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Uraufführung: HIOB nach dem Roman von Joseph Roth im Oldenburgischen Staatstheater

Premiere Samstag, 22. April 2017, um 20 Uhr im Kleinen Haus. -----

Die Frau wendet sich ab, die Tochter stellt den Kosaken nach, ein Sohn bleibt im Krieg, der andere geht in die Fremde und das jüngste Kind wird wohl niemals mehr als ein Wort sprechen können. Hiob in Joseph Roths gleichnamigem Meisterwerk über die ewige innere und äußere Migration des jüdischen Volkes heißt eigentlich Mendel Singer. Doch genau wie sein alttestamentarischer Vorgänger wird er von Gott und der Welt hin und her geworfen.

Seine Gründe, beiden zu zürnen, sind mannigfach: Das Lachen der Nachbarn, das man nicht versteht. Die Fremdheit, für alle sichtbar, wie einen Aussatz am Leib zu tragen. Niemals ankommen, weil man nie loslassen kann. Das alles sind die alltäglichen Paradoxien und Widrigkeiten erzwungener Wanderschaft, wie sie zu allen Zeiten existent waren, doch gerade heute die Realität vieler Menschen prägen.

 

Die Regisseurin Jana Milena Polasek, die in den vergangenen Spielzeiten bereits mit ihren einfühlsamen Charakterstudien ungewöhnlicher Titelhelden in ,Supergute Tage oder die sonderbare Welt des Christopher Boone‘ und ,Die Marquise von O…‘ ihre Handschrift setzte, nähert sich diesem großen Text des 20. Jahrhunderts in einer eigens für das Oldenburgische Staatstheater geschriebenen Bühnenfassung.

 

Regie: Jana Milena Polasek;

Bühne: Stefanie Grau;

Kostüme: Nina Kroschinske;

Musik: Helena Daehler;

Licht: Ernst Engel;

Dramaturgie: Jonas Hennicke

 

Mit: Agnes Kammerer, Caroline Nagel; Rajko Geith, Fabian Kulp, Ksch. Thomas Lichtenstein,

Yassin Trabelsi

 

Die nächsten Vorstellungen: Sa 29.04.; Di 02.05., Mi 17.05., Fr 19.05., Mi 24.05., Sa 27.05.

weitere Termine unter www.staatstheater.de

 

 

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