Uraufführung: "Intervention" von Rebekka Kricheldorf im STAATSTHEATER KASSEL

Premiere Freitag, 24. Januar 2019, 20.15 Uhr, tif – Theater im Fridericianum

Was tun, wenn die beste Freundin auf die schiefe Bahn gerät? Das Gespräch mit ihr suchen, da sind sich die Experten einig. Und am besten, man tut dies nicht allein. Man benachrichtige alle der Gefährdeten nahestehenden Personen, weihe sie in sein Vorhaben ein und locke das Opfer unter einem Vorwand in seine Wohnung, wo sie dann statt eines weinseligen Abends eine sogenannte Intervention erwartet.

Ein Freundinnen-Ethikkomitee, das ein besorgtes Gespräch darüber führen möchte, dass es ohne professionelle Hilfe nicht weitergehen könne. So eine Überraschungsparty ohne Party kann schnell entgleisen. Denn bei jedem Hilfsangebot entsteht immer auch ein Machtgefälle: Zwischen dem Samariter, der sein Leben souverän im Griff zu haben glaubt, und dem Gestrauchelten, dem er huldvoll die Hand reicht. Da ist mit massivem Widerstand von Seiten des Interventionsopfers zu rechnen. Wo liegen überhaupt die Grenzen zwischen hedonistischem Lebensstil und selbstzerstörerischem Verhalten? Und wer ist befugt, diese zu ziehen? Was macht es aus, das gelungene, selbstbestimmte Leben?

Inszenierung: Schirin Khodadadian,
Bühne und Kostüme: Ulrike Obermüller,
Musik: Katrin Vellrath,
Dramaturgie: Michael Volk

Rahel Weiss (Lily, ungefähr Anfang dreißig), Michaela Klamminger (Annika, ungefähr Anfang dreißig), Anna-Sophie Fritz (Frans, ungefähr Anfang dreißig), Eva-Maria Keller (Marlene, ungefähr Mitte sechzig), Jürgen Wink (Die Droge, alterslos)

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