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SCHWANDA, DER DUDELSACKPFEIFER - Volksoper von Jaromír Weinberger - Theater Görlitz

26. November 2011, 19.30 Uhr - PREMIERE. -----

Der Räuber Babinsky kehrt auf seiner Flucht im Hause des Dudelsackpfeifers Schwanda und seiner Frau Dorota ein. Babinsky begehrt Dorota für sich und lockt Schwanda in die weite Welt: dank seiner Kunst könne er zu Ruhm und Reichtum gelangen.

Im benachbarten Königreich bringt Schwanda mit seiner Musik das Herz der Königin Eisherz zum Schmelzen, die ihn daraufhin heiraten will. Der Musikus vergisst seine Frau und stimmt zu. Die vom Magier eilig herbei gezauberte Dorota lässt ihn aber wieder klar werden. Nun soll er für seinen Verrat an der Königin hingerichtet werden, was Babinsky im letzten Moment verhindert. Als er gegenüber Dorota leugnet, die Königin geküsst zu haben, fährt Schwanda zur Hölle. Dort weigert er sich, dem gelangweilten Teufel auf der Sackpfeife zum Tanz aufzuspielen, worauf der ihm seine Seele abluchst. Da taucht Babinsky in der Hölle auf, überlistet seinerseits den Teufel, um Schwanda zu befreien, versucht aber mit einer letzten List, doch noch an Dorota heranzukommen…

 

Das bekannteste Werk Jaromír Weinbergers ist ein Konglomerat tschechischer Märchen und Sagen und knüpft in seiner national-volkstümlichen Tendenz an die erste tschechische Nationaloper, Smetanas VERKAUFTE BRAUT, an. Die Handlung speist sich aus der Sage um den Dudelsackspieler von Strakonice, der mit seinem feurigen Spiel die höllischen Heerscharen zum Tanzen brachte, und der Geschichte des böhmischen Räubers Wenzel Babinsky, der im 19. Jahrhundert sein Unwesen trieb und bereits zu Lebzeiten Gegenstand von romantisierenden Liedern und Erzählungen wurde.

 

Nach der überaus erfolgreichen Uraufführung in Prag fand SCHWANDA international rasch Verbreitung und wurde in München, London und New York gegeben. In der Tschechoslowakei wurde die Oper aber kaum mehr gespielt, da sie sich nicht nahtlos in den tschechischen Opernkanon einfügte: im Gegensatz etwa zur VERKAUFTEN BRAUT wird das National-Volkstümliche durch Weinbergers Musik nicht nur apotheotisch verklärt, sondern auch ironisch gebrochen.

 

In deutscher Sprache mit deutschen und polnischen Übertiteln

 

Musikalische Leitung: Ulrich Kern

Inszenierung: Klaus Arauner

Ausstattung: ÄNN

Choreografie: Dan Pelleg, Marko E. Weigert

 

Schwanda - Kai Günther

Dorota, seine Frau - Yvonne Reich

Babinsky - Jan Novotny

Königin - Patricia Bänsch

Magier - Hans-Peter Struppe

Teufel - Stefan Bley

Des Teufels Famulus - Egill Arni Palsson

Höllenhauptmann | 1. Landesknecht | Richter - Egill Arni Palsson

Scharfrichter | 2. Landesknecht - Robert Rosenkranz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorstellungstermine:

Fr., 2. Dezember 2011, 19.30 Uhr

Sa., 10. Dezember 2011, 19.30 Uhr

So., 25. Dezember 2011, 15.00 Uhr

So., 11. März 2012, 19.00 Uhr

Sa., 7. April 2012, 19.30 Uhr

 

 

 

 

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