Uraufführung: DIE ERMORDUNG BRUNO KREISKYS von Wolfgang Mörth im Theater KOSMOS Bregenz

Premiere: Do 5. Oktober 2017, 20 Uhr. ----- Drei Personen. Eine junge Politologie-Studentin, die an einer Bachelor-Arbeit über Bruno Kreisky schreibt, und zwei Männer, Ende Fünfzig und beste Freunde. Der eine ist Lehrer mit einer Vergangenheit als erfolgloser Schispringer, der andere Psychoanalytiker in einer aktuellen Krise.
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Um der jungen Frau zu imponieren, wagt der eine noch einmal einen Sprung über die Schanze und stürzt. Nachdem er wieder zu sich kommt, ist er nicht mehr der selbe Mensch. Er ist nun Schriftsteller und Teil einer alternativen Geschichte, in der Zwentendorf in Betrieb gegangen und Bruno Kreisky einem Attentat zum Opfer gefallen ist. Beim Versuch einer therapeutischen Lösung des Problems, versinken Patient und Psychologe tief in den Mythen der 70er-Jahre und der Ära Kreisky, und geraten dabei in eine absurd komische Rivalität um die Gunst der jungen Studentin. Die Frage ist, was ist ihr wichtiger? Die originelleren Informationen über Bruno Kreisky, die wahrhaftigere politische Haltung oder der bessere Musikgeschmack…

Textauszug: Sind noch ein paar andere echte Babyboomer im Saal? Ich meine Männer so um den Jahrgang 60 herum? Ist es euch nicht auch so gegangen? Seid ihr nicht auch immer schon verwirrt gewesen und aufgewühlt und nie irgendwo wirklich zu Hause. Musikalisch, politisch, sexuell. Wie das Komma zwischen zwei Hauptsätzen. Für 68 zu jung, für den Mauerfall zu alt. Für Apollo zu jung, für das Space-Shuttle zu alt. Für die Beatles zu jung, für Bowie eigentlich schon zu alt. Aber genau richtig für die letzten Nazilehrer und die ersten Antiautoritären. Und für die letzten katholischen Fundamentalisten und die ersten solipsistischen Zyniker. Aber dann für den Playboy wieder zu jung und für das Bravo zu alt. Für die freie Liebe zu jung und für Aids zu alt. Stimmt doch, oder?

Der Autor: Wolfgang Mörth | Geboren 1958 in Bregenz. Ausbildung zum Elektrotechniker. Studium und Kulturarbeit in Graz. Autor von Theaterstücken, Erzählungen, Essays und Dokumentarfilmen. Herausgeber verschiedener Anthologien. Mitherausgeber der Literaturzeitschrift miromente. Ausgezeichnet zuletzt mit dem Heidelberger Theaterpreis (2014). Für das Theater KOSMOS Mitautor bzw. Autor bei den Produktionen Die 7 Todsünden (2011), Lampedusa (2012) und Urologie (2015). Lebt in Bregenz.

mit: Hubert Dragaschnig, Michaela Spänle, Bernd Sračnik

Regie: Augustin Jagg

Bühne Mandy Hanke

Licht: Markus Holdermann

Kostüm: Monika Loser

Musik: Herwig Hammerl

Weitere Vorstellungen: 7. 12. 13. 14. 19. 20., 21. 25. 26. 27. 28. Oktober, jeweils 20 Uhr

Kartenvorverkauf: www.theaterkosmos.at | E-mail office@theaterkosmos.at Abendkassa ab 19 Uhr T 0043-(0)5574-44034 | Bregenz Tourismus T 0043-(0)5574-4080 und bei ländleTICKET - in allen Raiffeisenbanken und Sparkassen | Ermäßigung für Ö1- und Raiffeisen-Clubmitglieder

Theater KOSMOS | Mariahilfstraße 29 | 6900 Bregenz

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