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Uraufführung: "Delta Blues" von Ballettdirektor Kevin O’Day im Nationaltheater Mannheim

am 10. November um 20 Uhr im Schauspielhaus

Mit der abendfüllenden Choreografie Delta Blues zur Musik von Bluesmen wie John Lee Hooker, Muddy Waters oder Keb’ Mo’, und zwei der wenigen Blueswoman, Big Mama Thornton und Connie Allen, zelebriert Kevin O’Day-Ballett Mannheim den Blues und die großen Künstler des Blues.

 

Das Ballett Delta Blues handelt nicht von der Geschichte des Blues, sondern widmet sich seiner Essenz, dem Spirit, der seit einem Jahrhundert unsere Populärkultur prägt. Delta Blues ist eine assoziative Zeitreise durch ein Jahrhundert amerikanischer und europäischer Kultur. Kevin O’Day führt auf

raffinierte Weise Show, Witz, souveräne Tanztechnik und anspruchsvolle zeitgenössische Ballettästhetik in seiner Choreografie zusammen.

 

Das Ballett Delta Blues zelebriert nicht nur den Blues und die großen Musiker des Blues, sondern auch die Tänzerinnen und Tänzer des Ensembles. Sie verkörpern den Blues: solistisch, im Pas de deux oder in dynamischen Ensembles, zart oder kraftvoll, sehnsuchtsvoll oder ironisch, heiter oder tragikomisch.

 

Zur Premierenfeier im Theatercafé am 10. November wird ab 22.00 Uhr Dave King’s Blues Project live spielen. Der amerikanische Jazz-Bassist, Komponist und Produzent Dave King ist in Mannheim als Bassist verschiedener Formationen und als Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst bekannt. Zu Dave King’s Blues Project gehört außerdem Frank Kuruc, Professor für Jazz-Gitarre und Gitarrist bei der SDR/WDR-Bigband, dem Stuttgarter Ballett, bei Freundeskreis und Peter Herbolzheimer. Der Mannheimer Schlagzeuger Martin Rott ergänzt das Trio. Er spielt unter anderem in der Band Blaues Wunder.

 

In einer Kooperation mit dem Atlantis-Kino wird der Blues im November Schwerpunkt einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe sein. Das Atlantis-Kino hat eine Reihe Filme zusammengestellt, die die Faszination des Blues teils als Musikdokumentation, teils als Konzertfilm zum Thema haben. Kino- und Theaterbesucher bekommen innerhalb dieses Programms in beiden Häusern Rabatt ab der zweiten besuchten Veranstaltung: Die Theaterkasse gewährt 25% Ermäßigung bei Vorlage eines Kinotickets von einem der Bluesfilme, die Kinokasse 1,50 EUR Rabatt für Besucher, die das Ticket einer Delta Blues-Vorstellung vorlegen.

 

Am 14. November um 20.15 Uhr wird die Filmreihe im Atlantis mit Wim Wenders The Soul of a Man und anschließender Live-Musik mit der Blues-Formation Me and the devil eröffnet. Me and the devil sind auch beim Impromptu 14 zusammen mit Kevin O’Day-Ballett Mannheim am 3. November um 21 Uhr im Studio Werkhaus zu erleben.

 

Termine

 

Sa, 10.11. 20.00 Uhr Schauspielhaus: Delta Blues (UA) Premiere, anschließend Premierenfeier im Theatercafé mit freundlicher Unterstützung von Schumacher

 

ab 22.00 Uhr Live-Konzert mit Dave King’s Blues Project mit freundlicher Unterstützung von den Freunden und Förderern des Nationaltheaters

 

Di, 13.11. 19.30 Uhr Schauspielhaus: Delta Blues (UA)

 

Mi, 14.11. 20.15 Uhr Atlantis: The Soul of a Man Auftakt der Filmreihe, anschließend Live-Konzert mit Me and the devil

 

Fr, 16.11. 22.45 Uhr Atlantis: Lightning in a Bottle

 

Sa, 17.11. 16.00 Uhr Atlantis: The Soul of a Man

 

Sa, 17.11. 22.45 Uhr Atlantis: Feel like Going Home

 

Do, 22.11. 20.00 Uhr Schauspielhaus: Delta Blues (UA)

 

Fr, 23.11. 22.45 Uhr Atlantis: The Soul of a Man

 

Sa, 24.11. 16.00 Uhr Atlantis: Feel like Going Home

 

Sa, 24.11. 22.45 Uhr Atlantis: Lightning in a Bottle

 

Mo, 26.11. 18.00 Uhr Atlantis: The Soul of a Man

 

Di, 27.11. 18.00 Uhr Atlantis: Feel like Going Home

 

Mi, 28.11. 18.00 Uhr Atlantis: Lightning in a Bottle

 

Do, 29.11. 20.00 Uhr Schauspielhaus: Delta Blues (UA)

 

The Soul of a Man (USA 2002, Regie: Wim Wenders, 103 min.)

Eine poetische Hommage von Wim Wenders. Mit der gleichen Leidenschaft, die auch schon seinen Erfolgsfilm Buena Vista Social Club auszeichnete, erzählt Wenders die Lebensgeschichten dreier seiner Blues-Helden, Skip James, J.B. Lenoir und Blind Willie Johnson. Er zeigt seltenes Archivmaterial aber auch neu eingespielte Cover Versionen von unter anderem Beck, Lou Reed, Nick Cave and the Bad Seeds, Cassandra Wilson und Los Lobos.

 

Feel Like Going Home (USA 2003, Regie: Martin Scorsese, 83 min.)

 

Mit diesem geografischen und historischen Ausflug offenbart sich der Blues als eine lebendige und komplexe Ausdrucksform. Scorsese verknüpft auf lyrische Weise seltene Archivaufnahmen mit aktuellen Aufnahmen und spontanen Sessions, die sich während der Dreharbeiten ergaben, unter anderem mit Corey Harris, Willie King, Taj Mahal, Keb’ Mo’, Otha Turner, Habib Koité, Salif Keita und Ali Farka Touré.

 

Lightning in a Bottle (USA 2004, Regie: Antoine Fuqua, 108 min.)

 

Der Film dokumentiert das Benefizkonzert Salute To The Blues 2003 in der New Yorker Radio City Music Hall. Stars der gegenwärtigen Rockmusik, des Hip-Hop, Jazz oder Rap wie Aerosmith-Rocker Steven Tyler, der New Yorker Rapper Mos Def oder Country-Sängerin Bonnie Raitt treffen auf Bluesveteranen wie Buddy Guy und B.B. King. Eine musikalische Zeitreise, die ihren Ausgang in Afrika nimmt, durch das Mississippi-Delta ins Memphis und Chicago der 50er und 60er Jahre führt, ins England der Swinging Sixties und zurück in die USA, wo die Bluesmusiker des letzten Jahrhunderts in jungen Hip-Hoppern würdige Nachfolger gefunden haben.

 

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