Uraufführung:"Ein bißchen Ruhe vor dem Sturm" von Theresia Walser

Premiere: 12. Oktober 2007 Als Theresia Walser den Auftrag der neuen Schauspieldirektion erhielt, zum Start des neuen Schauspielteams ein Stück zuschreiben, konnte keiner der Beteiligten ahnen, dass das Eröffnungsdramolettbei Publikum und Kritikern eine derart große Resonanz fand und sich im Laufe der Spielzeit zu einem begehrten Repertoirestück entwickelte.

Offensichtlichtraf die satirische Kritik am modernen Regietheater einen besonderen Nerv. Darüber hinaus haben gleich zu Anfang einige Theater Interesse angemeldet, Ein bißchenRuhe vor dem Sturm ebenfalls zu zeigen. Theresia Walser hat daraufhin das Stück zu einem abendfüllenden Drama erweitert, das jetzt zu Beginn der zweitenSpielzeit von Burkhard C. Kosminski seine zweite Premiere erfährt.

Die Grundkonstellation ist freilich geblieben:

Drei Schauspieler warten auf ihren Auftritt in einer Talkshow. Der berühmte Franz Prächtel und der prominente Peter Söst sind eingeladen, weil sie gerade als Hitler im Film reüssierten. Der junge Ulli Lerch hat den Goebbels gespielt. Während sie über ihre Figuren und die Darstellbarkeit des Bösen streiten, wird die Schauspielkunst und das Theater an sich ihr Thema. Was auf der Bühne stattfinden darf, wird schließlich zum unfreiwillig komischen Glaubenskrieg. Theresia Walser hat ein amüsantes Kurzdrama über egomanische, engagierte und ehrgeizige Schauspieler geschrieben, die, bekanntermaßen, auch grandiose Selbstdarsteller sind.

Inszenierung

Burkhard C. Kosminski

Bühne

Florian Etti

Kostüme

Sabine Blickenstorfer

Musik

Jörg Gollasch

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