HomeBeiträge
Schauspiel Frankfurt: »Peer Gynt« von Henrik IbsenSchauspiel Frankfurt: »Peer Gynt« von Henrik IbsenSchauspiel Frankfurt:...

Schauspiel Frankfurt: »Peer Gynt« von Henrik Ibsen

Premiere am 18. Mai 2019, 19.00 Uhr, Schauspielhaus

Peer phantasiert. In seinen Tagträumen jagt er auf einem Hirschbock durch die norwegische Bergwelt. Seine Mutter Aase liebt ihn abgöttisch, befeuert so noch seine wilden Sehnsüchte nach Bewunderung. Die heimatliche Dorfgesellschaft hingegen steht dem Außenseiter, der so manisch um sich selbst kreist, feindselig gegenüber. Bei einem Hochzeitsfest stacheln sie ihn an, seine trunkenen Lügengeschichten zum Besten zu geben.

 

Gereizt bis aufs Blut raubt Peer die Braut, die er gleich wieder sitzen lässt. Ausgestoßen begibt sich Peer auf eine lebenslange Flucht. Vor den anderen? Vor sich selbst? Auf seiner Reise begegnet er dem Trollkönig und seinem Hofstaat, wird als Sklavenhändler reich, gibt sich in der afrikanischen Wüste als Prophet aus und wird von den Insassen einer ägyptischen Irrenanstalt zum Kaiser ausgerufen. Nach Jahren der Abwesenheit kehrt er zurück, trifft auf seine Jugendliebe Solveig. Peer hat sie vergessen. Sie hat all die Jahre in einer Berghütte auf ihn gewartet. Kann Solveigs Liebe Peer erlösen?

Andreas Kriegenburg erzählt die Geschichte von Peers Weltflucht neu. Peers Lebensmotto »Sei du selbst«, der Wahn sich selbst zu verwirklichen, münden in die unabdingliche Frage: »Was bleibt am Ende eines Lebens?

Regie Andreas Kriegenburg
Bühne Harald B. Thor
Kostüm Andrea Schraad
Dramaturgie Volker Bürger

mit Sarah Grunert, Paula Hans, Nils Kreutinger, Katharina Linder, Florian Mania, Friederike Ott, Christoph Pütthoff, Sebastian Reiß, Fridolin Sandmeyer, Max Simonischek und Melanie Straub

weitere Vorstellungen: 23./24. Mai, 3./.5./6./13./21./23./24./26 Juni 2019

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Seelenlandschaften

Stockfinstere Nacht, das Meer mit hohen, sich türmenden Wellen, der Wind tost, Paare am Strand. Die „Sinfonia da Requiem“ op. 20 von Benjamin Britten setzt ein. Sie ist die musikalische Grundlage von…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Selbsterkundung

Zusammengekauert und regungslos verharren drei Frauen auf der Bühne. Drei Frauen mit runden Spiegeln, die das Gesicht verdecken, aber nichts widerspiegeln, nichts durchscheinen lassen. Sie erinnern an…

Von: Dagmar Kurtz

Geld regiert die Welt

Biblische Stoffe als Grundlage für eine Oper hatten es nicht nur um 1870 schwer, überhaupt aufgeführt zu werden, sondern scheinen auch heute das Publikum nicht allzu sehr zu reizen, wenn man die…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

 

Hintergrundbild der Seite
Top ↑