WUPPERTALER BÜHNEN: Der CONTAINER öffnet am Donnerstag 20.9.2007

Er steht auf dem Vorplatz des Schauspielhauses, mittlerweile von Wuppertaler Graffity-Künstlern auffällig mit Masken gestaltet: Der CONTAINER, eine neue Plattform für junge Kunst im Tal. Zunächst soll der CONTAINER jeweils Donnerstag, Freitag und Samstag Programm bieten, Programmstart ist 20 Uhr, die CONTAINER-Bar öffnet jeweils 19.30 Uhr. Meistens ist ein Abend davon musikalisch (Bands, DJs etc.), ein Abend lyrisch (PoetrySlam, Lesung), ein Abend szenisch – aber auch andere Kombinationen mit weiteren Kunstformen sind denkbar

Die ersten Abende im CONTAINER:

Do 2o.9. Der große Stapellauf, begleitet von Seemannsliedern und Punkrockweisen von dem 1. Wuppertaler Mädchen – Matrosen - Chor und Szenen aus dem „Traumschiff“ (Jugendclub der Wuppertaler Bühnen unter der Leitung von Markus Höller)

Fr 21.9. Poetry Slam: 2 Runden à 5 Minuten, nur eigene Texte, no tricks, no gimmicks

Anmeldung unter 563 5159 oder theaterpaedagogik@wuppertaler-buehnen.de oder bis 5 Minuten vor Beginn

- zur Zeit wohl die einzige reguläre Location Wuppertals für Poetry Slam!

Sa 22.9. Musik mit Sunny Williams feat. Shelbyville

- Live-Rock mit jungen Wuppertaler Musikern - auch künftig ein regelmäßiger Programmpunkt

Vorschau auf die nächsten Wochenenden:

Do, 27.9., 20.00 Uhr Ein etwas anderer literarischer Abend

Sa 29.9., 20.00 Uhr Livemusik

Do, 4.10., 20.00 Uhr Ein Daniil Charms-Programm mit Daniel Diekhaus und Julia Streich (Kultautor der russischen Absurde, Avantgarde der 1930er!)

Fr, 5.10., 20.00 Uhr Literatur: „Mehr Licht – mehr Halbwissen“ Von und mit Martin Hagemeyer (ein junger Wuppertaler Schriftsteller stellt sich vor)

Sa, 6.10., 20.00 Uhr Livemusik

Jederzeit für Anmeldungen junger KünstlerInnen und Anregungen offen sind die Theaterpädagogen Miriam Rösch und Markus Höller unter:

Tel. 02 02 - 5 63 51 59

oder Mail: theaterpaedagogik@wuppertaler-buehnen.de

Das programmatische "Container-Pamphlet":

* der Container ist vom Begriff und der Idee her zunächst einfach eine leere Kiste

also

* ist der Container nicht einfach eine kleine (Ab)Spielstätte für das „etcetera“ der Wuppertaler Bühnen (literarische Reihen, Foyerprogramm etc.)

also

* wird es kein langfristig geplantes, vom Haus dramaturgisch in sich geschlossenes eigenes Programm für den Container geben

sondern

* Theaterpädagogik/Marketing und Dramaturgie suchen Partner in der Stadt, den Container mit unkonventionellem künstlerischem Leben zu füllen

denn

* Der Container ist im Kern das offene Ohr der Wuppertaler Bühnen hinaus in das, was sich in der Stadt an jungem Theaterleben der Zukunft vorbereitet

* so gesehen ist der Container auch ein Forschungslabor für das Überleben des Stadttheaters in einem veränderten sozialen Umfeld

außerdem

ist der Container von seiner Lage her auch eine Einladung an die „Bewohner“ der Kino- und Clubwelt nebenan, vor oder und nach dem Film in die fremde Bühnenwelt ohne große Schwellen hineinzuschnuppern

zunächst

ist der Container Heimstätte des Theaterjugendclubs: Hier wird geprobt, gechillt und „gelounged“

gedacht

ist der Container auch als Heimstätte für studentische Projekte

aber

der Container ist kein Vereinsheim mit beschränktem Zutritt für Vereinsfremde!

sondern

der Container ist außerhalb von Proben und Veranstaltungen eine Lounge für Alle, in der man aber meistens Theaterleute treffen kann

Also:

der Container ist ein Raum für Laien der Jugend- und Off-Szene, ihre Projekte zu zeigen, ihre Visionen zur Diskussion zu stellen

wobei das Dach stets durch die Theaterpädagogik der Wuppertaler Bühnen gebaut wird: Wer mitmacht, macht dadurch bei einem Projekt der Wuppertaler Bühnen mit!

Mittelfristig sollen so bestimmte Partner-Netzwerke in die bisher vollkommen theaterfremde Jugendkultur hinein gesponnen werden

Eine kurzfristige Mitnahme-Wirkung für das Programm im Schauspielhaus sollte nicht angenommen werden: Es geht hier zunächst um Maßnahmen der Schwellenangst-Senkung in Richtung einer weithin unbekannten Welt...

Weitere Artikel