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Staatstheater Saarbrücken: Premieren zur Spielzeiteröffnung

ab 15. September: Mark Herman, Georg Büchner, Richard Wagner.

Die erste Spielzeit unter der neuen Leitung von Generalintendantin Dagmar Schlingmann wird mit drei Premieren eröffnet:

 

1. BRASSED OFF - MIT PAUKEN UND TROMPETEN, Nach dem Drehbuch von Mark Herman für die Bühne eingerichtet von Paul Allen.

Premiere am 15. September 2006 um 20.00 Uhr (!) im Staatstheater.

Vor dem Hintergrund einer drohenden Grubenstilllegung im nordenglischen Grimley erzählt „Brassed off“ vom Kampf der Kumpel um ihren Arbeitsplatz und von ihrer Leidenschaft zur Musik. Als Angehörige der Grimley Colliery Band sehen sie einem Auftritt in der Royal-Albert-Hall entgegen. So erfüllt sich auch in einer existentiell verzweifelten Situation ein großer Traum, ohne dass damit die Not der Menschen im Kampf gegen einen scheinbar übermächtigen Konzern bagatellisiert würde. In Dagmar Schlingmanns Inszenierung, ihrer ersten als Generalintendantin des Saarländischen Staatstheaters, wird die Brücke ins Saarland durch die Mitwirkung der Bergkapelle St. Ingbert geschlagen. Deren Blasmusik schafft es, der Ernsthaftigkeit der Geschichte mitreißende Leidenschaft und Leichtigkeit entgegenzusetzen.

 

Inszenierung: Dagmar Schlingmann

Bühnenbild: Sabine Mader

Kostüme: Inge Medert

Musikalische Leitung: Matthias Weißenauer

Mit: Katrin Aebischer, Sophie Engert, Gertrud Kohl, Nina Schopka – Matthias Girbig, Klaus Meininger, Georg Mitterstieler, Florian Steiner, Maximilian Wigger, Urs Fabian Winiger - Die Mitglieder der Bergkapelle St. Ingbert von 1839 e.V.

 

2. WOYZECK von Georg Büchner

am 16. September 2006 um 19.30 Uhr in der Alten Feuerwache.

Als Büchner 1837 in Zürich stirbt, befindet sich in seinem Nachlass ein „ziemlich weit gediehenes Fragment eines bürgerlichen Trauerspiels ohne Titel“. Bis heute ist „Woyzeck“ einer der rätselhaftesten und verstörendsten Texte der Weltliteratur. Es gibt keine „Fassung letzter Hand“, keine verbindliche Szenenfolge, keine eindeutige Entzifferung von Büchners verhetzter Handschrift.

Und doch ist Büchner mit der Geschichte des einfachen Soldaten Woyzeck – so Elias Canetti – „der vollkommenste Umsturz in der Literatur gelungen: die Entdeckung des Geringen.“ Erstmals in der deutschen Literatur wird einer aus den untersten Schichten zum tragischen Helden. Woyzeck ist ein spracharmes Individuum, der Verachtung und Misshandlung seiner Vorgesetzten hilflos ausgesetzt. Er verdient sich ein Zubrot, indem er sich wissenschaftlichen Experimenten zur Verfügung stellt. Als seine Geliebte ihn betrügt, wird er wahnsinnig vor Eifersucht, wahnsinnig an der Welt, wird zum Amokläufer.

 

Inszenierung: Deborah Epstein

Bühnenbild und Kostüme: Florian Barth

 

Mit: Dorothea Lata, Gabriela Krestan, Christiane Motter – Marcel Bausch, Andreas Furcht, Jürgen Kirchhoff, Hans-Georg Körbel, Johannes Schmidt, Merten Schroedter.

 

3. DAS RHEINGOLD von Richard Wagner am 23. September 2006 um 19.30 Uhr im Staatstheater.

Das Auftaktstück zu Wagners „Ring“ rückt die schicksalhafte Verflechtung von Macht und Liebe in den Vordergrund. Es ist zugleich ein packendes Stück „Welttheater“, welches den Blick gleichermaßen auf die Erschaffung wie auf die Zerstörung von Ordnungen und Lebensräumen richtet – ein Gesichtspunkt, der durch die Gegenüberstellung mit Aulis Sallinens Oper „Kullervo“ im Laufe der Spielzeit eine zusätzliche Vertiefung erfahren wird.

 

Musikalische Leitung: Constantin Trinks

Inszenierung: Christian Pöppelreiter

Bühnenbild: Steffen Goth

Kostüme: Hanna Wartenegg

Mit: Oxana Arkaeva, Naira Glountchadze, Elena Kochukova, Dubravka Mušović, Maria Pawlus, Elizabeth Wiles – Guido Baehr, Rupprecht Braun, Algirdas Drevinskas, Hiroshi Matsui, Karsten Mewes, Egils Silins, Patrick Simper, Rudolf Schasching

 

 

 

 

 

 

 

 

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