Übersicht aller Fachbegriffe zum Thema: Berufsbilder

A

  • Abendspielleiter

    In Ergänzung zum Inspizienten, der die technischen Aspekte einer Theatervorstellung überwacht, ist der Abendspielleiter verantwortlich für das Aufrechterhalten der szenischen Qualität der Vorstellung. Er muss dafür sorgen, dass die Darsteller sich an die im Probenprozess erarbeiteten szenischen Vorgänge halten; er muss eventuelle Einspringer in die Inszenierung einweisen und steht sogar (in Notfällen) selbst für erkrankte Darsteller auf der Bühne. Im Regelfall ist der Abendspielleiter derjenige Regieassistent, der die Probenphase des Stückes betreut hat.

    Quelle: Artikel "Abendspielleiter" In: Wikipedia. Die Freie Enzyklopädie. Stand: 27.07.2005

    Version,Autoren.

B

  • Beleuchter

    Beleuchter setzen beim Film Licht. Es gibt Beleuchter, Oberbeleuchter und lichtsetzende Kameraleute. Sie schaffen im Studio oder am Set eine naturgetreue Abbildung der Wirklichkeit mit Licht.

  • Beleuchtungsmeister

    Beleuchtungsmeister sind verantwortlich für die Ausleuchtung einer Inszenierung (z.B. Oper- oder Theateraufführung) in allen zeitlichen Einzelheiten. Sie legen die Platzierung der Scheinwerfer fest, kontrollieren deren richtige Aufstellung/Aufhängung und sind verantwortlich für Pflege und Wartung der Beleuchtungseinrichtungen.

  • Bühnenautor

    Ein Bühnenautor verfasst literarische Werke, "Theaterskripte" beim Schauspiel und "Libretti" beim Musiktheater genannt, die als Grundlage zur Inszenierung von Bühnenwerken dienen.

    Das Theaterskript des Bühnenautors wird meist von dem Dramaturg weiterbearbeitet und dient dem Regisseur als Vorlage. Beim Musiktheater wird der Bühnenautor auch Librettist genannt. Oftmals schreiben Komponisten eigene Libretti zu ihren Kompositionen.

  • Bühnenbildner

    Bühnenbildner sind zuständig für die Gestaltung von Bühnenräumen an Theatern, Schauspiel- und Opernhäusern, sowie teilweise auch bei Filmproduktionen.

    Der Bühnenbildner arbeitet zunächst eng mit dem Regisseur zusammen. Dieser hat in Abstimmung mit der Theaterleitung ein Stück ausgewählt, das er dann mit dem Bühnen- und Kostümbildner und dem Dramaturgen inhaltlich bearbeitet.

    Nach der Textanalyse erstellt der Bühnenbildner Entwürfe. Diese werden als Skizze, Bild etc. vorgestellt und im Regieteam diskutiert. Als Quellmaterial wird oft assoziatives und historisches Material aus Bildbänden o. ä. verwendet. In modernen Regieteams werden zu diesem Zeitpunkt auch schon entsprechende Fachleute mit in die Beratung miteinbezogen (z.B. Lichtgestalter)

    Meist wird im Lauf der Bühnenbildentwicklung auch ein oder mehrere maßstabsgetreue Modelle angefertigt, in dem alle Szenen bzw. Szenenbilder gestellt oder simuliert werden können. Dies ist zur Klärung der Raumkonzepte und der räumlichen Gegebenheiten sinnvoll.

    Zu diesem Zeitpunkt kann es schon zu Präsentationen vor dem Ensemble (Schauspieler, Sänger etc.) und zu Besprechungen mit dem technischem Stab der späteren Aufführungsstätte kommen. Das Regiekonzept sowie die Bühnen- und Kostümentwürfe werden den agierenden Künstlern vorgestellt. Es gibt Diskussionen und unter Umständen Änderungen.

    Ist der Entwurfsprozess beendet, geht es an die Umsetzung.

    Der Bühnenbildner trifft sich mit dem technischen Stab des Theaters und stellt seine Zeichnungen und Modelle vor. Es beginnt ein längerer Prozess der Abstimmung, besonders dann, wenn der Bühnenbildner sich nicht früh genug mit den technischen Gegebenheiten des Hauses vertraut gemacht hat. Vom Bühnenbildner, seinem Assistenten und vom technischen Stab (Technischer Leiter bzw Konstruktionsbüro) werden technische Zeichnungen erstellt, nach denen die Werkstätten die Dekorationsteile herstellen können.

    Um die Originalmaße, den Eindruck und auch die entstehenden Probleme der szenischen Umbauten während der Aufführung vor Ort zu diskutieren, wird eine Bauprobe durchgeführt. Auf der Bühne werden, oft mit alten Dekorationsteilen, die Grundmaße des Entwurfes improvisiert. Proportionen, Farben, Beleuchtung etc. können so 1:1 überprüft, technische Details können geklärt und noch leicht verändert werden.

    Der Bühnenbildner nimmt nötige Änderungen des Entwurfs vor und betreut danach zusammen mit dem Bühnenmeister, dem technischen Leiter (bzw dessen Assistenz), dem Werkstattleiter und seinem eigenen Bühnenbildassistenten den Umsetzungsprozess in den Werkstätten. Inzwischen gibt es speziell ausgebildete Fachkräfte (Ingenieure der Theater- und Veranstaltungstechnik), die die in diesem Zusammenhang auftretenden Probleme technischer und kommunikativer Art zu meistern wissen. Der Bühnenbildner versucht hier natürlich eine möglichst genaue Umsetzung seiner Entwürfe zu erzielen, allerdings muß er die technischen und finanziellen Bedingungen des Theaters berücksichtigen. Bei diesem Prozess müssen sehr viele sehr verschiedene Menschen zur Zusammenarbeit motiviert werden. Der Bühnenbildner muss nun auch Möbel und Requisiten entwerfen, aussuchen und herstellen lassen.

    Sind die Dekorationsteile und Kostüme fertig, werden sie in der technischen Einrichtung auf der Bühne zusammen gesetzt.

    Einige Arbeiten können nur auf der Bühne, zum Beispiel an den Zügen, vorgenommen werden. Hier sieht der Bühnenbildner zum ersten Mal die fertigen Dekorationsteile an ihrem Bestimmungsort.

    Nach der Einrichtung können noch Änderungen vorgenommen werden. Auch hier spielen die finanziellen Mittel, die Werkstattkapazität des Theaters sowie die Güte der Planung und des Vorstellungsvermögens des Bühnenbildners eine wesentliche Rolle.

    Es folgt die Beleuchtungsprobe.

    Der Bühnenbildner hat vorher (alleine oder im besseren Falle mit einem kompetenten Lichtgestalter) ein künstlerisches Beleuchtungskonzept entworfen. Oft dauert es mehrere Tage, bis alle Lichtstimmungen eingeleuchtet sind.

    Der Bühnenbildner benötigt sehr gute Kenntnisse der Beleuchtungstechnik und Farblichtmischung, denn der optische Endruck für den Zuschauer kann damit entscheidend beeinflusst werden. Ein gutes Bühnenbild kann durch eine schlechte Beleuchtung untergehen.

    Anschließend folgen die Bühnenproben in Originaldekoration, zu denen der Bühnenbildner oft anwesend sein muss, da jetzt Feinabstimmungen nötig sind.

    Die Schauspieler müssen den "neuen" Raum erobern und ihn mit Leben füllen. Dies kann für alle Beteiligten ein schöner oder auch ein schmerzhafter Prozess werden. Der Bühnenbildner braucht jetzt vor allem starke Nerven und einen Regisseur, der zu seinem Regiekonzept steht.

    Zu den Hauptproben (meist zwei) sollten alle Dekorationen, Requisiten und Kostüme komplett fertig gestellt sein.

    Diese Proben gehören den Schauspielern, Maskenbildnern, Requisiteuren und Kostümwerkstätten, die mit dem Bühnen- und dem Kostümbildner jetzt alles auf einen reibungslosen Ablauf des Abends einrichten. Bei diesen Proben werden auf allen Ebenen Detailänderungen vorgenommen (Kostüm, Licht, Ausstattung, z.T sogar noch am Text)

    Der Inspizient wird nun zum unsichtbaren Dirigenten der komplexen Bühnenmaschine und ist verantwortlich für den reibungslosen Ablauf aller Ab- und Auftritte. Hier ist Fingerspitzengefühl nötig, um das Konzept der Ausstattung und das Rollenverständnis der Schauspieler zu einer schlüssigen Form zusammen zu führen.

    Am Abend der Premiere herrscht meist eine Mischung aus angespannter Nervosität, Hektik und professionellem Arbeiten. Dem Bühnenbildner bleibt an diesem Tag oft nur noch die die Rolle des Betrachters und/oder psychologischen Betreuers. Traditionellerweise wird er, kurz bevor sich der Vorhang am Premierenabend hebt, drei Mal auf die Bühne spucken.

    Einer der bekanntesten Bühnenbildner des 20. Jahrhunderts war der in Remscheid geborene Teo Otto.

C

  • Choreograf

    Ein Choreograf (auch Choreograph) ist der Autor einer Choreografie.

  • Chorleiter

    Die Chorleitung ist im engen Sinne die musikalische Führung, das Dirigieren eines Chores auf der Bühne bzw. zu Aufführungszwecken. Sie umfasst in aller Regel auch die stimmliche und musikalisch-sängerische Ausbildung der Chorsänger und die musikalische Leitung der Probenarbeit und bei Aufführungen. Hierüber hinaus ist die Chorleitung oft auch personen-identisch mit der formalen Führung einer Gruppe von Chorsängern im Sinne eines Vereins-Vorstands, nicht jedoch zwingend.

    Im allgemeinen Sinn ist die Chorleitung die Führung eines Chores, einer Gemeinschaft von Menschen, die zusammen singen, durch eine eigens hierfür ausgebildete, oder auch lediglich ambitionierte und talentierte Person.

    Oftmals ist ein Chorleiter oder eine Chorleiterin angestellt, d. h. durch den Chor-Vorstand beauftragt und bezahlt, die musikalische Leitung des Chores auszuüben. In einem solchen Fall werden die Ziele und Statuten des Chores oft nicht durch die Chorleitung bestimmt, sondern durch das geschriebene Vereins-Statut und den Chor-Vorstand, dem der Chorleiter als Angestellter rechenschaftspflichtig ist.

D

  • Dramaturg

    Ein Dramaturg (griechisch so viel wie Schauspielmacher) ist ein Mensch, der sich mit der Auswahl und Bearbeitung von dramatischen Texten wie Theaterstücken und Hörspielen beschäftigt.

    Typischerweise arbeitet ein Dramaturg für ein Theater oder die Hörspielredaktion einer Hörfunkanstalt. Er wählt die Stücke (mit) aus, die das Theater auf die Bühne bringt bzw. die Rundfunkanstalt produziert und sendet. Außerdem ist er an der Überarbeitung der Texte beteiligt, bis die Bühnenfassung bzw. das produktionsreife Manuskript steht. Daneben verfasst er häufig Pressetexte, Programmhefte u.ä., muss sich manchmal um die Rechte an Texten kümmern sowie Veranstaltungen organisieren und andere administrative Aufgaben übernehmen.

I

  • Impresario

    Ein Impresario (von italienisch impresa: Unternehmen) war inbesondere im 17., 18. und 19. Jahrhundert der Leiter (unter Umständen auch Besitzer) eines Opernhauses oder Theaters bzw. eines Opern- oder Theaterunternehmens.

    Seine Funktion war vergleichbar mit der des heutigen Intendanten - er war Geschäftsführer und damit zum einen verantwortlich für die finanzielle Lage sowie für die Reputation des Hauses. Einer der bekanntesten Impresarios war der Komponist Georg Friedrich Händel, der in London seine Opern im eigenen Haus aufführte und somit künstlerischer Leiter und Geschäftsführer in Personalunion war. Üblich war eine solche Personalunion allerdings nicht. Oftmals war der Impresario ein Mäzen, der aus eigenem Vermögen nicht wenig Geldmittel beisteuerte.

    Als Impresario wurden auch Künstleragenten oder -manager bezeichnet, insbesondere in den Bereichen Film und (Musik-)Theater, die sich um Engagements kümmern, bis hin zur kompletten Karriereplanung. Die Bezeichnung wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum unüblich, heute ist sie nicht mehr gebräuchlich.

    Im englischen Sprachraum werden freie Theaterproduzenten noch heute als Impresario bezeichnet (z. B. Florenz Ziegfeld Jr., dessen Ziegfeld Follies Anfang des 20. Jahrhunderts große Erfolge am Broadway feierten, oder auch der Musicalkomponist und -produzent Andrew Lloyd Webber).

  • Inspizient

    Der Inspizient ist bei einer Theatervorstellung der Hauptkoordinator. Über sein Inspizientenpult mit Rufanlage ruft er die Darsteller zu ihren Auftritten ein, gibt den Bühnentechnikern Zeichen für Umbauten, den Tontechnikern den Einsatz für Einspielungen und den Beleuchtern die Lichtstände. Er füllt in Zusammenarbeit mit dem Abendspielleiter den Vorstellungsbericht aus, in dem alle außerordentlichen Vorkommnisse verzeichnet werden und ist der Verantwortliche für schwerwiegende Entscheidungen wie Vorstellungsabbrüche oder -unterbrechungen. Meist besitzt er einen Monitor, mit dessen Hilfe er die Bühne aus der Publikumsperspektive überblicken kann.

  • Intendant

    Der Intendant (v. französ.: intendant Aufseher, Verwalter) ist der gesamtverantwortliche Geschäftsführer und künstlerische Leiter einer öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt, eines Festspielhauses, eines Theaters, eines Opernhauses, eines Festivals o. ä.

    Der Intendant verkörpert in der Regel die Verwaltungsspitze seines Hauses und ist somit Dienstvorgesetzter. Gleichzeitig ist er oft auch selbst künstlerisch-inhaltlich aktiv: Intendanten großer Theater und Opernhäuser sind zumeist auch als Regisseur oder musikalischer Leiter aktiv.

    Bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wird der Intendant durch die Wahl des Rundfunkrates bestimmt. Im Bereich Bühne wird der Intendant zumeist von den finanzierenden Kommunen eingesetzt. Hier wird zuweilen die Bezeichnung Intendant durch Ergänzungen zu Generalintendant oder Staatsintendant erweitert, wenn der Kompetenzbereich über ein Bühnenhaus hinausgeht oder sogar die (zumindest ehrenhalber zugedachte) Supervision für ein ganzes Bundesland beinhaltet.

K

  • Kapellmeister

    Der Kapellmeister ist der musikalische Leiter eines Chors oder Orchesters. Der Begriff wird oft als Synonym für Dirigent verwendet und ist besonders im Bereich nicht-klassischer Musik, z.B. in der Blasmusik, gebräuchlich.

    In der modernen Tanzmusik und im Jazz ist die Bezeichnung Bandleader als Leiter einer Big Band üblich.

    An größeren Opernhäusern, die mehrere Dirigenten beschäftigen, ist Kapellmeister eine Stellenbezeichnung. Der erste Kapellmeister ist dabei dem ranghöchsten Dirigenten, dem Generalmusikdirektor, nachgeordnet und nimmt auch dessen Vertretung wahr.

  • Komponist

    Ein Komponist (von lat.: componere = zusammenstellen) ist ein Künstler, der musikalische Werke (Kompositionen) schafft.

    Das Ergebnis des Kompositionsvorganges liegt abschließend in notierter Form (per Hand oder direkt als Notensatz im Computer) vor; andere Fixierungen (Demotape, Aufnahme etc.) sind dabei durchaus möglich.

    Die Musik eines Komponisten wird durch Interpreten (Musiker, Sänger) zum Erklingen gebracht.

    Die Bezeichnung Komponist wird auch unabhängig vom Genre der Musik gebraucht und meint dann eine Person, die etwas künstlerisch gestaltet (zum Beispiel Schachaufgaben komponiert).

    In Deutschland melden sich Komponisten meist bei der GEMA an, die die Urheberrechte von Komponisten treuhänderisch verwaltet, und Tantiemen aus Sendungen und Aufführungen an die Komponisten weiterleitet. Jedes Land hat seine eigene Organisationen (etwa die ASCAP und BMI in den USA oder die AKM in Österreich) zur Verwaltung derartiger Rechte.

    Die Berufsbezeichnung Komponist ist nicht geschützt, auch Autodidakten können sich so nennen. Wenig bekannt ist, dass das Kompositionsstudium an den deutschen Musikhochschulen ein meist 10semestriges künstlerisches Vollstudium erfordert, in dem das umfangreiche Handwerk (dazu gehört unter anderem Musiktheorie, Gehörbildung, Instrumentation, Instrumentalspiel, Aufführungspraxis) erlernt wird. Der zuständige Berufsverband, in dem sich deutsche Komponisten bundesweit und in Regionalgruppen organisieren, ist der Deutsche Komponistenverband, der von Werner Egk gegründet wurde und heute über etwa 1500 Mitglieder besitzt.

  • Kulturmanagement

    Kulturmanagement ist die Organisation und Führung von Kulturprojekten und Kultureinrichtungen.

    In den 19siebziger Jahren wuchs das Bedürfnis bei den Trägern von Projekten, Einrichtungen und Organisationen im Kulturbereich, die Leitung Führungspersonen zu übertragen, die sowohl künstlerische und kulturelle, als auch betriebswirtschaftliche und juristische Kompetenz haben.

    Ende der 80erJahre (1988) gab es bei der Akademie Remscheid eine Vorläufer der heutigen Kulturmanagementausbildungen (Kulturberater). Ab 1989 wurde erstmals eine AFG (jetzt SGB) Fortbildung „Sozial- und Kulturmanagement“ durch das Arbeitsamt in Regensburg, bei Para-SOL e.V. eingerichtet und durchgeführt. Mittlerweile wird Kulturmanagement als Studiengang an zahlreichen Universitäten und Fachhochschulen angeboten. Vorreiter war die Hochschule für Musik und Theater Hamburg, die einen umfassenden Studiengang unterhält. In der Schweiz wurde Kulturmanagement im Jahr 2000 erstmals vom Stapferhaus Lenzburg angeboten. Ein Jahr später folgte die Universität Basel mit einem Nachdiplomstudium. In Österreich bietet das International Centre of Culture & Management ICCM Salzburg seit Mitte der 90er Jahre eine weltweit vernetzte Ausbildung an.

  • Korrepetitor

    Ein Korrepetitor (auch Repetitor oder Solorepetitor) spielt am Klavier den Part des Orchesters, wenn Sänger, Tänzer oder Schauspieler ihre Rollen einstudieren oder Szenen geprobt werden (Oper, Operette, Ballett usw.)

    Zu den Aufgaben von Korrepetitoren gehört das Geben der Einsätze für Solisten oder Chor, das Korrigieren von Fehlern und das Wiederholen schwieriger oder misslungener Passagen beim Einstudieren der Partien. Bei szenischen Proben auf der Bühne nehmen sie Rücksicht auf Unterbrechungen durch den Regisseur und spielen gegebenenfalls auch Stellen zur Verdeutlichung der Regieanweisungen.

    Zugangsvoraussetzung für den Beruf des Korrepetitors ist in der Regel ein abgeschlossenes Studium in Dirigieren oder Chorleitung. Einige Musikhochschulen bieten auch einen speziellen Studiengang "Korrepetition" an.

    Oftmals wird eine Stelle als Korrepetitor an einem Theater auch als Vorstufe oder sogar als Voraussetzung für eine Laufbahn als Kapellmeister und Dirigent betrachtet. Daher werden an vielen (vor allem kleineren) Theatern die Aufgaben des Korrepetitors und des Kapellmeisters in einer Stelle kombiniert.

L

  • Lightdesigner

    Lightdesigner ist die englischsprachige Bezeichnung des Lichtgestalters an der (Theater- und Opern-)Bühne oder in der Architektur. Ein Lichtgestalter bzw. Lightdesigner darf nicht verwechselt werden mit einem Beleuchter oder dem Beleuchtungsmeister. Letztere haben einen eher 'handwerklichen' Hintergrund. In den USA und England gibt es schon seit den 60er Jahren professionelle Lightdesigner. Dort und seit kurzem auch in Europa ist ein Studium des Lightdesigns möglich. In Deutschland setzte sich der künstlerisch-technische Beruf des Lichtgestalters erst relativ spät und zögernd durch.

    Heute ist die Lichtgestaltung ein anerkannter Bestandteil einer Inszenierung.

M

  • Musikdirektor

    Der Musikdirektor (lat. director musices; Abk. MD) war ursprünglich der Titel des leitenden beamteten Musiker einer Stadt in Deutschland und Österreich; so war beispielsweise Johann Sebastian Bach Musikdirektor in Leipzig, Georg Philipp Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach in Hamburg.

    Seit dem 19. Jahrhundert wird der Titel verliehen an die Leiter musikalischer Einrichtungen wie Gesangvereinen. Spezielle Titel sind beispielsweise Städtischer Musikdirektor, Universitätsmusikdirektor und Kirchenmusikdirektor.

    Der Titel wurde in früheren Zeiten verliehen von Fürsten, Herzögen oder Königen, heutzutage dagegen von Kommunalbehörden, Universitäten oder kirchlichen Institutionen.

    In größeren Städten erhält der Musikdirektor häufig den Titel Generalmusikdirektor (Abk. GMD); dieser Titel wurde erstmals 1819 in Berlin für Gaspare Spontini vergeben. Daniel Barenboim ist beispielsweise seit 1992 GMD der Berliner Staatsoper Unter den Linden.

  • Maskenbildner

    Der Maskenbildner ist ein über den Tätigkeitsbereich des Visagisten hinausgehender Beruf im Filmkunst- und Theaterbereich.

    Er ist üblicherweise für das Make-up und die realitätsnahe Verkleidung (im Sinne von sichtbaren Körperteilen und -proportionen - nicht Kleidung) von Schauspielern zuständig, wobei letztere auch den ganzen Körper umfassen kann (Ganzkörpermasken - 'zum Beispiel zur Verkörperung von Fantasiewesen). Seine Tätigkeit wird im Fachjargon auch als 'Maske machen' bezeichnet, sein Arbeitsbereich 'die Maske' genannt.

  • Modist

    Ein Modist oder eine Modistin - auch Putzmacher(in) genannt - ist heutzutage für die letzte Formgebung und den Aufputz eines Hutes zuständig.

    Der Beruf des Modisten war früher umfangreicher; er bezog sich insbesondere in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts auch auf die modische Ausstattung eines Kleides. Aufgrund der zeitaufwändigen und teuren Herstellung der von Schneidern gearbeiteten Kleider wurde ein Kleid von einem Modisten lediglich in seinen modischen Details überarbeitet. Eine bekannte Modistin war Rose Bertin, deren wichtigste Kundin die französische Königin Marie Antoinette war.

P

  • Puppenspieler

    Ein Puppenspieler ist ein Akteur in einem Puppentheater, z.B. jemand, der eine Puppe oder Marionette mit Hilfe von Fäden, Drähten oder den eigenen Händen bewegt. Normalerweise leiht der Puppenspieler der Puppe auch seine Stimme.

R

  • Regieassistent

    Der Regieassistent arbeitet eng mit dem Regisseur bei der Vorbereitung einer Produktion zusammen und hat oft Einfluss auf die künstlerische und technische Umsetzung eines Projektes.

    Zur zeitlichen Abschätzung der benötigten Dreharbeiten ermittelt er anhand des Drehbuches er die Dauer der einzelnen Szenen und die Zeit, die voraussichtlich benötigt wird, um sie zu drehen. Dieser Überblick über den Zeitplan der Dreharbeiten ist für die Produzenten die Grundlage, um das Budget einer Produktion abzuschätzen und eine mögliche Überschreitung gegebenenfalls verhindern zu können.

    Weiterhin wird zu jeder Szene – basierend auf Drehbuchauszügen – vom Regieassistenten eine Übersicht erstellt, welche an der Produktion beteiligten Personen (Schauspieler, Komparsen, Techniker) an bestimmten Drehtagen benötigt werden. Diese Angaben dienen der Erstellung eines Drehplanes (Film) bzw. einer Disposition (Hörspiel).

    Vor dem Beginn der Dreharbeiten sollte sich der Regieassistent zudem einen Überblick über das Angebot an Darstellern für Neben- und Kleinstrollen verschaffen, da die Besetzung dieser Rollen oft zu seinem Aufgabenbereich gehört.

    Während der Dreharbeiten unterliegt es dem Regieassistenten, zusammen mit dem Aufnahmeleiter für die Einhaltung des Drehplans zu sorgen. Es unterliegt auch seiner Verantwortung, die für eine Szene benötigten Schauspieler am Drehort bereit zu halten.

  • Regisseur

    Ein Regisseur (von frz.: régisseur, régir leiten) oder Spielleiter führt Regie und ist damit traditionell neben dem Schauspieler die entscheidende Person im Entstehungsprozess eines Stückes. Als Alternative zur Zentralgewalt des Regisseurs wurden verschiedene Ansätze von (mehr oder weniger) gleichberechtigten Regieteams entwickelt.

    Es gibt den Bühnenregisseur für Theater und Oper, den Filmregisseur für die Filmkunst und den Hörspielregisseur für Hörspiel und künstlerisches Feature.

  • Requisiteur

    Ein Requisit ist ein beweglicher Gegenstand, der zur Ausstattung von Szenen im Theater, in der Oper oder in Film- und Fernsehproduktionen dient.

    Bei einer Theateraufführung bekommen die Zuschauer ein Bühnenbild zu sehen, in dem sich Schauspieler bewegen. Daneben tauchen üblicherweise eine Reihe von beweglichen Gegenständen auf, die den Gesamteindruck komplettieren und als Requisiten bezeichnet werden (Singular: das Requisit). Requisiten können Aschenbecher oder Aktentaschen sein, Blumenvasen, Armreifen, Bilder an den Wänden, Lebensmittel und vieles mehr. Bei historischen Stücken können zu den Requisiten auch Degen, Laternen, eine Königskrone und ähnliches gehören.

    Ein Requisiteur besorgt alles von der Büroklammer bis zum Maschinengewehr, kümmert sich darum, und sollte das Wissen besitzen, wie es in der Geschichte und heute eingesetzt wurde, sowie immer eine gute Idee parat haben.

    Es ist Aufgabe des Requisiteurs, diese Gegenstände zur Verfügung zu stellen. Die Räume, in denen der Requisiteur die Gegenstände aufbewahrt und verwaltet, wird üblicherweise als Requisitenkammer oder als "die Requisite" bezeichnet.

    Nach den Gegenständen, die zum Bühnenbild gehören und nach den Kleidungsstücken für die Schauspieler wird man dagegen eher im Theaterfundus suchen.

S

  • Schauspieler

    Die Kunst des Schauspiels bezeichnet die Tätigkeit eines Schauspielers. Das beinhaltet die Darstellung einer fiktiven Figur oder einer realen Person mit Hilfe von Gestik, Mimik und Sprache, sowie der Darstellung von Situationen mit eben diesen und anderen Mitteln (z. B. Choreographien, chorisches Sprechen). Es berührt sich mit dem Tanz (Bewegung des Körpers im Raum) und dem Gesang (Lautung der menschlichen Stimme), von denen es sich durch die Konzentration auf gesprochene Sprache und die Darstellung typischer sozialer Vorgänge abgrenzt.

  • Schneider

    Schneider bzw. Schneiderin ist ein Beruf der Textilverarbeitung. Die Aufgabe des Schneiders ist, bestimmte Stoffkomponenten zusammenzufügen. Das Arbeitswerkzeug des Schneiders ist seit altersher Nadel und Faden in der Neuzeit auch die Nähmaschine. Heutzutage werden die wichtigen Bestandteile des Schneiderberufs größtenteils von Maschinen übernommen. Deswegen entstanden Berufe wie Modeschneider und Modedesigner.

  • Schreiner

    Tischler stellen neben Möbeln wie Tischen, Stühlen, Schränken und Einbauküchen auch Ladenbauobjekte, Türen und Fenster her. Für den Innenausbau werden Einbaumöbel, Wand- und Deckenverkleidungen hergestellt und vor Ort montiert.

    Das hauptsächlich zur Verarbeitung kommende Material ist das Holz in seinen verschiedenen Ausprägungen (Schnittholz, Furniere). In den letzten Jahrzehnten kamen jedoch immer mehr Holzwerkstoffe (meist in Form von Plattenwerkstoffen) und Kunststoffe hinzu. Der am häufigsten verarbeitete Werkstoff ist die Spanplatte.

    Arbeitet eine Tischlerei für den Messebau, können auch Aluminiumprofilteile zugeschnitten und zusammengefügt werden. Kombiniert mit Plattenwerkstoffen entstehen hieraus zerlegbare Messestände oder Einrichtungsgegenstände im Ladenbau. Kunststoffprofile werden vor allem bei der Fensterherstellung zugeschnitten, zusammengefügt und mit Scharnieren verarbeitet.

    In den 80er- und 90er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts rangierte der Beruf dauerhaft unter den beliebtesten Ausbildungsberufen. Seit etwa 5 Jahren sind die Auszubildendenzahlen bundesweit um nahezu 50 Prozent zurückgegangen. Ursachen liegen zum Einen in den sich verändernden Ausbildungswünschen der Jugendlichen, zum Anderen aber auch in der wirtschaftlich schwierigen Situation der Ausbildungsbetriebe.

    Das einstige Meister-Eder-Image des Berufes beginnt sich mehr und mehr aufzulösen. Tatsächlich haben die bundesdeutschen Schreinereien/Tischlereien nurmehr rund acht Prozent Anteil am Möbelmarkt.

    Neben den veränderten Marktbedingungen und den neu hinzugekommenen Materialien revolutionieren zusehends moderne computergestützte Fertigungstechniken (CNC) das Berufsbild.

  • Souffleur

    Ein Souffleur oder in der weiblichen Form eine Souffleuse bezeichnet im Theater eine Person die während einer Aufführung die Rollen flüsternd mitliest und damit den Schauspielern einsagen kann.

    Der Souffleur steht oder sitzt dabei im Souffleurkasten, der in der Mitte der Bühne unterhalb der Rampe im Theaterboden eingelassen ist. Selbst die Akteure sehen vom Souffleur lediglich die Augen aus dem etwa 25 cm hohen und nur wenig breiten meist hölzernen Kasten. Da der Souffleur nur halblaut spricht oder gar flüstert ist er zwar von den Darstellern, nicht jedoch von den Zuschauern zu verstehen. Da ein langjähriger Souffleur alle Rollen kennt, ist es bereits vorgekommen, dass bei einem kurzfristigen Ausfall eines Schauspielers er dessen Part übernehmen könnte.

    Das Wort selbst kommt aus dem Französischen und bedeutet eigentlich Bläser, Einbläser (zu souffler = blasen). Auch im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet man soufflieren für das Vor- und Einsagen,

T

  • Theaterkritiker

    Theaterkritiker sind meist als Journalisten tätige Kritiker, die vor allem die Neuinszenierungen der ihnen zugänglichen Bühnen für die Presse beobachten und im Feuilleton darüber berichten.

    Vor der Erfindung des Fernsehens waren Theaterkritiker Institutionen, denen auch mehrseitige Zeitungsartikel über Premieren und ihre Folgen erlaubt waren. Häufig wirkten Sie neben Ihrer Kritikerprofession als Schriftsteller, Journalist, Buchhändler, Theaterdirektor oder Regisseur.

  • Tonmeister

    Tonmeister (auch Musikregisseur; engl. Sound Engineer) ist ein Beruf im Spannungsfeld zwischen Kunst und Technik. Bei der Klassischen Tonaufnahme wird der Produzent auch Aufnahmeleiter genannt. Tonmeister benötigen neben technischen Kenntnissen besonders umfassende musikalische Kenntnisse und Fähigkeiten und dienen als Vermittler zwischen künstlerischem Anspruch und technischer Umsetzung von Klang.

    Im Gegensatz zu handwerklichen Meister-Berufen ist die Berufsbezeichnung Tonmeister nicht geschützt. Hingegen ist der akademische Grad Diplom-Tonmeister sehr wohl geschützt.