Uraufführung: "Das Floß" von Anastasija Kadiša, Alexander Chernyshkov, Andreas Eduardo Frank, Staatsoper Hamburg

Premiere am 4. Mai 2018, 20.00 Uhr, opera stabile, Einführung um 19.20 Uhr

Ein Schiff auf hoher See, der Kapitän fort, kein Land in Sicht – die Passagiere ganz auf sich gestellt. So beginnt eine Geschichte, die durch gegensätzliche menschliche Entscheidungen zu zwei Geschichten wird: der von Libertalia und vom Floß der Medusa. Am Anfang steht die Angst – in ihrer reinsten Form: die Angst vor dem Tod. Es geht umsÜberleben.

Einst ein sinnvoller Urinstinkt, der die Menschen fliehen oder kämpfen lässt statt zu sterben, haben wir im Europa von heute diese Angst in die Ferne verschifft, als Relikt pathologisiert oder zum politischen Entscheidungsmacher pervertiert. Und doch ist die Existenzangst ein Motor, der die Menschheit antreibt. So sind die beiden Geschichten einer Gruppe auf einem Schiff die exemplarische Stunde Null, der Scheideweg einer Gesellschaft: Wollen wir uns gegenseitig zerfleischen? Oder wollen wir ein neues Miteinander erschaffen?

Musikalische Leitung: Mark Johnston
Inszenierung: Aleksi Barrière, Franziska Kronfoth
Bühnenbild und Kostüme: Eunsung Yang, Lea Søvsø
Dramaturgie: Isabelle Kranabetter, Elise Schobeß

Partie 1 Soomin Lee, Partie 2 Karina Repova, Partie 3 Jóhann Kristinsson, Partie 4 Julian Rohde, Performer 1 Gina-Lisa Maiwald
Performer 2 Thorbjörn Björnsson
Soundperformer Alexander Chernyshkov, Andreas Eduardo Frank

Abschlussproduktion der "Akademie Musiktheater heute" der Deutsche Bank Stiftung

Weitere Vorstellungen am 5., 8., 10., 12., 15. Mai um 20.00 Uhr sowie am 13. Mai um 17.00 Uhr

Weitere Artikel