Staatsschauspiel Dresden: DIE VERWANDLUNG. EINE ENTWICKLUNGSTRAGÖDIE NACH DER ERZÄHLUNG VON FRANZ KAFKA

Premiere am 08. Dezember 2018 um 19.30 Uhr im Kleinen Haus 2

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“ -- Franz Kafkas weltberühmte Erzählung von 1912 beginnt mit einem mysteriösen Vorfall: der grausig-fantastischen Metamorphose eines Menschen in ein „Ungeziefer“ – ein wahrer Horrortrip. Während Gregor Samsa an seiner neuen Situation als Insekt durchaus Gefallen findet – befreit sie ihn doch von verhassten Verpflichtungen –, ist er für die Familie nur noch ein ekelerregender, kriechender Käfer und eine äußerste Zumutung.
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(c) Sebastian Hoppe

Seine soziale Isolation und gesellschaftliche Ausgrenzung sind vorprogrammiert. Er wird ausgeschlossen, übergangen und schließlich entfernt.
In der Inszenierung der Bürgerbühne knüpft die Verwandlung des jungen Protagonisten aus Kafkas Erzählung an die Erfahrungen der jugend­lichen Darsteller*innen während des Erwachsenwerdens an, eine Phase, in der nicht nur der eigene Körper, sondern auch die Identität und das Verhältnis zur Familie und zur Welt ständigen Veränderungen und widersprüchlichen Gefühlen unterworfen sind.

Das Rollenrepertoire reicht von der braven Tochter bis zur Revoluzzerin, vom Hippie bis zum Punk. Was als normal gilt und was als Abweichung von der Norm, wird immer wieder neu bestimmt, genau wie die Wechselbeziehungen zwischen dem Einzelnen und der Gruppe. Ein wahrer Horrortrip und die glücklichste Zeit überhaupt!

Regie
Philipp Lux
Bühne
Sabrina Rox
Kostüme
Steffi Rehberg
Musik
Vredeber Albrecht
Licht
Olaf Rumberg
Dramaturgie
Julia Weinreich

Mit
Pauline Altendorf, Carl Berbig, Wiebke Domianus, Wilhelm Dulig, Chalid Farik, Sophie Jany, Vincent Koch, Lilian Kupka, Clemens Müller, Philipp Rahn, Maxi Stiller, Lena Straßenburg

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