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TRAUER MUSS ELEKTRA TRAGEN von Eugene O'Neill in Berlin

4. März 2006 um 19.30 Uhr Schaubühne am Lehniner Platz

Unter dem Eindruck des ersten Weltkriegs hat Eugene O'Neill zwischen 1929 und 1931 eine moderne Version der "Orestie" geschrieben.

Adam Brant ist von der Familie seines Cousins Ezra Mannon um sein Erbe betrogen worden.

Um sich zu rächen, verführt Brant in Mannons Abwesenheit dessen Frau Christine. Mannon kehrt heim und wird von Christine vergiftet. Ihre Tochter Lavinia schwört Rache und stiftet ihren Bruder Orin an, Brant zu erschießen. Brants Tod treibt Christine in den Selbstmord. Während Lavinia versucht, in die Normalität zurückzukehren, nimmt sich Orin, von Reue gepackt, das Leben. Lavinia begreift, dass sie den Kampf gegen ihre Mutter verloren hat und beschließt, alleine mit ihrer Schuld zu leben - "ein härterer Akt der Gerechtigkeit als Tod oder Gefängnis!"

Schicksal wird bei O´Neill nicht mehr verhängt, es entsteht aus dem Triebleben der Protagonisten selbst, das bestimmt ist durch inzestuöse Familienbindungen und die Traumatisierungen des Krieges. Die Verkettung von Gewalt und Schuld erscheint als unvermeidliche Folge eines Generationenkonflikts, der eingeschrieben ist in den Bauplan des Menschen.

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