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"Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung" in Hamburg

Ein Grabbe-Experiment im Deutschen Schauspielhaus.

Premiere 15. Oktober 2006.

In Grabbes düster-heiterem Verwirrspiel der Werte scheint nichts ganz ernst, aber auch nichts bloßer Scherz zu sein.

Schon der Titel des 1822 veröffentlichten Lustspiels verspricht neben humoristischen Einlagen tiefgreifende Substanz. In der Inszenierung von Roger Vontobel ist Grabbes Weltsicht Ausgangspunkt eines theatralen Experiments: In einem lichtlosen Bunker, ausgestattet mit sämtlichen Briefen und Werken Grabbes, hat sich eine Gruppe furchtloser Schauspieler eingeschlossen, um die Gehirnwindungen des genialen Dramatikers zu erforschen. Manisch und hysterisch versuchen sie seit Jahren, der tieferen Bedeutung in »Scherz, Satire, Ironie…« auf die Schliche zu kommen. Die Perücken sind mittlerweile mit dem Echthaar verwachsen, übermäßiger Grabbe- und Kaffeekonsum hat die letzten vernünftigen Regungen vernichtet, Tag und Nacht sind zu absurden Ritualen verkommen und der geistige und gesundheitliche Zustand nähert sich einem gefährlichen Stadium…

 

Bei ihrer Forschungsreise stoßen die Grabbiaten neben zwerchfellerschütternden Witzen auf apokalyptische Gewissensfragen: Wie funktioniert die Psychologie des Bösen? Was ist Wahrheit, was Illusion? Was ist der Himmel? Was ist die Hölle?

 

Eine Koproduktion mit den Salzburger Festspielen im Rahmen des Young Directors Project.

 

Regie: Roger Vontobel / Bühne: Claudia Rohner / Kostüme: Petra Winterer / Musik: Nabil Hnid / Video / Sound: Immanuel Heidrich / Dramaturgie: Nicola Bramkamp.

 

Es spielen: Glenn Goltz, Klaus Rodewald, Jana Schulz, Monique Schwitter, Daniel Wahl, Martin Wolf.

 

Premiere: Sonntag, 15.10., Beginn 20 Uhr, Malersaal

 

Weitere Termine im Oktober: 16. und 22.10.

 

Eintritt: 16 € / 7,50 €

 

Karten: Telefon 040. 24871-3 (mo-sa, 10-19 Uhr) oder online buchen unter www.schauspielhaus.de

 

 

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