Uraufführung: "Wir sind viele und reiten ohne Pferd" von Martin Heckmanns im Schauspiel Stuttgart

Premiere: Sonntag, 20. Mai 2012, 20.00 Uhr, NORD (Löwentorbogen). ----- Eine revolutionäre Zelle konstituiert sich, ganz nach dem Vorbild jener außerparlamentarischen politischen Bewegungen, die das Jahr 2011 in Europa und den USA politisch geprägt haben.
12669

Sie erörtert ihren Standpunkt in der Welt und entwirft (utopische) Handlungsstrategien gegen die Übermacht der bestehenden Ordnung, die in der Lage ist, sich ständig selbst zu revolutionieren. Das ist der Ausgangspunkt des Stücks, das Martin Heckmanns für uns geschrieben hat.

Der Künstler Knax unterzieht darin die Widerstandsgruppe um den Ideologen Klar, die Revolutionsromantikerin Kling und den Trendsetter Ätz einer kritischen Prüfung. Denn Knax ist selbst auf der Suche nach neuen Orientierungen: Gibt es Ideen, für die es sich lohnt zu kämpfen oder ertappt man sich nicht immer wieder bei der larmoyanten/ zynischen/ selbstzufriedenen Infragestellung allen gesellschaftlichen Tuns? Schließt die Fähigkeit, sich selbst und die Gesellschaft zu reflektieren, die Bereitschaft zur Tat aus?

Heckmanns stellt in seinem neuen Theatertext, der diesen Widerstandbewegungen gewidmet ist, diese Fragen und lädt Spieler und Zuschauer zur Diskussion darüber ein.

Marc Lunghuß (geb. 1974) inszeniert nach Arbeiten in Bochum, Frankfurt/M., Chemnitz, Kiel, Konstanz und Leipzig zum ersten Mal am Schauspiel Stuttgart.

Regie: Marc Lunghuß,

Bühne: Martin Dolnik,

Kostüme: Jennifer Thiel,

Dramaturgie: Beate Seidel

Mit: Jonas Fürstenau (Klar), Marlène Meyer-Dunker (Kling), Lukas Rüppel (Ätz), Bijan Zamani (Knax)

Mo., 21.05.2012 20:00 Uhr

Sa., 26.05.2012 20:00 Uhr

Sa., 02.06.2012 20:00 Uhr

Fr., 08.06.2012 20:00 Uhr

Weitere Artikel