studium der Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie. Sendungsgestalterin, Dramaturgin und Regisseurin beim ORF. Sie schreibt Theaterstücke, Drehbücher und Hörspiele, sowie Prosa und ist auch als Filmemacherin tätig. 2008 Gastprofessur an der State University Ohio. 2013 für „Salam Aleikum, Medea“ mit dem exil-DramatikerInnenpreis ausgezeichnet.

 

Es lesen: Tania Golden, Christina Scherrer, Pascal Gross, Thomas Reisinger und Dominic Marcus Singer

 

Einrichtung: Hans Escher

 

Eintritt: € 5,- inkl.einem Teller Suppe

Es gilt der Hunger-auf-Kunst-und-Kultur-Pass.

 

 

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