Uraufführung von Futur3: SHIT ISLAND in Köln

Premiere 18. 11. 2017, 20 Uhr, Orangerie – Theater im Volksgarten, Köln

Nauru ist eine winzige Südsee-Insel. Ihre Oberfläche war meterdick mit Phosphat bedeckt, das aus Vogelkot entstand. Durch diesen Rohstoff erlebte die Insel eine Achterbahnfahrt durch den Kapitalismus: Indigene Stammesstruktur, deutsche Kolonie, reichstes Land der Welt, Staatspleite. Heute ist das Phosphat abgebaut, die Insel verwüstet, die Bevölkerung übergewichtig und krank. Ein Flüchtlingscamp ist die größte Devisenquelle.
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Anhand ethnologischer Studien und Abbildungen, kolonialer Berichte, Südseeschlagern und aktueller Reportagen erforscht SHIT ISLAND die Verquickung des europäischen Imperialismus und die Inszenierung von Südsee-Exotik. Denn der Untergang des einstigen „Pleasant Island“ zerstört auch unsere Projektion einer paradiesischen „Heilen Welt“.

Von und mit: Irene Eichenberger, Stefan H. Kraft, Luzia Schelling (Spiel), André Erlen (Regie), Olya Kozliuk (Regieassistenz), Petra Maria Wirth (Raum und Kostüm), Jörg Ritzenhoff (Musik), Boris Kahnert (Licht), Nicole Nikutowski, Klaus Maria Zehe (künstlerische Mitarbeit), neurohr & andrä (Pressearbeit)

Eine Produktion von Futur3 in Kooperation mit der Freihandelszone – Ensemblenetzwerk Köln e.V. Mit freundlicher Unterstützung von: Kulturamt der Stadt Köln, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW

Weitere Aufführungen: 19. November, 18 Uhr, 21. – 25. November, 20 Uhr
und 31. Januar – 3. Februar 2018, 20 Uhr sowie 4. Februar 2018, 18 Uhr
 

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