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schauspielfrankfurt: Iphigenie auf Tauris von Johann Wolfgang Goethe

Premiere: 30. August 2007, 20.00 Uhr, Bockenheimer Depot.

 

»Verteufelt human« nannte Goethe seine Iphigenie. Damit umschreibt er den Versuch, dichterisch einer barbarischen Geschichte und Gegenwart zu entkommen.

Der Fluch auf dem Haus der Tantaliden hat Iphigenie getroffen. Ihr Vater Agamemnon hat sie Diana geopfert, um im Krieg gegen die Trojaner seiner Flotte günstige Winde zu verschaffen. Die Göttin rettete Iphigenie und setzte sie auf Tauris als Priesterin in ihrem Tempel ein. Iphigenie sehnt sich ins Land der Griechen zurück, König Thoas jedoch möchte die Fremde heiraten. Da sie seine Werbung abschlägt, setzt Thoas den alten Brauch wieder ein, Fremde auf dem Altar Dianas zu opfern. Ausgerechnet Iphigenies Bruder Orest scheint das Los als ersten zu treffen. Nach dem Mord an seiner Mutter hofft dieser dem Fluch zu entkommen, indem er dem Gott Apollon das Standbild der Diana bringt. Doch auf Tauris begegnet er der eigenen Schwester. Iphigenie, im Konflikt zwischen Vertrauensbruch und Rettung des Bruders, offenbart sich Thoas und sagt ihm die Wahrheit. Seiner Liebe entsagend lässt er die Fremden in ihre Heimat ziehen. Ist das der Preis der »verteufelten« Humanität: menschlich handeln, aber einsam sein?

 

Regie, Raum, Kostüme: Wanda Golonka

 

Teil der Festwoche goethe ffm

 

Weitere Termine 01. / 03. / 14. / 17. / 21. / 27. / 28. September 2007

 

 

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