Wiener Staatsballett: MACMILLAN | MCGREGOR | ASHTON - in der Wiener Staatsoper

PREMIERE Dienstag, 31. Oktober 2017, 19.00 Uhr. ----- Dieser Ballettabend steht im Zeichen des Britischen Balletts: Mit „Concerto“ – einem abstrakten Ballett im neoklassischen Stil – von Sir Kenneth MacMillan, „Eden|Eden“ – einem Werk, das ethische Aspekte des Klonens thematisiert – von Wayne McGregor (*1970) und „Marguerite and Armand“ – einem Stück, das ursprünglich für M. Fonteyn und R. Nurejew kreiert wurde – von Sir Frederick Ashton sind drei „Generationen“ einer beeindruckenden choreographischen Tradition vertreten: British Ballet at its best.
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CONCERTO

Den Auftakt zum Premierenabend bildet Kenneth MacMillans 1966 an der Deutschen Oper Berlin uraufgeführtes Concerto zur Musik von Dmitri Schostakowitsch. Der Choreograph konzipierte das dem neoklassischen Tanz „à la Balanchine“ verpflichtete Werk zugleich als „technische Etüde“

für sein dortiges Ensemble – er war von 1966 bis 1969 Ballettdirektor der Deutschen Oper Berlin. Concerto wird am 31. Oktober 2017 erstmals an,der Wiener Staatsoper gezeigt.

Choreographie: Kenneth MacMillan

Musik: Dmitri Schostakowitsch

Kostüme und Bühne: Deborah MacMillan | Licht. John B. Read

Nikisha Fogo – Denys Cherevychko | Natascha Mair – Mihail Sosnovschi

Nina Poláková – Roman Lazik | Liudmila Konovalova – Roman Lazik

Alice Firenze | Ioanna Araam

EDEN|EDEN

Das zweite Stück des Dreiteilers, das am 7. April 2005 in Stuttgart zur Uraufführung gelangte EDEN|EDEN von Wayne McGregor (*1970) dagegen schreibt die „interdisziplinäre Herangehensweise“ des britischen Balletts fort und exploriert Spannungsverhältnisse von Mensch und Maschine vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen wie dem „Clonen“ oder den „Cyborgs“. Auch das Bühnenbild unterstützt mit einem Zitat des Baumes im Garten Eden die Auseinandersetzungen mit den Themenfeldern „Ursprung und Ziel der Menschheit“ sowie „Wissenschaftsethik“. Mit

diesem Werk zu Musik von Steve Reich steht zum ersten Mal eine Choreographie von Wayne McGregor, der seit 2006 „Resident Choreographer” des Royal Ballet ist, am Spielplan des Wiener Staatsballetts.

Choreographie und Bühne: Wayne McGregor

Musik: Steve Reich, Dolly aus Three Tales

Kostüme: Ursula Bombshell | Licht: Charles Balfour | Film: Ravi Deepres

Natascha Mair | Ioanna Avraam | Elena Bottaro

Nikisha Fogo | Sveva Gargiulo | Fiona McGee

Rebecca Horner | Alice Firenze | Gala Jovanovic

Madison Young | Anita Manolova | Alaia Rogers-Maman

Zsolt Török | Eno Peci | Arne Vandervelde

Masayu Kimoto | Leonardo Basílio | Géraud Wielick

Denys Cherevychko | Dumitru Taran | Andrey Teterin

Tristan Ridel | Jakob Feyferlik | Alexandru Tcacenco

Francesco Costa | Andrés Garcia-Torres | Scott McKenzie

MARGUERITE AND ARMAND

Der dritte Teil der Neuproduktion ist Frederick Ashtons Marguerite and Armand (Musik: Franz Liszt, Klaviersonate h-Moll) gewidmet. Kreiert wurde das Stück speziell für Margot Fonteyn und Rudolf Nurejew, die die Uraufführung 1963 im Londoner Royal Opera House tanzten und die 1967 in vier Vorstellungen des Werkes auch an der Wiener Staatsoper zu erleben waren.

Bei einem Fest lernt Marguerite, die Pariser Lebedame, den jungen Kavalier Armand kennen. Die Zuneigung, die er ihr entgegenbringt, ändert ihr Wesen, sie lebt fortan ganz ihrer Liebe. In Armands Abwesenheit erhält sie jedoch den Besuch seines Vaters, der das Opfer ihres Verzichts verlangt. Marguerite stürzt sich wieder in den Trubel des Pariser Lebens. Bei einem Fest findet sie Armand. Er beschimpft sie öffentlich. Durch das seelische Leid ist Marguerites Krankheit in das letzte Stadium eingetreten. Armand, der nun von seinem Vater die Wahrheit erfahren hat, eilt an ihr Lager. Marguerite stirbt in seinen Armen.

Choreographie: Frederick Ashton

Musik: Franz Liszt, arr. Dudley Simpson

Bühne und Kostüme: Cecil Beaton | Licht: John B. Read

Marguerite: Liudmila Konovalova | Nina Poláková | Maria Yakovleva

Armand: Jakob Feyferlik | Robert Gabdullin | Denys Cherevychko

Vater: Vladimir Shishov

Zofe: Franziska Wallner-Hollinek

Herzog: Alexis Forabosco

Dirigent: Valery Ovsyanikov

Wiener Staatsballett

Orchester der Wiener Staatsoper

Reprisen (alternierende Besetzungen): 3., 6., 10. November 2017, 8., 9., 12. Juni 2018

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