Uraufführung: BONNOPOLY – DAS WCCB, DIE STADT UND IHR AUSVERKAUF (Text: Ulf Schmidt) im Theater Bonn

Premiere 09 September 2017, 19:30 H, Kammerspiele. -----Bonn um die Jahrtausendwende. Nach dem Umzug der Bundesregierung kommt die Stadt auf eine grandiose Idee: Die alten Parlamentsgebäude sollen zu etwas ganz Großem werden. Zu einem World Conference Center. Die ehemalige Bundeshauptstadt bleibt als UN-Standort weiter Zentrum der internationalen Politik. Und der Umbau soll Stadt und Bürger nichts kosten.
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Ein Investor aus dem fernsten Osten verspricht, alles auf eigene Kosten zu bauen und zu betreiben. Das kommt einer Stadtregierung trefflich zupass, die gerade dabei ist, sich den Roman Herzog’schen Ruck zu geben und zu einer unternehmerischen Stadt zu werden. Ein grotesker Politkrimi beginnt, in dem sich zypriotische mit hawaiianischen Heuschrecken vor dem Landgericht Bonn um öffentlichen Besitz streiten, Millionen auf Nimmerwiedersehen verschwinden – und die städtische Aufsicht ein Maß an Gutmütigkeit gegenüber kleinen und großen Vergehen entwickelt, von dem Otto Knöllchenzahler nur träumen kann. Am Ende dieser Krimikomödie haben die Bonner Bürger nicht nur die Zeche in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro zu zahlen. Sondern die angespannte Haushaltslage wird als Begründung herangezogen, um Bibliotheken, Schwimmbäder und soziale Einrichtungen zu schließen. Wie konnte es dazu kommen? Und wie jetzt weiter?

Diesen Fragen widmen sich Volker Lösch und sein Team; mit seinen politisch und sozial brisanten Rechercheprojekten am THEATER BONN (WAFFENSCHWEINE und NATHAN) ist Lösch bereits auf große Resonanz gestoßen. Gemeinsam mit dem Autor Ulf Schmidt und den DramaturgInnen Nicola Bramkamp, Elisa Hempel und Leonard Merkes untersucht er zur Spielzeiteröffnung einen Trend in der Kommunalpolitik, für den das WCCB exemplarisch steht: den Ausverkauf der Städte.

Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie sinnvoll eine unternehmerische Stadt ist, die schwarze Zahlen schreibt, wenn ihre Bürger sich nicht mehr leisten können, in ihr zu wohnen. Was bringt Wirtschaftlichkeit auf Kosten der Bevölkerung? Welche Rolle übernehmen wir als Bürger im längst schon überregional gewordenen Sozialpolitikdebakel? Wollen wir, dass unsere Regierung die Stadt als Konzern betrachtet?

Und vor allem: Wem gehört die Stadt, in der wir leben?

Regie: Volker Lösch

Bühne: Julia Kurzweg

Kostüme: Julia Kurzweg / Annegret Riediger

Licht: Max Karbe

Chroleitung: Tim Wittkop

Dramaturgie: Nicola Bramkamp, Elisa Hempel, Ulf Schmidt

Regieassistenz: Frederik Werth

Dramaturgieassistenz: Leonard Merkes

Bühnenbildassistenz: Ansgar Baradoy

Kostümassistenz: Luisa Pahlke

Inspizienz: Andreas Stubenrauch

Souffleuse: Kerstin Heim

Dramaturgiehospitanz: Felix James McCreadie

Mit

Bernd Braun

Daniel Breitfelder

Lisan Lantin

Glenn Goltz

Jan Jaroszek

Holger Kraft

Birte Schrein

Laura Sundermann

14 Sep 19:30 H

23 Sep 19:30 H

24 Sep 18:00 H

29 Sep 19:30 H

01 Okt 18:00 H

07 Okt 19:30 H

11 Okt 19:30 H

15 Okt 18:00 H

28 Okt 19:30 H

HINWEIS | Auch bei ausverkauften Veranstaltungen gibt es die Chance auf Restkarten an der Abendkasse.

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