Shoot /Get Treasure/ Repeat (Schießen/Kassieren/Wiederholen) von Mark Ravenhill im Hessischen Staatstheater Wiesbaden

Premiere 27. April 2012 I 19.30 Uhr I Kleines Haus. ----- Shoot / Get Treasure / Repeat – Schießen / Kassieren / Wiederholen – das klingt wie die Handlungsanweisung eines Computerspiels. Auf diese ironische Kurzformel bringt der renommierte britische Dramatiker Mark Ravenhill die Kriege dieser Welt, die im Namen von Freiheit und Demokratie geführt werden.
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In seiner Wiesbadener Fassung fokussiert Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer die Frage, ob unsere westlichen Ideale von Freiheit und Demokratie durch Kriege in Gesellschaften mit anderer Kultur und anderer Geschichte „implantiert“ werden können. Und er lotet aus, wo unsere Toleranzgrenzen gegenüber Menschen mit anderen kulturellen und religiösen Prägungen liegen.

Terroranschläge verunsichern das Selbstbewusstsein der europäischen Mittelschicht: „Warum bombardiert ihr uns? Wir sind die Guten!“ Sicherheiten und scheinbar ewige Werte geraten ins Wanken und erzeugen den Wunsch nach Abschottung. Zäune und Überwachungskameras können nicht verhindern, was sich längst in der Seele eingenistet hat: Ein Gefühl von Angst und Bedrohung, geschürt durch mediales Bombardement mit Bildern von Krieg und Gewalt. In einer Reihe von präzise beobachteten Kurzstücken vermittelt Ravenhill ein differenziertes Bild unserer Gegenwart: Während sich die einen darum sorgen, ob ihr Morgenkaffee fair gehandelt wurde, kämpfen andere in unwirtlichen Gegenden für westliche Werte und erleben, dass ihnen dafür keinesfalls nur Dankbarkeit entgegen gebracht wird.

Mark Ravenhill ist Festivalpate für Großbritannien der Theaterbiennale NEUE STÜCKE AUS EUROPA und hat drei Mal den englischsprachigen Workshop Forum Junger Autoren geleitet. Sein erstes abendfüllendes Stück Shopping and Fucking (1996) wurde sogleich ein Welterfolg.

Hermann Schmidt-Rahmer war 2011 für seine Inszenierung Rechnitz (Der Würgeengel) von Elfriede Jelinek am Düsseldorfer Schauspielhaus für den deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. Zuletzt inszenierte er in Wiesbaden Arthur Schnitzlers Das weite Land und Ferdinand Bruckners Krankheit der Jugend.

Hermann Schmidt-Rahmer (Inszenierung) I

Michael Sieberock-Serafimowitsch (Bühne und Kostüme) I

Matthias Lippert (Video) I

Dagmar Borrmann (Dramaturgie)

Mit: Susanne Bard, Evelyn M. Faber, Verena Güntner, Magdalena Höfner, Jasaman Roushanaei, Sybille Weiser, Michael von Bennigsen, Uwe Kraus, Nils Kreutinger, Rainer Kühn, Lars Wellings

Weitere Vorstellungen

So 29.04., Do 10.5., Mi 16.5., So 20.5., Fr 25.5., Mi 30.5., jeweils um 19.30 Uhr I Kleines Haus

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