Theater Toolbox: „Ein Herbstabend vor der Stille“ von Henning Mankell in München

6.-9. Juli und 16.-18. Oktober 2017, 20.00, im Einstein Kultur. -----Ein einsames Haus auf den Klippen einer kleinen Insel in Schweden. Tone möchte das Haus ihrer Kindheit verkaufen. Zu diesem Zweck findet sich an diesem Nachmittag eine Gruppe potentieller Käufer zur Hausbesichtigung ein. Schnell wird klar, dass es sich um eine dubiose Mischung von Menschen handelt.
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Tom, ein Nachtclubbesitzer, vermag kaum eine Minute zu verbringen, ohne seine mitgebrachte Freundin Lisa in einem der zahllosen Zimmer zu begatten. Dazwischen putscht er sich mit Pillen auf. Rolf und Hanna, ein älteres Ehepaar, das sich auseinandergelebt hat, überprüfen das Haus als möglichen Wohnsitz für ihre Tochter Helene, eine Künstlerin mit aggressiv-manischen Wesenszügen. Außerdem interessiert sich das ehemalige Topmodel Lena für dieses Haus. Sie stürzt jedoch beim Hinweg unglücklich über einen Felsen, sodass sie sehr verspätet und heftig blutend eintrifft.

Die Stimmung ist angespannt, die Menschen umlauern sich misstrauisch, sie sind sich fremd. Als Tone dann vom Fährmann die Nachricht erhält, dass aufgrund der schlechten Wetterlage an eine baldige Rückfahrt nicht zu denken ist, müssen sie notgedrungen eine Nacht miteinander in dem Haus verbringen.

Henning Mankell hat mit „Ein Herbstabend vor der Stille“ ein höchst spannendes psychologisches Kammerspiel geschrieben. Die Abgeschlossenheit der sieben Figuren führt zu drastischen Auseinandersetzungen, die abweisende Atmosphäre des Hauses legt die Nerven blank. Nach und nach offenbaren sich die Abgründe jedes Einzelnen, die Situationen drohen immer mehr zu eskalieren. Kurz vor der Abfahrt im Morgengrauen spitzen sich die Dinge unerträglich zu und fordern in allerletzter Konsequenz einen Toten.

Henning Mankell, geboren 1948 in Stockholm, arbeitete als Schriftsteller, Regisseur und Intendant. Ruhm erlangte er durch seine Kriminalroman-Reihe mit dem Kommissar Kurt Wallander. 1996 wurde Mankell Leiter des Teatro Avenida in Mosambik. Dieses Theater ist, wie er sagte, „das Abenteuer seines Lebens“. 2009 erhielt Mankell den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück für sein „Afrika-Werk“. Mit einem Teil des Preisgeldes unterstützte Mankell das Projekt von Christoph Schlingensief, in Afrika ein Festspielhaus zu bauen. Henning Mankell verstarb am 5. Oktober 2015 in Göteborg an einem Krebsleiden.

06.07.17, Donnerstag | 07.07.17, Freitag | 08.07.17, Samstag | 09.07.17, Sonntag

16.10.17, Montag | 17.10.17, Dienstag | 18.10.17, Mittwoch

Beginn 20:00 Uhr, empfohlenes Mindestalter: 16 Jahre

Tickets

einsteinkultur.de | 089-416 173 795 | tickets@einsteinkultur.de

Eintritt 15,- €, ermäßigt auf 10,- € für Schüler, Auszubildende, Studenten, Schwerbehinderte, ALG-Empfänger, Asylbewerber

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