Staatstheater Kassel: ROTKÄPPCHEN, LAUF!

Premiere: Samstag, 3. November, 15 Uhr, tif – Theater im Fridericianum Musiktheater für Kinder und Erwachsene: Vier Kurzopern von Jan Müller-Wieland, Charlotte Seither, Markus Schmitt und Claus Kühnl. Text: Andrea Heuser Vier renommierte Komponisten der jüngeren Generation haben zusammen mit der Autorin Andrea Heuser das Musiktheater „Rotkäppchen, lauf!“ entwickelt.

Vier musikalische Minidramen voll überraschender Perspektivwechsel und Deutungen, bei denen Kinder wie Erwachsene gleichermaßen auf ihre Kosten kommen. In Zusammenarbeit mit dem Münchner A.DEvantgarde-Festival für zeitgenössische Musik wurde „Rotkäppchen, lauf!“ im Mai 2007 in Osnabrück uraufgeführt. Jetzt bringt das Staatstheater Kassel die Kammeroper für Märchenfans ab 6 Jahren auf die Bühne des tif – Theater im Fridericianum.

»Da war einmal ein Mädchen. Das war so wie du. Hatte auch rote Haare. Zarte Wangen. Es sang. Sumsalabim … Alle liebten es. Seine Oma aber war alt. Ihr Haus stand einsam und kalt. Tief im Wald. ›Rotkäppchen, komm zu mir geschwind! Wo bist du mein Kind?‹«

Eine Mutter erzählt ihrer Tochter das altbekannte Märchen der Brüder Grimm. Unmerklich gleitet das Mädchen in den Schlaf und damit in die magische Zwischenwelt des Traums. Die nun folgenden Szenen, die mit Motiven und Handlungsmustern des Märchens spielen, ranken sich um dieses Allein-im-Unbekannten-Unterwegssein, mit dem sich das Mädchen träumend auseinandersetzt. Der Wald, die Blumen, der Wolf und sogar der Brotkorb erwachen in diesem Traum auf humorvolle Weise zum Leben.

Die vier Komponisten gehen dabei musikalische eigene Wege und finden für jeden Teil des Werks einen jeweils individuellen Zugriff. Unter lautmalerische zeitgenössische Klänge mischen sich so Motive aus Wagner-Opern, Volksliedern und Bänkelsang.

Jan Müller-Wieland, bereits Professor für Komposition an der Münchner Musikhochschule, eröffnet mit „Rotkäppchens Schlaflied“. Charlotte Seither, eine gefragte Dozentin für Neue Musik, lehrt uns im Wald das Gruseln. Humorvoll geht es dann „Im Korb“ des Münchner Komponisten Markus Schmitt zu, der die Fäden für die Entstehung des gesamten Werkes in den Händen hielt. Claus Kühnl, Dozent für Komposition und Kammermusik am Konservatorium in Frankfurt, führt das Märchen zum guten Ende - „In Rotkäppchens Bett“.

Die musikalische Leitung hat Christopher Ward, Regie führt Nadja Loschky, die bereits die Uraufführung inszeniert hat. Antonia Bockelmann spielt das Kind, in wechselnden Rollen sind Elisabeth Holmer – dem Kasseler Publikum noch bekannt unter ihrem früheren Namen Elisabeth Herrmann -, Anja Lang (Mutter, Großmutter u.a.) sowie Marco Vassalli (Wolf u.a.) zu erleben.

Musikalische Leitung: Christopher Ward

Inszenierung: Nadja Loschky

Bühne und Kostüme: Martin Fischer

Mit: Antonia Bockelmann (Kind), Elisabeth Holmer (Rotkäppchen u.a.), Anja Lang (Mutter, Großmutter u.a.), Marco Vassalli (Wolf u.a.)

Musiker: Caroline Klute (Harfe), Ulrich Pühn (Flöte), Michael Hintze (Horn), Paul Wiederin (Bratsche), Jan Harborth (Kontrabass)

Die nächsten Vorstellungen: 11.11., 18.11., 01.12., jeweils 15 Uhr

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