Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
Thalia Theater Hamburg: Jackie - Ein Prinzessinnendrama von Elfriede JelinekThalia Theater Hamburg: Jackie - Ein Prinzessinnendrama von Elfriede JelinekThalia Theater Hamburg:...

Thalia Theater Hamburg: Jackie - Ein Prinzessinnendrama von Elfriede Jelinek

Premiere 7. September um 20.30 Uhr in der Theaterbar Zentrale

 

Sie war eine der schönsten und reichsten Frauen des 20. Jahrhunderts. Idol, Superstar, Leit- und Neidbild für Millionen Frauen: Jacqueline Bouvier (1929 – 1994), jüngste First-Lady der Vereinigten Staaten von Amerika und Mutter der Nation.

Ein Leben voller Glanz und Glamour und – wie Elfriede Jelinek in ihrem

Monolog zeigt – immer zugleich in Konkurrenz zu einem anderen Superstar des 20. Jahrhunderts: zu Marilyn Monroe. Am Grab ihres ermordeten Mannes John F. Kennedy wurde sie schließlich vollends zur Ikone. Um so mehr empörte sich die Welt, als sie den griechischen Millionär Aristoteles Onassis

heiratete. Elfriede Jelinek beschreibt den Sündenfall einer Frau, die nicht als entsagende Witwe in die Geschichtsbücher eingehen wollte. Bei ihr, der Büchner- und Nobelpreisträgerin, wird sie zu einer Figur ihres Zyklus’ von „Prinzessinnendramen“ und zum Beispiel dafür, wie Frauen an der Schere zwischen Träumen und realer Lebenswirklichkeit zerbrechen können bzw. was sie das Überleben im Kontext von Männern, Macht und Schönheit kostet. Ein wesentlicher Punkt ist für die modebegeisterte Elfriede Jelinek die Kleidung, die stets eine Differenz zwischen dem Ich und der Erscheinung markiert: „Ich bin meine Kleidung, und meine Kleidung ist ich,“ sagt sie zwar, aber eben auch: Ich bin nur „der Schaum auf den Träumen anderer, Fremder“. Eine Frau, die ganz dem Hier und Jetzt hingegeben schien, steigt zugleich hinab in das Reich der Toten, die sie begraben musste und konfrontiert sich – allem Glamour zum Trotz – auch mit der eigenen Hinfälligkeit.

 

Regie Benedikt Haubrich

Ausstattung Christoph Rufer

Video Julian Brinkmann

 

Es spielt Katharina Matz

 

Weitere Vorstellungen am 8., 13., 17. und 25. September um 20.30 Uhr.

 

Karten 040. 32 81 44 44 / www.thalia-theater.de

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 9 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Nachdenklich, Lebhaft, Wütend, Wehmütig! Ballett am Rhein: „Vier Neue Temperamente“

DIE VIER TEMPERAMENTE George Balanchine PHLEGMATIC SUMMER Michèle Anne de Mey (Uraufführung) SANGUINIC: CON BRIO Demis Volpi (Uraufführung) CHOLERIC Hélène Blackburn (Uraufführung) FROM TIME TO…

Von: Dagmar Kurtz

Hinter der Bühne

Adriana ist der gefeierte Star der Schauspielbühne. Aber auch Ruhm und Anerkennung schützen nicht davor, hintergangen zu werden. Und wenn zwei Frauen denselben Mann lieben, sind Eifersucht, Intrige…

Von: Dagmar Kurtz

Wie absurd ist das denn?

Die Volksbühne in Berlin kommt mit einer Uraufführung namens „SMAK! SuperMacho AntiKristo“ heraus, einer „hyperhybriden Hommage an den französischen Symbolisten Alfred Jarry“ und allerlei Anderes.  

Von: Stephan Knies

Zwei Außenseiter - "I am a problem" in der Deutschen Oper am Rhein: "Carmen“ "von Roland Petit und "Baal" von Aszure Barton

Der Kontrast könnte stilistisch nicht größer sein zwischen den beiden Choreografien, die an der Deutschen Oper am Rhein in „I am problem“ zu sehen sind. Und doch haben sie etwas gemeinsam, sie zeigen…

Von: Dagmar Kurtz

Ich hoffe, es wird recht lebendig

Die Zeit spricht eigentlich für eine neue Premiere der „Hedda Gabler“: In den nunmehr bald zwei Jahren der Beschränkungen haben so viele von uns die eigenen Lebensentwürfe grundsätzlich in Frage…

Von: Stephan Knies

Alle Kritiken anzeigen

folgen Sie uns auf

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑