Übersicht aller Fachbegriffe zum Thema: Ballett

A

  • Akkord

    Ein aus mindestens drei verschiedenen Tönen gleichzeitig gespielter Klang.

  • Attitüde

    Pose mit abgewinkeltem Spielbein

  • Auswärtsdrehung

    Auswärtsdrehung der Beine aus dem Hüftgelenk, wichtig für die Bewegungsfreiheit

  • Air, en l´air

    Luft, in der Luft

  • Allongé

    Verlängert, auch Armposition

  • Adagio

    Italienischer Begriff aus Musik, langsame Bewegung

  • Assoluta ( Primaballerina assoluta)

    Ein Titel für die noch über der Primaballerina rangierende Solotänzerin.

  • Assoluta ( Primaballerina assoluta)

    Ein Titel für die noch über der Primaballerina rangierende Solotänzerin.

  • Assemblé

    (französisch = versammeln)

    Als Assemblé bezeichnet man im Ballett einen Sprung von einem auf beide, üblicherweise in der 5. Position befindlichen, Beine.

  • Arabesque

    (französisch = Ornament im arabischen Stil)

    Eine der Grundhaltungen im akademischen Tanz.

    Das Standbein ist gestreckt und das Spielbein in der Höhe und mindestens 90° nach hinten gestreckt. Arme und Rumpf sind in ihrer Position variabel. Ihren Höhepunkt hatte die Arabesque im Zeitalter des romantischen Balletts als ausdrucksvollste Pose der Sehnsucht nach einer höheren Welt.

  • Alter ego

    (lat. = das andere Ich), Doppelwesen, Spiegelmensch.

  • Arlecchino

    Zu deutsch = Harlekin, französisch = Arle-quin. Hauptfigur der commedia dell'arte = Stegreifkomödie (siehe dort).

B

  • Bühnenwagen

    Auf Rollen gesetzte größere oder kleinere Bühnenflächen, die von Hand oder auch mechanisch verschoben werden können.

  • Bühnenbildner

    Bühnenbildner sind zuständig für die Gestaltung von Bühnenräumen an Theatern, Schauspiel- und Opernhäusern, sowie teilweise auch bei Filmproduktionen.

    Der Bühnenbildner arbeitet zunächst eng mit dem Regisseur zusammen. Dieser hat in Abstimmung mit der Theaterleitung ein Stück ausgewählt, das er dann mit dem Bühnen- und Kostümbildner und dem Dramaturgen inhaltlich bearbeitet.

  • Backup

    Für das Auftreten kritischer Beriessituationen bei einer - Lichtstellanlage wied zur Reserve ien zweites Gerät oder eine Computersoftware bereitgehalten. Beim Eintritt einer Störung kann dann das Ersatzgerät die Funktion übernehmen bzw. die Backup-software eingelesen werden.

  • Black-wrap

    Schwarze Aluminiumfolie, die meist zum Abdecken von - Nebenlicht verwendet wird.

  • Brennstellung

    Lichtwurflampen mit einem - Lilament oder einem - Lichtbogen, welche auf eine optische Achse ausgerichtet sind, haben eine Vorgabe über einen Neigungswinkeleinsatz, horizontal und vertikal. Diese Vorgaben sind den Angaben der Lampenhersteller zu entnehmen.

  • Ballett

    Das Ballett wird allgemein als die klassische Form des Bühnentanzes bezeichnet, wobei die Technik im Laufe der Jahrhunderte immer weiter ausgearbeitet wurde. Da die Schritte erstmals in Frankreich benannt wurden, gilt Französisch als internationale Sprache des Balletts.

    Im Grunde genommen besteht das Ballett aus fünf verschiedenen Fußpositionen, die den Ausgangspunkt fast aller weiteren Figuren bilden. Dabei ist es wichtig, dass alle Körperglieder genau zentriert ausgerichtet sind und so für Leichtigkeit und Stabilität der Bewegungen sorgen. Meist hat eine Ballettaufführung auch eine spezielle Handlung, die für das Stück geschrieben oder aus vorhandenen Quellen, wie Dramen, Opern, usw. entnommen werden kann.

    Bis ins späte 17. Jahrhundert traten im Ballett nur Männer auf; Frauenrollen wurden mit Masken dargestellt. Im Ballett der Barockzeit trugen Tänzer Masken, Perücken, hochhackige Schuhe, Kopfschmuck und knielange Reifröcke. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich der Spitzentanz, bei dem der Tänzer / die Tänzerin einen großen Teil des Stückes nur auf den Zehenspitzen tanzte. Da es zu Beginn noch keine geblockten Spitzenschuhe gab, konnte man sich nur für kurze Zeit auf Zehenspitzen halten. Am Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelte sich eine weitere Form des Balletts, das Romantische Ballett, in dem vor allem die Ballerinen im Zentrum standen.

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Choreographiemethoden, Bühnenbild und auch Kostüme verändert. Heute treten die Tänzer in den verschiedensten Kostümen auf, auch im einfachen Übungsdress, das im Unterricht getragen wird. In den 20er und 30er Jahren entstand der Modern Dance. Auch Gesellschaftstänze und Jazz Dance fanden Eingang in das Ballett. So bietet das heutige Ballett eine enorm große Vielfalt.

  • Ballerina

    (italienisch = Tänzerin) Ein Titel, der an die an der Spitze einer Truppe stehenden Solotänzerin offiziell verliehen wird. Das männliche Gegenstück ist der Ballerino.

  • Ballett d´action

    (französisch = Handlungs - Ballett)

    Ein Ballett, das nach dramaturgischen Gesichtspunkten aufgebaut ist, wobei die Komponenten auf die Darstellung einer dramatischen Handlung abgestimmt sind.

  • Battement

    (französisch = Schlag)

    Bewegungen, in denen das gestreckte Spielbein aus einer geschlossenen Position schleifend und mit sich streckendem Fuß in gerader Linie zur mittleren Höhe einer bestimmten Richtung gehoben wird um dann wieder auf umgekehrtem Weg in die Ausgangsposition zurückgeführt zu werden.

  • Ballet Blanc

    Ballett mit langen weißen Kleidern

  • Ballon

    Sprungkraft bei müheloser Ausführung

  • Ballonné

    Kräftiger Sprung, Landung auf einem Fuß, weiter Fuß sur le cou-dé-pied

  • Battement fondu

    Langsame schmelzende Bewegung

  • Battement frappé

    Schnelle Beinbewegung

  • Battement frappé

    Schnelle Beinbewegung

  • Battement jété

    Wie battement tendu, aber Spielbein in niedriger Höhe über dem Boden

  • Battement tendu

    Bewegung bei der das Spielbein gestreckt über den Boden geführt wird

  • Batterie

    Zusammenschlagen der Beine in der Luft

  • Benesh-Notation

    System zur Aufzeichnung von Balletten

  • Besetzung

    Rollenverteilung

  • Bras

    Hand

  • Bühnenbohrer

    auch Theaterbohrer, Stichbohrer und Theaterschrauben genannt.

    Bühnenbohrer sind Holzschrauben mit Griff aus Holz oder Ringgriff zum provisorischen Befestigen von Dekorationsteilen auf Holzunterlagen (Bühnenböden).

    Stichbohrer haben keine Platte und werden zum fixieren der Teile oft nach dem einschrauben umgebogen.

    Theaterbohrer haben eine Platte, bis zu der diese eingeschraubt werden, um die entsprechenden Teile zu fixieren.

    Theaterbohrer haben eine Platte und einen vierkant statt Griff. Sie werden mit einem Schlüssel, oft im Bühnenhammer integriert, eingeschraubt.

  • Belcanto

    Schöngesang (ital.) mit besonderem Wohllaut und artistischer Beherrschung der Stimme.

  • Bühnenbildner

    Bühnenbildner sind zuständig für die Gestaltung von Bühnenräumen an Theatern, Schauspiel- und Opernhäusern, sowie teilweise auch bei Filmproduktionen.

    Der Bühnenbildner arbeitet zunächst eng mit dem Regisseur zusammen. Dieser hat in Abstimmung mit der Theaterleitung ein Stück ausgewählt, das er dann mit dem Bühnen- und Kostümbildner und dem Dramaturgen inhaltlich bearbeitet.

    Nach der Textanalyse erstellt der Bühnenbildner Entwürfe. Diese werden als Skizze, Bild etc. vorgestellt und im Regieteam diskutiert. Als Quellmaterial wird oft assoziatives und historisches Material aus Bildbänden o. ä. verwendet. In modernen Regieteams werden zu diesem Zeitpunkt auch schon entsprechende Fachleute mit in die Beratung miteinbezogen (z.B. Lichtgestalter)

    Meist wird im Lauf der Bühnenbildentwicklung auch ein oder mehrere maßstabsgetreue Modelle angefertigt, in dem alle Szenen bzw. Szenenbilder gestellt oder simuliert werden können. Dies ist zur Klärung der Raumkonzepte und der räumlichen Gegebenheiten sinnvoll.

    Zu diesem Zeitpunkt kann es schon zu Präsentationen vor dem Ensemble (Schauspieler, Sänger etc.) und zu Besprechungen mit dem technischem Stab der späteren Aufführungsstätte kommen. Das Regiekonzept sowie die Bühnen- und Kostümentwürfe werden den agierenden Künstlern vorgestellt. Es gibt Diskussionen und unter Umständen Änderungen.

    Ist der Entwurfsprozess beendet, geht es an die Umsetzung.

    Der Bühnenbildner trifft sich mit dem technischen Stab des Theaters und stellt seine Zeichnungen und Modelle vor. Es beginnt ein längerer Prozess der Abstimmung, besonders dann, wenn der Bühnenbildner sich nicht früh genug mit den technischen Gegebenheiten des Hauses vertraut gemacht hat. Vom Bühnenbildner, seinem Assistenten und vom technischen Stab (Technischer Leiter bzw Konstruktionsbüro) werden technische Zeichnungen erstellt, nach denen die Werkstätten die Dekorationsteile herstellen können.

    Um die Originalmaße, den Eindruck und auch die entstehenden Probleme der szenischen Umbauten während der Aufführung vor Ort zu diskutieren, wird eine Bauprobe durchgeführt. Auf der Bühne werden, oft mit alten Dekorationsteilen, die Grundmaße des Entwurfes improvisiert. Proportionen, Farben, Beleuchtung etc. können so 1:1 überprüft, technische Details können geklärt und noch leicht verändert werden.

    Der Bühnenbildner nimmt nötige Änderungen des Entwurfs vor und betreut danach zusammen mit dem Bühnenmeister, dem technischen Leiter (bzw dessen Assistenz), dem Werkstattleiter und seinem eigenen Bühnenbildassistenten den Umsetzungsprozess in den Werkstätten. Inzwischen gibt es speziell ausgebildete Fachkräfte (Ingenieure der Theater- und Veranstaltungstechnik), die die in diesem Zusammenhang auftretenden Probleme technischer und kommunikativer Art zu meistern wissen. Der Bühnenbildner versucht hier natürlich eine möglichst genaue Umsetzung seiner Entwürfe zu erzielen, allerdings muß er die technischen und finanziellen Bedingungen des Theaters berücksichtigen. Bei diesem Prozess müssen sehr viele sehr verschiedene Menschen zur Zusammenarbeit motiviert werden. Der Bühnenbildner muss nun auch Möbel und Requisiten entwerfen, aussuchen und herstellen lassen.

    Sind die Dekorationsteile und Kostüme fertig, werden sie in der technischen Einrichtung auf der Bühne zusammen gesetzt.

    Einige Arbeiten können nur auf der Bühne, zum Beispiel an den Zügen, vorgenommen werden. Hier sieht der Bühnenbildner zum ersten Mal die fertigen Dekorationsteile an ihrem Bestimmungsort.

    Nach der Einrichtung können noch Änderungen vorgenommen werden. Auch hier spielen die finanziellen Mittel, die Werkstattkapazität des Theaters sowie die Güte der Planung und des Vorstellungsvermögens des Bühnenbildners eine wesentliche Rolle.

    Es folgt die Beleuchtungsprobe.

    Der Bühnenbildner hat vorher (alleine oder im besseren Falle mit einem kompetenten Lichtgestalter) ein künstlerisches Beleuchtungskonzept entworfen. Oft dauert es mehrere Tage, bis alle Lichtstimmungen eingeleuchtet sind.

    Der Bühnenbildner benötigt sehr gute Kenntnisse der Beleuchtungstechnik und Farblichtmischung, denn der optische Endruck für den Zuschauer kann damit entscheidend beeinflusst werden. Ein gutes Bühnenbild kann durch eine schlechte Beleuchtung untergehen.

    Anschließend folgen die Bühnenproben in Originaldekoration, zu denen der Bühnenbildner oft anwesend sein muss, da jetzt Feinabstimmungen nötig sind.

    Die Schauspieler müssen den "neuen" Raum erobern und ihn mit Leben füllen. Dies kann für alle Beteiligten ein schöner oder auch ein schmerzhafter Prozess werden. Der Bühnenbildner braucht jetzt vor allem starke Nerven und einen Regisseur, der zu seinem Regiekonzept steht.

    Zu den Hauptproben (meist zwei) sollten alle Dekorationen, Requisiten und Kostüme komplett fertig gestellt sein.

    Diese Proben gehören den Schauspielern, Maskenbildnern, Requisiteuren und Kostümwerkstätten, die mit dem Bühnen- und dem Kostümbildner jetzt alles auf einen reibungslosen Ablauf des Abends einrichten. Bei diesen Proben werden auf allen Ebenen Detailänderungen vorgenommen (Kostüm, Licht, Ausstattung, z.T sogar noch am Text)

    Der Inspizient wird nun zum unsichtbaren Dirigenten der komplexen Bühnenmaschine und ist verantwortlich für den reibungslosen Ablauf aller Ab- und Auftritte. Hier ist Fingerspitzengefühl nötig, um das Konzept der Ausstattung und das Rollenverständnis der Schauspieler zu einer schlüssigen Form zusammen zu führen.

    Am Abend der Premiere herrscht meist eine Mischung aus angespannter Nervosität, Hektik und professionellem Arbeiten. Dem Bühnenbildner bleibt an diesem Tag oft nur noch die die Rolle des Betrachters und/oder psychologischen Betreuers. Traditionellerweise wird er, kurz bevor sich der Vorhang am Premierenabend hebt, drei Mal auf die Bühne spucken.

    Einer der bekanntesten Bühnenbildner des 20. Jahrhunderts war der in Remscheid geborene Teo Otto.

  • Ballerina

    (italienisch ballerina = Tänzerin) ist die Bezeichnung für eine Tänzerin bei einem Ensemble.

  • Ballerina

    (italienisch ballerina = Tänzerin) ist die Bezeichnung für eine Tänzerin bei einem Ensemble.

C

  • Commedia dell'arte

    Italienische Volkskomödie, Stegreifkomödie, aus dem Augenblick geborenes Spiel, bei dem lediglich besondere Typen (Masken) und der Grundriß der Handlung feststehen. Das Übrige bleibt der Laune und der Phantasie der Spieler überlassen. Die hauptsächlichen Masken der commedia dell'arte waren: der Arlecchino, die eigentliche Spaßmacher und Narrenfigur, die alles glossiert und heruntermacht, der Pantalone, der geizige, mißtrauische alte Kaufmann, der Dottore, der belesene, gerne mit gelehrten Brocken um sich werfende Rechtsgelehrte aus Bologna, der Capitano, der bramarbasierende Soldat, und (als weibliche Hauptrolle) die Colombine. Doch entwickelten die verschiedenen Landschaften in Italien noch zahlreiche weitere Masken. Die commedia dell'arte, die ihren Ursprung in den Atellanen (Volkslustspielen) der alten Römer hat, übte einen ungeheuren Einfluß auf das europäische Theater aus. Ihre Spuren finden sich ebenso bei Shakespeare wie bei Moliere, bei Goldoni wie im österreichischen Volkstheater.

  • Chaser

    to chase = engl.: jagen, verfolgen. Lauflicheffekt, bei dem einzelne Stromkreise oder Lichtstimmungen automatisch in zyklischer oder zufälliger Reihenfolge ablaufen. Die Abfolge-Geschwindigkeit ist meist regelbar oder kann mit einem externen Musiksignal synchronisiert werden.

  • Cabriole

    (italienisch = Reh)

    Ein Sprungschritt mit gestreckten Beinen, wobei das untere Bein gegen das obere Bein schlägt - somit geht es noch höher, bevor die Landung am früheren Standbein stattfindet.

  • Cachucha

    Andalusischer Tanz im Dreiertakt von mäßig schnellem Tempo, dem Bolero ähnlich, ausgeführt von einer einzelnen Tänzerin mit Kastagnetten. Fanny Elßler wurde damit sehr berühmt und beliebt.

  • Chat, Pas de

    (französisch = Katzenschritt)

    Ein seitwärts ausgeführter kleiner Jeté. Ausgangspunkt ist die 5. Position , wobei sich der rechte Fuß hinten befindet. Der Absprung wird mit dem linken Bein ausgeführt und in der Luft leicht gebeugt. Der Blick des Tänzers geht dabei nach rechts. Das rechte Bein wird mit waagrechtem Oberschenkel nach rechts außen geführt, der Unterschenkel aber zeigt wieder nach innen und zwar so, dass die Zehen beinahe die Ferse des gebeugten linken Fußes berühren. Die Landung geschieht auf dem rechten Fuß, der linke Fuß schließt sofort zur 5. Position auf.

  • Coda

    (italienisch= Schwanz)

    Der abschließende Teil eines Pas de deux.

  • Corps de ballet

    Die Mitglieder der Ballett-Truppe, auch Gruppentänzer genannt - im Gegensatz zu den Solotänzern und -tänzerinnen.

  • Chassè

    Jagen ; Anlaufschritt

  • Changement de pieds

    Gesprungener Wechsel der Füße

  • Charaktertanz

    Tanz in der Tradition von Volkstänzen

  • Choreograf

    Erfinder von Ballettschritten

  • Chorps de ballet

    Gruppentänzer

  • Cou-de-pied

    Hals vom Fuß, Fußposition des Spielbeins

  • Cou-de-pied

    Hals vom Fuß, Fußposition des Spielbeins

  • Croisé

    Gekreuzt, Körperposition leicht vom Zuschauer abgewandt

  • Comédie-ballet

    Mischform aus Schauspiel und Ballett

  • Contraalto

    Tiefste Altstimme.

  • Choreografie (Weitergeleitet von Choreograf)

    Choreografie (griech. "Tanzschrift") war ursprünglich die Notation der Bewegungen des Chores im Griechischen Drama und wurde dann zur Aufzeichnung überhaupt von Tanzbewegungen. Heute versteht man darunter in erster Linie die Komposition und Abfolge von Bewegungen beim Tanz, im erweiterten Sinne auch das Inszenieren von Bewegungsabläufen, beispielsweise bei Kampfsportsequenzen im Film. Jede Choreografie ist ein Kunstwerk und reicht vom kurzen Solo- oder Showtanz bis zur mehrstündigen Inszenierung eines Tanztheaterstückes mit vielen Personen und komplexer Handlung.

    Die schriftliche Aufzeichnung von Tanzbewegungen wird heute als Tanznotation bezeichnet.

    Ein Choreograf ist der kreative Gestalter einer Choreografie. Für das Tanztheater ist er gleichzeitig der Regisseur des Stückes (im Film oder Musical arbeitet er mit anderen zusammen), sucht die Musik dazu aus oder läßt sich von einem Musikwerk inspirieren, wie es John Neumeier sehr oft tut, z.B. von der Dritten Symphonie von Gustav Mahler oder von Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion. Oder der Choreograf arbeitet mit einem Komponisten zusammen, der neue Musik für ein bestimmtes Tanzstück schreibt, z.B. auch Neumeier bei seinem Ballett Odyssee mit dem griechischen Komponisten George Couroupos oder Frederick Ashton mit Hans Werner Henze bei Undine oder Sergei Pawlowitsch Djagilew mit Igor Strawinsky für das Ballett Feuervogel. Die berühmtesten klassischen Ballette aus dem 19. Jahrhundert, die überall immer wieder inszeniert und aufgeführt werden, entstammen der überaus fruchtbaren Zusammenarbeit von Marius Petipa und Tschaikowsky. Dazu gehören Schwanensee, Nußknacker, Dornröschen.

    Der Tanz kann ganz abstrakt, reine Form ohne konkreten Inhalt sein, wie besonders George Balanchine es liebte. Sehr oft hat Tanztheater jedoch einen Inhalt. Der kann ebenfalls die schöpferische Gestaltung des Choreografen sein, wie es beim Ausdruckstanz und Modern Dance sehr oft der Fall ist, oder eine literarische Vorlage haben. Beispiele dafür sind das Musical Kiss me, Kate nach der Shakespeare-Komödie Der Widerspenstigen Zähmung, wozu John Cranko wiederum ein Ballett choreografiert hat, oder My fair Lady nach George Bernard Shaws Theaterstück Pygmaleon, die oben erwähnten Ballette und viele andere.

    Seit dem 20. Jahrhundert gibt es auch sehr viele bedeutende Choreografinnen wie z.B. Pina Bausch, denn der Moderne Tanz wurde hauptsächlich durch Frauen zu der vielfältigen, reichen Kunstform, die er am Anfang des 21. Jahrhunderts ist. Es entstehen neue Formen und Namen, z.B. nennt Johann Kresnik seine Stücke Choreographisches Theater.

    Quelle: Artikel "Choreografie"
    In:
    Wikipedia - Die Freie Enzyklopädie.
    Stand: 09.10.2005 Autoren des Artikel.

D

  • Danseur, Danseuse

    (französisch = Tänzer und Tänzerin)

    Kann mit Adjektiven wie Danseur caractère (Charaktertänzer) oder Danseur noble (Tänzer einer Prinzenrolle) verbunden werden.

  • Demi-caractère

    (französisch = Halbcharakter)

    Eine Art von Tanz im Ballett, die für einen bestimmten Typ oder eine Rolle charakteristische Bewegungen verwendet.

  • Dimmerkurve

    Die Helligkeit von Lichtquellen ist nicht linear im Gegensatz zur Ansteuerung eines Dimmers; daher muß eine Korrekturkurve (die sog. Dimmerkurve) helfen, diese Linearität wiederherzustellen. Bei geräten die konstanten Strom benötigen, gibt es eine sogenannte Schaltkennlinie, die gewährleistet, das entweder maximale oder gar keine Ansteuerung erfolgt

  • Drop-Arm

    Stahrohr-Verlängerung, die es ermöglicht, die Höhe von Scheinwerfern zu variieren

  • Danseur-premier

    Erster Tänzer, Solist

  • Dégagé

    Befreit, ähnlich battement tendu

  • Demie-plie

    Halbe Kniebeuge

  • Demie-pointe

    Halbe Spitze

  • Derriére

    Nach hinten

  • Dessous

    Unter

  • Dessus

    Über

  • Devant

    Nach vorne

  • Développé

    Entfalten, langsames Erheben des Spielbeins in große Höhe

  • Divertissement

    Teil eines Handlungsballetts

  • Diatonik

    Tonsystem, in dem die Oktave in eine bestimmte Abfolge von fünf Ganz- und zwei Halbtönen unterteilt ist. Die sich daraus ergebenen Tonreihen (Skalen) , wie Dur-, Moll- und Kirchentonarten bilden die Grundlage der europäischen Musik.

  • Dramma giocoso

    siehe Opera buffa

  • Duett

    Gesangsstück für zwei Solostimmen mit instrumentaler Begleitung.

E

  • Ensemble

    (französisch: miteinander, zugleich) die gesamte Schauspielertruppe beim Theater.

  • EVG

    Abkürzung für elektronisches Vorschaltgerät

  • Ecarté

    (französisch = abgelegen, entfernt)

    Eine Körperposition, die schräg zum Zuschauer gerichtet ist, wobei sich das vordere Bein näher beim Publikum befindet. Positionen, die sich auf das Verhältnis vom Tänzer-Körper und Publikum beziehen, sind zum Beispiel de face, croisé und effacé.

  • Elevation

    (französisch = Erhebung)

    Die Fähigkeit des Tänzers in die Luft zu springen und sich in der Luft zu bewegen. Die Elevation ist als Sprungkraft vom Ballon eines Tänzers zu unterscheiden, der ihn befähigt, kurz in der Luft zu bleiben.

  • Entrechat

    (französisch= Kreuzsprung)

    Im Ballett ein senkrechter Sprung aus der 5. Position mit gestreckten Füßen. Die Füße werden mehrfach in der Luft gekreuzt - gelandet wird wieder in der 5. Position.

  • Epaulement

    (französisch = schultern, Gewehr anlegen)

    Die korrekte Schulterhaltung im Ballett.

  • Equilibre

    (französisch = Gleichgewicht)

    Die Fähigkeit Balance oder eine Pose zu halten.

  • Exercice

    (französisch = Übung)

    Im Ballett das jeden Tag stattfindende Training, nicht zu verwechseln mit dem Englischen Exercise für alle Bewegungsübungen.

  • Echappé

    Geflüchtet ; Sprung aus einer geschlossenen Position in eine offene gelandet

  • Effacé

    Körperposition leicht vom Zuschauer weggedreht

  • Elévation

    Sprungvermögen

  • En arriére

    Rückwärts

  • En avant

    Vorwärts

  • En croix

    Im Kreuz

  • En dedans

    Über außen

  • En dehors

    Über innen

  • En face

    Blick direkt nach vorne

  • En tournant

    Drehend

  • Enchaînement

    Verbundene Schrittfolge

F

  • Fronleichnamsspiel

    aus spätmittelalterlichen Fronleichnamsprozessionen hervorgegangene Abart des geistlichen Dramas. Siehe auch Calderons »autos sacramentales«.

  • Farbe

    Physikalische Definition: Licht mit Wellenlängen im sichtbaren Bereich von ca. 400 bis ca. 700 nm.

  • Farbwiedergabe

    Die Bewertung der Wiedergabe einer Farbe bezieht sich immer auf die Lichtart, in welcher die Farbe beurteilt wird. Alle Materialier haben eine Körperfarbe, eine eigene Farbgebung. Ein blauer Stoff wir z.B. als blau empfunden, da die blaue Körperfarbe nur die blauen Anteile der Lichtstrahlen der benützten Leuchtquelle reflektiert. Die andersfarbigen Lichtstrahlen werden von dem blauen Stoff absorbiert.

  • Frostfilter

    - Diffusionsfilter

  • Fünf Positionen im akademischen Ballett

    In der 1. Position bilden beide vollkommen auswärts gedrehten Füße eine ununterbrochene gerade Linie – die Fersen stoßen hier aneinander.

    In der 2. Position bilden beide Füße ebenfalls eine gerade Linie – mit einem Schrittabstand zwischen beiden Fersen.

    In der 3. Position stehen beide Füße parallel und in entgegengesetzte Richtung zeigend hintereinander – die Ferse des hinteren Fußes schmiegt sich dabei in die mittlere Höhlung des Vorderfußes.

    Die 4. Position ist wie die 2. Position eine offene Position, wobei beide Füße parallel und in entgegengesetzte Richtung zeigend hintereinander stehen, mit einem Abstand von etwa einem Schritt.

    In der 5. Position stehen beide Füße parallel und in entgegengesetzte Richtungen zeigend exakt hintereinander, wobei die Spitzen und Fersen der beiden Füße einander berühren.

  • Fouetté

    (französisch = peitschen)

    Ein peitschend - rotierende Bewegung des Spielbeins aus dem Knie.

  • Farandole

    Provenzalischer Kolonnentanz im 6/8 Takt

  • Fermé

    Geschlossen

  • Fondu

    Schmelzend

  • Fouetté en tournant

    Pirouettenart

  • Frappé

    Getroffen

G

  • Grand Jeté

    (französisch)

    Ein großer Sprung, wobei das Bein bis zu einem Winkel von 180° herausgeschleudert wird (Spagat); ähnlich einer Flugbewegung.

  • Grand Pas

    Die Nummernfolge im Ballett, bestehend aus:

    1. Entrée für Ballerina

    2. Premier danseur (ein männlicher Solist an der Spitze einer Kompanie) oder Première danseuse (ein weiblicher Solist an der Spitze der Kompanie)

    3. Corps de Ballett: die Mitglieder der Balletttruppe treten gemeinsam auf, Gruppentänzer

    4. Adagio: der Mittelteil des klassischen Balletts

    5. Einzelne Variationen

    6. Coda: Der abschließende Teil eines mehrteiligen Gruppentanzes oder Folgen von Soli oder Pas de deux (dramatisch akzentuierte Szene).

  • Gavotte

    Alter französicher Tanz

  • Glissade

    Gleitschritt, oft Sprungvorbereitung

  • Grand allegro

    Große Sprünge

  • Grand battement

    Schnelle schwungvolle große Beinhebung

  • Grand battement

    Schnelle schwungvolle große Beinhebung

  • Grand plié

    Tiefe Kniebeuge

  • Grand(e)

    Groß

  • Grand opéra

    Dramatisch, tragische Oper, aufwendig inszeniert und ausgestattet.

H

  • Handpuppe

    Häufig im Kasperltheater verwendete Figur, meist mit einer Hand spielbare Puppe, bei der der Kopf auf einem Finger steckt und die Finger die Hände der Figur spielen.

  • Halbwertswinkel

    Lichtstärkenverteilung beieinem Lichtwurftsystem oder einer Lampe.

  • Halbsolist

    Tänzer, der kleinere Solorollen übernimmt

  • Handlungsballett

    Ballett, das eine Handlung oder Idee in Tanz umsetzt

I

  • Interface

    Schnittstelle für die Zusammenschaltung von elektronischen Geräten und um sie ggf. aneinander anzupassen

  • IP-Schutzarten

    Für die Bestimmung der Schutzart eines Gerätes gibt es bestimmte, festgelegte Parameter. Die Bestimmung der Schutzart erfolgt für zwei Größen, nämlich für das Eindringen fester Körper - auch als Berührungsschutz gedacht - (dargestellt durch die erste Ziffer: IP XX) und das Eindringen von Wasser (dargestellt durch die zweite Ziffer: IP XX

  • Impressario

    Kaufmännischer und/oder künstlerischer Leiter eines nicht staatlich subventionierten, sondern privaten Opernhauses oder eines Opernensembles.

  • Intermezzo

    Instrumentales oder vokales Zwischenspiel zwischen zwei Akten oder Szenen in der Oper. (Beispiel: Intermezzo in Cavalleria Rusticana).

J

  • Jeté oder Pas Jeté

    (französisch = werfen)

    Bezeichnet im Ballett einen Sprung von einem Fuß auf den anderen. Davon abgeleitet der Grand jeté als großer Sprung nach vorn.

  • Jeté oder Pas Jeté

    (französisch = werfen)

    Bezeichnet im Ballett einen Sprung von einem Fuß auf den anderen. Davon abgeleitet der Grand jeté als großer Sprung nach vorn.

  • Jambe

    Bein

  • Jazztanz

    Tanzform aus Amerika

  • Jeté ,grand

    Sprung, „Spagat in der Luft“

  • Jeté ,petit

    Geworfen, Sprung von einem Bein auf das andere, ungeschliffen

K

  • Konzert

    Musikstück, in dem mehrere Stimmen oder Instrumente einzeln oder in der Gruppe abwechseln.

  • Kabarett

    Kabarett (franz. cabaret = eine in Fächer eingeteilte Speiseschüssel) ist eine Bezeichnung für eine kleine Bühne und die dort gebotene Form des Theaters, früher auch für Schenke oder Wirtshaus.

    Im sog. "Nummernkabarett" wird durch Conférencen eine lose Folge von Sketchen, Liedern, Parodien und Schmähreden verbunden. Diese Form wurde in Österreich u.a von Josef Hader zu einer zwanglosen poetischen Erzählung weiterentwickelt. Jewgenij Grischkowez hat in Russland zu einer ähnlichen Art der Darstellung gefunden, die sich allerdings vom Theater ableitet.

  • Kothurn

    (griech. kothornos),Bezeichnung für die überhöhten Schuhe / Stiefel, die von den Schauspielern der antiken Tragödie getragen wurden, um die Gestalten des Dramas auch körperlich groß und über das menschliche Maß hinausragend erscheinen zu lassen.

  • Kaltlichtspiegel

    Spiegelschicht, die bei Reflektorlampen direkt am Reflektor oder auf einen Kugelspiegel hinter der Lampe aufgetragen ist. Diese Interferenzschichten lassen Infrarote Strahlung durch und reflektieren nur das kürzerwellige Licht. Durch eine solche Beschichtung kann die Wärmebelastung im reflektierten Licht um bis zu 75% reduziert werden.

  • Kondensor

    Linsenkombination in einem Diaprojektor.

  • Klassisches Ballett

    Taditionelle Stilrichtung beim Ballett

L

  • Laienspiel

    ein Theaterstück, in dem Leute spielen, die nicht von Beruf Schauspieler sind.

  • Lustspiel

    häufig gleichbedeutend mit Komödie, will aber nicht kritisch Unzulänglichkeiten aufdecken, sondern versöhnlich stimmen; reines Lachen und Heiterkeit als Ziel

    Beispiel: Lessing, „Minna von Barnhelm"

  • Librettist

    Librettist ist ein Verfasser eines Librettos. Er kann dafür einen eigenen Handlungsverlauf zu einer Geschichte entwickeln oder einen vorhandenen Stoff bearbeiten. Einige Librettisten erreichen mit ihren Texten eine eigenständige literarische Qualität.

M

  • Monolog

    Selbstgespräch einer Figur, Gegensatz: Dialog (Wechselrede)

    kann verschiedene Funktionen übernehmen, z.B. als „epischer Monolog": Beschreibung nicht dargestellter oder darstellbarer Sachverhalte „lyrischer Monolog": Selbstoffenbarung „Reflexionsmonolog": Kommentar der Figur „Konfliktmonolog": Verdeutlichung des inneren Entscheidungskonfliktes

  • Metrik

    (griech. metrike techne), Lehre von den Versmaßen.

  • Molybdän

    Schwermetall mit Schmelzpunkt bei 2617°C. Neben Wolfram der klassische Einschmelzwerkstoff für die Zuführung von Strom in hochwertigen und hochbelasteten Lampen mit Betriebstemperaturen von ca. 300°C.

  • Multicore

    Mehraderleitung mit Mehrfachsteckverbindung nach DIN 15568-8, die für eine schnelle und sichere elektrische Verbindung zwischen Schweinwerfer und Versatzanschlüssen bzw. Verstärkerkoffern verwendet wird.

  • Manège

    (französisch = Reitbahn, Karussell)

    Schnelle tänzerische Bewegungen in Kreisform um die Bühnenmitte.

  • Modern Dance

    Amerikanische Bezeichnung für den spezifischen amerikanischen Bühnentanz.

    Entstand im Zweikampf gegen das akademisch-klassische Ballett.

  • Matinée

    Vormittagsvorstellung

  • Madrigal

    Muttersprachliche Gesangsgattung in Strophenform mit zumeist weltlichen Inhalten, die besonders in Italien zwischen 1520 und 1650 sehr beliebt war.

  • Melismatik

    Eine Reihe von Tönen, die auf einer einzigen Textsilbe gesungen werden. Melismatik bezeichnet auch die melodische Verzierung von Gesangsstücken - wie z.B. die Koloratur.

N

  • Notation

    Symbolhafte Aufzeichnung von Bewegungen

  • Nebelfluid

    Die Erzeugung von Bühnennebel oder optisch aktivem Dunst erfolgt mit Nebelmaschinen, die Nebelfluid verdampfen. Nebelfluid besteht aus destiliertem oder demineralisiertem Wasser und Glykolverbindungen in veränderlichen Mengenverhältnissen. Je mehr Glykolverbindungen dem Nebelfluid zugesetzt werden, desto dichter und langsam auflösender ist der entstehende Bühnennebel. Beim Verdampfen des Nebelfluides fungieren die Glykolmoleküle als Kristallisationskeime für die verdampften Wassertröpfchen, d. h., der Entstehungsmechanismus folgt der Nebelfluid in der Natur, wenn auch bei höheren Temperauren.

O

  • Oratorium

    ein großes, vielfach abendfüllendes Gesangswerk, meist für Soli, Chor und Orchester. Der entscheidende Unterschied zur Oper ist das Oratorium auf Bühnendarstellung verzichtet.

  • Obermaschinerie

    So nennt man denjenigen Teil der Bühnenmaschinerie, der oberhalb der Spielfläche liegt. Dazu gehört der Schnür- oder Rollenboden mit allen auf oder über ihm angebrachten Antriebsmaschinen sowie den an ihm hängenden maschinellen Einrichtungen wie Arbeitsgalerien, Beleuchterbrücken, Rundhorizontanlagen, Flugwerken und Zügen. Den Bereich, in welchem diese Anlagen untergebracht sind, nennt man Oberbühne.

  • Opernhaus

    Ein Opernhaus ist ein Gebäude für Musiktheater, in dem vor allem Opern, Operetten und Ballett aufgeführt werden.

    In der Regel handelt es sich um ein geschlossenes Gebäude (Ausnahme: Arena di Verona), das über eine große Bühne mit aufwändiger Bühnenmaschenerie, einen Orchestergraben und einen Zuschauerraum mit einer oder mehreren Ebenen (übereinander oder mit Logen), verfügt.

    Im weiteren Sinn werden zu einem Opernhaus auch das Ensemble (Gesangs-Solisten, Chor, Ballett, Orchester, Statisten) sowie die künstlerische Leitung (Intendanten, Dirigenten, Regisseure, Abendspielleiter, Inspizient) gezählt. Hinzu kommen kaufmännische Verwaltung, Garderobe und Werkstätten (z.B. für Bühnenbild).

    Opernhäuser kann man anhand verschiedener Kriterien klassifizieren.

    Meist ist aber bei "Großen Opernhäusern" die künstlerische Bedeutung (international) gemeint.

    Diese künstlerische Bedeutung kommt meist durch Kritiken in Fachzeitschriften ( in D. z.B. Opernwelt, Opernglas, Musiktheater) zustande.

  • Optische Strahlung

    Optische Strahlen liegen außerhalb des sichtbaren Lichts, Ultraviolette Strahlen unterhalb von 380 nm, Infrarote Strahlen oberhalb 700 nm. Sie werden nochmals differenziert in:

    ULTRAVIOLETTE STRAHLEN (UV):

    UV-C 100-280 nm

    UV-B 280-315 nm

    UV-A 315-380 nm

    INFRAROTE STRAHLEN (IR)

    IR-A 780 nm-1,4 micro-m

    IR-B 1,4 micro-m -3 micro-m

    IR-C 3 micro-m - 1 microm

  • Offset-Arm

    Auslegearm zum Anbringen an Stativen oder Ähnlichem

  • Open End

    Mit Gaze bespannter U-Bügel

  • Ouvert

    Offen

P

  • Parabolscheinwerfer

    Niedervoltscheinwerfer mit einem Parabolspiegel.

  • Phasenabschnitt

    Das Prinzip funktioniert ähnlich wie das des Phasenanschnitts. Allerdings wird hier der Ausgang beim Nulldurchgang eingeschaltet und beim gewünschten Phasenwinkel wieder abgeschaltet. Durch Mischen von Phasenanschnitt- und Phasenabschnittgeräten kann eine von den Elektrizitäts-Versorgungsunternehmen angestrebte Verringerung der Oberwellenbelastung des Versorgungsnetzes erreicht werden. Im Gegensatz zu Phasenanschnittgeräten sind dabei Thyristoren nicht verwendbar, weil diese im stromführenden Zustand nicht abgeschaltet werden können. Auch das Kommen von induktiven Lasten (z.B. Leuchtstofflampen) ist schwieriger, weil die Induktivität im stromführenden Zustand abgeschaltet werden muss.

  • Polfilter

    Kurzform für Polarisationsfilter, der Lichtstrahlen in einer Richtung ausfiltert.

  • Primärfarben

    Farben, die für eine Additive Farbmischung benötigt werden. Orangerot, Grün, Violettblau.

  • Pantomime

    (griechisch = alles nachahmend)

    Karl – Günther Simon definiert die Pantomime als ,,Das Spiel des bewusst bewegten Körpers´´. Das Ballett hat eine eigene Sprache der Pantomime entwickelt, deren Gesten und Bedeutung genau fixiert sind. Die Pantomime kommt u.a. in den Balletten Giselle, Schwanensee, Dornröschen und Nussknacker vor und dient dazu konkrete dramatische Inhalte zu vermitteln.

  • Pirouette

    (französisch = im Kreis drehen)

    Eine rasche Drehung auf einem Fuß, wobei die Spitze des Spielbeins an das Knie des Standbeins angelehnt ist. Die Drehung kann nach innen oder nach außen erfolgen.

  • Plié

    (französisch = beugen)

    Kniebeuge, wobei die Knie eine Linie mit den eine Gerade bildenden Füßen bilden. Jedes Balletttraining beginnt mit einigen pliés, um eine Lockerung der Muskeln und Sehnen und Stärkung des Gleichgewichts zu gewährleisten.

  • Poisson

    (französisch = Fisch)

    Er erinnert daran, wie ein Fisch in einem hohen Sprung aus dem Wasser springt. Ein hoher Weitsprung mit gestreckten und geschlossenen Beinen. Der Körper gleicht einem gespannten Bogen.

  • Port de bras

    (französisch = Haltung der Arme)

    Entsprechend den unterschiedlichen Positionen der Füße gibt es dazu passende Armhaltungen.

  • Primaballerina

    Primaballerina ist die Bezeichnung für die an der Spitze einer Kompanie stehenden Tänzerin im Ballett. Die männliche Form lautet: „Primoballerino“.

  • Phase

    positiver Leiter eines stromführenden Systems

  • Pas

    Tanzschritt

  • Pas couru

    Laufender Schritt, schnell, klein

  • Pas de bourée

    Übergangsschritt, das Gewicht wird mehrmals von einem Fuß auf den anderen verlagert

  • Pas de chat

    Sprungschritt, der eine Katze imitiert

  • Pas de chat

    Sprungschritt, der eine Katze imitiert

  • Pas de deux

    Paartanz mit fester GliederungA) Entree B) Duett C) und D) Soli E) Coda

  • Penché

    Lehnend

  • Petit allegro

    Kleine Sprünge

  • Petit battement

    Kleine Schläge mit dem Fuß

  • Petit(e)

    Klein

  • Pied

    Fuß

  • Préparation

    Vorbereitung

  • piano, pianissimo

    (ital.: leise, sanft) Angabe, daß ein Musikstück leise und sanft gespielt werden soll.

  • Prolog

    Szenisches Vorspiel

R

  • Relevé

    (französisch = aufrichten)

    Im Ballett das Sich-Erheben vom flachen Fuß auf die halbe oder volle Spitze.

  • Rond de jambe

    (französisch = Kreisen des Beines)

    Vom Spielbein mit der Spitze am Boden ausgeführter Halbkreis, in dem das Bein gestreckt vorwärts, zur Seite und wieder zurück in die 1. Position geführt wird.

  • Repertoir

    Bestehende Werke, die von einer Balletttruppe aufgeführt werden können

  • Retiré

    Zurückgezogen

  • Réverence

    Verbeugung

  • Romantisches Ballett

    Stilrichtung, erste Hälfte 19. jahrhundert

  • Romantisches Ballett

    Stilrichtung, erste Hälfte 19. jahrhundert

  • Requisiteur

    Ein Requisit ist ein beweglicher Gegenstand, der zur Ausstattung von Szenen im Theater, in der Oper oder in Film- und Fernsehproduktionen dient.

    Bei einer Theateraufführung bekommen die Zuschauer ein Bühnenbild zu sehen, in dem sich Schauspieler bewegen. Daneben tauchen üblicherweise eine Reihe von beweglichen Gegenständen auf, die den Gesamteindruck komplettieren und als Requisiten bezeichnet werden (Singular: das Requisit). Requisiten können Aschenbecher oder Aktentaschen sein, Blumenvasen, Armreifen, Bilder an den Wänden, Lebensmittel und vieles mehr. Bei historischen Stücken können zu den Requisiten auch Degen, Laternen, eine Königskrone und ähnliches gehören.

    Ein Requisiteur besorgt alles von der Büroklammer bis zum Maschinengewehr, kümmert sich darum, und sollte das Wissen besitzen, wie es in der Geschichte und heute eingesetzt wurde, sowie immer eine gute Idee parat haben.

    Es ist Aufgabe des Requisiteurs, diese Gegenstände zur Verfügung zu stellen. Die Räume, in denen der Requisiteur die Gegenstände aufbewahrt und verwaltet, wird üblicherweise als Requisitenkammer oder als "die Requisite" bezeichnet.

    Nach den Gegenständen, die zum Bühnenbild gehören und nach den Kleidungsstücken für die Schauspieler wird man dagegen eher im Theaterfundus suchen.

S

  • Stegreifkomödie

    im späten Mittelalter in Italien entstanden. Siehe auch »Commedia dell'arte«.

  • Spotmeter

    Belichtungsmesser mit einem Lichtmesswinkel.

  • Soubresaut

    (französisch = plötzlicher Sprung)

    Ein senkrechter Sprung aus der 5. Position, wobei der Sprung mit beiden Beinen erfolgt. Die Knie und die Zehen werden so gestreckt, dass das hintere Bein vom vorderen Bein ganz verdeckt wird. Der Sprung endet in der 5. Position.

  • Sauté

    Sprung von zwei Beinen auf zwei Beine

  • Simple

    Leicht, einfach

  • Sissonne

    Sprung von zwei Beinen auf ein Bein

  • Solist(in)

    Tänzer, der alleine auftritt

  • Solist(in)

    Tänzer, der alleine auftritt

  • Soutenu

    Ausgehalten, andauern

  • Spitzenschuh

    Spezieller Tanzschuh mit versteifter Spitze

  • Stange

    Waagrechte Holzstange im Ballettsaal für den ersten Teil des Trainings benützt

  • Stepptanz

    Tanzstil aus Nordamerika mit Metallplättchen an den Schuhsohlen

  • Sur les pointes

    Auf der Spitze

  • Sur place

    Am Platz

  • Sonate

    Meist mehrsätzige, zyklische Instrumentalkomposition für Soloinstrumentalisten oder kleine Ensembles.

  • Stimmlage

    Tonhöhenumfang einer Stimme. Im klassischen Gesang unterschieden in: Sopran, Mezzosopran, Alt, Tenor, Bariton und Baß.

  • Souffleur

    Ein Souffleur oder in der weiblichen Form eine Souffleuse bezeichnet im Theater eine Person die während einer Aufführung die Rollen flüsternd mitliest und damit den Schauspielern einsagen kann.

    Der Souffleur steht oder sitzt dabei im Souffleurkasten, der in der Mitte der Bühne unterhalb der Rampe im Theaterboden eingelassen ist. Selbst die Akteure sehen vom Souffleur lediglich die Augen aus dem etwa 25 cm hohen und nur wenig breiten meist hölzernen Kasten. Da der Souffleur nur halblaut spricht oder gar flüstert ist er zwar von den Darstellern, nicht jedoch von den Zuschauern zu verstehen. Da ein langjähriger Souffleur alle Rollen kennt, ist es bereits vorgekommen, dass bei einem kurzfristigen Ausfall eines Schauspielers er dessen Part übernehmen könnte.

    Das Wort selbst kommt aus dem Französischen und bedeutet eigentlich Bläser, Einbläser (zu souffler = blasen). Auch im allgemeinen Sprachgebrauch verwendet man soufflieren für das Vor- und Einsagen,

T

  • Tritagonist

    (griech. tritagonis-tes), dritter Schauspieler in der antiken Tragödie.

  • Top Light

    Engl.: Oberlicht

  • Trippel header

    Engl.: >Dreifach-Köpfer<. Auslegearm, meist mit drei Buchsen von 28 mm oder wahlweise mit drei 16-mm-Zapfen sowie einem Mittelzapfen, für die Montage auf einem Stativ.

  • Tableau

    (französisch)

    Eine in sich geschlossene Tanzszene im Ballett.

  • Terpsichore

    (altgriechisch = die Tanzfrohe)

    Sie ist eine der neun Musen der griechischen Mythologie und zuständig für den Tanz.

  • Tour en l´air

    (französisch = Drehung in der Luft)

    Während eines Senkrechtsprungs muss sich der männliche Tänzer in der Luft einmal oder mehrfach um seine eigene Achse drehen.

  • Tutu

    (französisch = Ballett-Röckchen)

    Der Tutu besteht aus mehreren Schichten Tüll, manchmal auch aus Seide oder Nylon. Er ist die Standartbekleidung im romantischen Ballett. Die meisten Tutus reichen bis zum Unterschenkel. Der moderne Tutu zeigt das ganze Bein der Tänzerin.

  • Traversensitz für Verfolger

    In einem Taversensystem montierter Sitz für eine Person die einen Verfolger bedient

  • Temps levé

    Sprung auf einem Bein

  • Temps lié

    Abfolge fließender Bewegungen

  • Tendu

    Gestreckt

  • Tour

    Drehung

  • Trikot

    Trainingskleidung der Tänzer

  • Terzett

    Gesangsstück mit drei Solostimmen oder auch dreiköpfige Gesangsgruppe.

  • Tonalität

    Bezugssystem von Tönen eines harmonischen und melodischen Ablaufs auf einen zentralen Grundton, die Tonika, z.B. auf den Grundton C und seinen Dur- oder Molldreiklang. Tonalität bezeichnet auch im weiteren Sinne die Bezogenheit des gesamten harmonischen Ablaufs eines ganzen Musikstücks auf eine Grundtonart. Der Begriff gilt nur für die harmonische Musik seit 1600 und schließt die Möglichkeit der Modulation in fremde Tonarten ein. Die Übersteigerung der chromatischen Modulationsmöglichkeiten nach Richard Wagner führte zur Auflösung des traditionellen Tonalitätsbegriffs, zur polytonalen und schließlich zur Entstehung der atonalen Musik.

U

  • Überschlag

    Unerwünschte elektrische Entladung über eine Luftstrecke an einem elektrischen Gerät. Sie wird hervorgerufen durch eine zu hohe Spannung (Überspannung) oder einen Fehler im Gerät. Je nach Art des Überschlags können das Gerät oder seine Umgebung beschädigt oder zerstört werden (Brandgefahr). Im Gegensatz dazu findet ein Durchschlag im Inneren eines Bauteils des Gerätes durch eine Isolierung statt. Die Ursachen und Wirkungen sind jedoch die gleichen.

  • Ultraviolettes Glas

    Schwarzglas, welches nur die Ultraviolette Strahlung durchlässt. Es wird zur Anregung von fluoreszierenden Materialien verwendet (Fluoreszenz).

  • Überspannung

    Spannung, die dievon einem Gerät vorgesehene Betreibsspannung überschreitet.

V

  • Verdunklungsblende

    Mechanische Verdunklung für Entladungslampen, die nichts 0% zu regeln sind.

  • Valse

    Französische Bezeichnung für den Walzer.

  • Variation

    Jede nicht besonders spezifizierte Solotanznummer.

  • Vorspiel

    Handlungsouvertüre

  • Vorspiel

    Handlungsouvertüre

  • Vaudeville

    Populäres Musiktheater, daß sich aus der französischen Stehgreifkomödie entwickelt hat. In den Opern gipfelt das sogenannte Vaudeville-Finale in der Verkündung der Moral von der Geschichte, in dem sich das Ensemble ans Publikum wendet.

  • Volksoper

    Populäres Operstück mit volkstümlichen Elementen (Tänze, Kostüme), bzw. Bezeichnung für Opernhäuser, die im Gegensatz zu Staats- oder Hofopern ein volksnahes Repertoire anbieten.

W

  • Wall o´Light

    Engl.: Lichtwall. Ein Leuchtstofflampenkasten mit hohem Wirkungsgrad. Er besteht aus insgesamt 10 Lampen von je 120 cm Länge,

  • Weißer Akt

    Ballett blanc ist ein in weißen Tutus getanzter Akt (z.B. Schwanensee; 2.Akt).

  • Weißer Akt

    Ballett blanc ist ein in weißen Tutus getanzter Akt (z.B. Schwanensee; 2.Akt).

Z

  • Zeitgenössischer Tanz

    Moderne Tanzrichtung, die nicht so strenge Regeln aufweist wie das klassische Ballett

  • Zeitoper

    Opernstück mit zeitgenössischem Inhalt - im Gegensatz zu mythologischen oder historischen Stoffen.