Logo of theaterkompass.de
HomeBeiträge
„Wiener Blut“ im Volkstheater Rostock„Wiener Blut“ im Volkstheater Rostock„Wiener Blut“ im...

„Wiener Blut“ im Volkstheater Rostock

Eine Operette von Johann Strauß, Premiere: 10. Juni, 19:30 Uhr, Großes Haus.

„Wien, Wien nur du allein“ - das bedeutet Stephansdom, Prater, Heurigen, Sa-chertorte und natürlich Musik, Wiener Musik. Von dieser Stadt geht Magie aus, die nur ein Wiener erklären kann und Johann Strauß, ein echtes Wiener Kind, konnte es auch, sonst hätte er dem Wiener Blut keine Operette gewidmet.

Dabei ist dieses Werk ein Ausnahmefall in der Theatergeschichte, sozusagen ein Meisterwerk aus zweiter Hand. Strauß fühlte sich zu alt und müde, um eine neue Erfolgspartitur zu erstellen. Daher beauftragte er seinen jüngeren Kollegen Adolf Müller, aus den besten Strauß - Melodien ein Potpourri zu erstellen, das dann von Viktor Léon und Leo Stein geschickt mit einem Libretto unterlegt wurde.

Die unbeschwerte Verwechslungskomödie spielt zur Zeit des Wiener Kongres-ses. Aber da wird nicht politisiert, sondern champagnerisiert, getanzt und geflirtet. Gräfin Zedlau, ein echtes Wiener Kind, taucht nach Monaten der Trennung - man hatte sich schon zur Hochzeit nicht all zu viel zu sagen - überraschend in der Villa ihres Gatten Graf Balduin von Zedlau auf, den sie verändert vorfindet. Der bisher eher langweilige Fürstensohn aus dem sächsischen Adelsgeschlecht Reuß-Greiz-Schleiz hat, wie sie sehr schnell herausbekommt, gleich zwei Gelieb-te. Das gefällt der Ehefrau, denn endlich hat er’s: „Das Wiener Blut! Eig’ner Saft, voller Kraft, voller Glut!“

 

Musikalische Leitung: Christian Hammer

Inszenierung: Sabine Hartmannshenn

Ausstattung: Stefan Heinrichs

Choreinstudierung: Ronald Monem

 

Nächste Vorstellungen: So.,11.06., 15:00 Uhr/ Mi., 14.06., 19:30 Uhr/ Do., 15.06., 15:00 Uhr (zum letzten Mal in dieser Spielzeit)

 

Weitere Informationen zu diesem Beitrag

Lesezeit für diesen Artikel: 8 Minuten



Herausgeber des Beitrags:

Kritiken

Liebesbande

Hinter tropischen Blumen befindet sich ein luxuriöses Anwesen mit Stahlträgern in offener Bauweise im Stil von Mies van der Rohes Barcelona Pavillon. Die Einrichtung ist im angesagten Midcentury…

Von: Dagmar Kurtz

Ein Hauch von Sehnsucht

Raimund Hoghes letztes Stück „Lettere amoroso“ handelte von Flucht und den sehnsuchtsvollen Briefen, die die Geflohenen schrieben. So weckt das Wort „Vietnam“ im Titel des neuen Stückes "Postcards…

Von: Dagmar Kurtz

Liebe in Zeiten des Krieges

In Großbritannien findet ein Bürgerkrieg statt: die Puritaner unter Oliver Cromwell kämpfen gegen die katholischen Royalisten. Das private Glück ist in Gefahr.  

Von: Dagmar Kurtz

Der Überfall

Gerade ist man noch fröhlich herumgehopst, da, eine heftige Attacke, und schon streckt es einen nieder. Ein Virus oder ein Bakterium hat seinen Weg in den Körper gefunden. Nun werden alle Kräfte…

Wir müssen‘s wohl leiden

Wie die ursprünglichen revolutionären Ansprüche nach Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, die die Abschaffung der Sklaverei, die Gleichberechtigung der Frauen, die Entmachtung des Adels beinhaltet,…

Von: Dagmar Kurtz

Alle Kritiken anzeigen

Folgen Sie uns auf:

Theaterkompass

Der Theaterkompass ist eine Plattform für aktuelle Neuigkeiten aus den Schauspiel-, Opern- & Tanztheaterwelten in Deutschland, Österreich und Schweiz.

Seit 2000 sorgen wir regelmäßig für News, Kritiken und theaterrelevante Beiträge.

Hintergrundbild der Seite
Top ↑