Uraufführung: "Schwindel. Über das Verlieren" in der Neuköllner Oper Berlin

Premiere am Donnerstag, 9. Januar 2014, 20 Uhr im Studio. ----- Moralische Kantaten von Telemann und Arien von Grétry, Mussorgsky u. a. - „Ein Mensch lernt wenig von seinem Siege, aber viel von seiner Niederlage“, sagt man. Es sei denn, er will nicht lernen und hängt sich stattdessen lieber auf.
15953

All' die guten Vorsätze! Hehren Ziele! Geheim im Herzen gehegte Ansprüche an die eigne Entwicklung!

All das Sehnen nach dem Moment, dessen Verbleib wir wünschen, da er so schön ist...

Mit entsprechendem Bemühen und der notwendigen Portion Verstandeseinsatz gelingt es den Auserwählten, ganz hoch hinaus zu kommen. Bis in schwindelnde Höhen... Doch Vorsicht! Es droht der tiefe Fall. Welche Dramatik, welch' Grund zur Klage einerseits, andererseits zur moralischen Erbauung, dem Hochmut zum Trotz!

Inspiriert vom mutmaßlichen Selbstmord des russischen Oligarchen Boris Beresowski, einem der größten Verlierer unserer Zeit, begeben sich die junge Regisseurin Julia Lwowski und ihr Team auf die Seite der Verlierer, tragikomische Gestalten, die vor allem eins eint: Ihr tiefer Fall und die Anteilnahme

eines großen Publikums, das hin- und hergerissen ist zwischen Schadenfreude und der Angst vorm eigenen Scheitern.

konzept und regie: julia lwowski ·

komposition

und arrangement: ni fan ·

bühne und kostüm: yassu yabara

Mit:

Ulrike Schwab,

Magnús Hallur Jónsson,

Günter Schanzmann

Vibraphon und Schlagzeug: Ni Fan

Spieltermine:

9., 11. / 12., 17.–19.,

24. und 29. Januar

sowie 5. und 6. Februar,

jeweils 20 Uhr im Studio

Karten: 9 bis 24 Euro

Vorbestellung: 030 / 68 89 07 77 sowie tickets@neukoellneroper.de

www.neukoellneroper.de

Weitere Artikel