Uraufführung: "Das Wetter" im Thalia Theater Hamburg

Premiere Sa,19.05.2018, 20:00 Uhr, Thalia Gaußstraße

Ein feiner Nebelvorhang hängt über den Morgenstunden. Von der See her weht schwacher Wind in Richtung eines südöstlichen Tiefdruckgebiets. Nach dezentem Druckabfall in Bodennähe verstärkt er sich, trägt den Nebel fort und entblößt am späten Vormittag die Frühlingssonne. Sie geht still auf ihren Zenit zu und erwärmt die aufsteigende Luft, bis gegen zwei Uhr die Höchsttemperatur erreicht wird. Am frühen Nachmittag schieben sich Wolken vor die Szene. Winde fahren auf. Leichter Nieselregen kündigt einen Wetterumschwung an.
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(c) Krafft Angerer

Lange hatte das Theater kein Dach über dem Kopf. Es fand unter freiem Himmel statt, direkt unter den Augen der Götter. Wind und Wetter waren natürliche Bestandteile der Dionysien, Blitz und Donner spielten in der Tragödie sich selbst. Inzwischen sind Himmel und Erde getrennt und die Wettervorhersage hat übernommen. Sie zeigt uns jeden Abend, wie die Welt morgen aussehen wird. Regenschirm oder hitzefrei? Sonnenbrille oder Weltuntergang?

Alle reden über das Wetter. Wir machen es. Immer anders.

Regie Jan Philipp Stange
Bühne Jakob Engel
Kostüme Anthoula Bourna
Video Jonas Alsleben Sounddesign Jakob Spengemann
Dramaturgie Matthias Günther

Darsteller Bekim Latifi, Frank Böttcher (Meteorologe, wetter.net) sowie die Klasse 4c der Loki-Schmidt-Schule, Hamburg

Mi,30.05.201820:00 Uhr
Mo,11.06.201820:00 Uhr

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