Übersicht aller Fachbegriffe zum Thema: Oper

A

  • Akkord

    Ein aus mindestens drei verschiedenen Tönen gleichzeitig gespielter Klang.

  • Accompagnato

    Orchesterbegleitetes Rezitativ im Gegensatz zum nur vom Cembalo untermalten secco-Rezitativ.

  • Accentus

    abgeleitet von lat. "ad cantus" = "Zugesang" (in Anlehnung an griech. "prosodia" = "Anpassung von Silben und Tonhöhen"): liturgischer Solo-Sprechgesang in römischer und frühevangelisch-(lutherischer)Tradition (im Gegensatz zum Concentus, dem Choralgesang der Gemeinde)

  • Accompagnement

    Accompagnement, meist adjektivisch mit der italienischen Bezeichnung "accompagnato = "begleitet") verwendet, bedeutet "mit (Orchester-) Begleitung", vgl. "rezitativo accompagnato".

  • a cappella

    (a capella) Chorsatz ohne Instrumentalbegleitung. Diese Bezeichnung gilt für jedes ausschließlich für Singstimmen komponierte Musikstück.

  • Allegro

    (ital.: heiter, ausgelassen) Die Vortragsweise eines Musikstückes soll heiter und ausgelassen sein. In der klassischen Symphonie ist der erste Satz oft ein Allegro.

  • Alt / Altus

    Stimmlage zwischen Tenor und Sopran von f bis f''

  • Arie

    Sologesangsstück mit Instrumentalbegleitung

  • Arioso

    Melodienreiches Rezitativ, oder auch eine kurze Arie

  • Atonalität

    Gleichstellung von Konsonanzen und Dissonanzen, um die traditionelle Harmonie in Dur/ Moll zu durchbrechen.

  • Azione

    (ital.: musikalische Handlung) Musikalische Komposition mit einer Handlungsschiene für Gesang und Instrumentalbegleitung.

B

  • Bänkelgesang

    Lieder der fahrenden Sänger des 17. bis 19. Jahrhunderts aus bekannten Melodien und meistens mit aktuellen Texten, die Ereignisse und Schauergeschichten erzählten. Der Sänger stand bei seinem Vortrag zumeist auf einer kleinen Bank auf Märkten und Plätzen - daher stammt diese Bezeichnung.

  • Bariton

    Mittlere männliche Stimmlage von g bis g'

  • Bariton-Martin

    Tenoral gefärbter Bariton, benannt nach dem Sänger Jean-Blaise Martin von der Opéra Comique.

  • Baß

    Tiefste Männerstimmlage von E bis e', einige wenige erreichen sogar das tiefe C.

  • Baßbariton

    Baßstimme mit gut entwickelter Höhe im Gegensatz zum "schwarzen Baß" , der eine besonders tiefe Stimmeinfärbung hat.

  • Basso continuo

    Stilelement der Barockmusik zwischen 17. und 19. Jh., bei dem nur die Baßnoten angegeben sind. Die Mittelstimmen werden improvisiert.

  • Belcanto

    Schöngesang (ital.) mit besonderem Wohllaut und artistischer Beherrschung der Stimme.

  • Buffo

    Auf komische Rollen abonnierter Sänger (Tenor oder Baßbuffo)

C

  • Cabaletta

    (ital. "cobola", Strophe). Kurzarie mit einer rhythmischen Steigerung.

  • Canzone

    Lyrisches Gesangs- oder Instrumentalstück

  • Capriccio

    Unorthodoxe musikalische Komposition mit überraschenden Ideen und größerer formeller Freiheit.

  • Chanson

    Lyrisches Lied, gesungene Poesie. Im Mittelalter französisches Minnelied. Heute wird die Tradition des Chanson hauptsächlich in Frankreich gepflegt, dabei stehen politische, gefühlvolle oder komische Inhalte im Vordergrund.

  • Chromatik

    Benutzung von nicht zur Grundtonart gehörigen Halbtonschrittten

  • Concertato

    Große Opernszene, in der zumeist im Finale eines Aktes oder der gesamten Oper mehrere Hauptfiguren und eventuell auch der Chor zusammenwirken.

  • Contraalto

    Tiefste Altstimme.

  • Contratenor

    Tiefste Tenorstimme.

  • Couleur locale

    Musikalische Schilderung eines Ortes oder des Lokalkolorits.

  • Countertenor

    Männliche Altstimme

  • Couplet

    Mehrstrophiges Gesangsstück in der Operette

D

  • Diatonik

    Tonsystem, in dem die Oktave in eine bestimmte Abfolge von fünf Ganz- und zwei Halbtönen unterteilt ist. Die sich daraus ergebenen Tonreihen (Skalen) , wie Dur-, Moll- und Kirchentonarten bilden die Grundlage der europäischen Musik.

  • Dissonanz

    Unharmonischer Klang mehrerer Töne, die dadurch eine Spannung in der Komposition auslösen.

  • Divertissement

    Gesangs- und Tanzeinlagen in französischen Schauspielen und Opern.

  • Dramma giocoso

    siehe Opera buffa

  • Dramma per musica

    siehe Opera seria

  • Duett

    Gesangsstück für zwei Solostimmen mit instrumentaler Begleitung.

  • Dur

    Dur und Moll - Tongeschlechter, die mit einem Grundton, die Tonart des Musikstückes festlegen, (z.B. C-Dur). Durtonarten haben eine klare, strahlende Grundstimmung.

F

  • Falsett

    Hohe Männerstimme - Kopfstimme, mit der auch Männer Alt- oder sogar Sopranlagen singen können./ Falstettstimme

  • Fanfare

    Kurze signalartige musikalische Phrase, deren Melodie von Blechblasinstrumenten getragen wird. Bekannte Fanfaren sind beispielsweise in den Opern Aida und Fidelio zu hören.

  • Favola in musia

    Frühe italienische Opern

  • forte, fortissimo, fortefortissimo

    (ital.stark, sehr stark, äußerst stark) Angabe der Lautstärke, in der ein Musikstück gespielt werden soll.

  • Fuge

    Der Fugensatz, nach strengen Regeln polyphon komponiert, war in der Zeit von 1650 bis 1750 besonders beliebt. Dabei kommen ein oder mehrere Themen in den verschiedenen Stimmen nacheinander wiederholt vor.

G

  • Generalbaß

    siehe Basso continuo

  • Gigue

    Lebhafter Tanz, der in Irland und Schottland seinen Ursprung hat. Mit zumeist ungeradem Takt war die Gigue im Barockzeitalter auch als Suitensatz sehr beliebt.

  • Grand opéra

    Dramatisch, tragische Oper, aufwendig inszeniert und ausgestattet.

H

  • Harmonie

    Zusammenklang von Tönen und Folge von Akkorden nach bestimmten Regeln. Als Hamoniemusik bezeichnet man auch die Musik von Holzbläsern (Oboen, Klarinetten, Fagotte) und Hörnern wie sie insbesondere zur Zeit Mozarts beliebt war.

I

  • Impressario

    Kaufmännischer und/oder künstlerischer Leiter eines nicht staatlich subventionierten, sondern privaten Opernhauses oder eines Opernensembles.

  • Intermezzo

    Instrumentales oder vokales Zwischenspiel zwischen zwei Akten oder Szenen in der Oper. (Beispiel: Intermezzo in Cavalleria Rusticana).

  • Intervall

    Tonhöhenunterschied zweier Töne, die zur gleichen Zeit oder nacheinander erklingen. Die kleinsten sind die Halbton-Intervalle (z.B. c-cis), auch kleine Sekunde genannt, dann folgt der Ganztonschritt (z.B. c-d), auch große Sekunde genannt. Die kleine Terz, bestehend aus drei Halbtonschritten und charakteristisch für die Molltonleiter sowie die große Terz, bestehend aus zwei Ganztonschritten waren besonders in der Romantik sehr beliebte kompositorische Stilelemente. Weitere Intervalle innerhalb einer Oktave sind die Quarte, Quinte, Sexte, Septime und Oktave. Aber es gibt auch Intervalle die über eine Oktave hinausgehen.

  • Intonation

    Einstimmen der Stimme oder eines Instruments auf die vorgegebene Tonhöhe des zu interpretierenden Werkes.

K

  • Kadenz

    Feste Akkordfolge als Schlußpunkt eines Orchestersatzes oder einer Arie (z.B. Koloratur).

  • Kastrat / Kastraten

    Sänger, die bereits im Kindesalter kastriert wurden, um ihren Stimmbruch zu vermeiden. Besonders in Italien und Spanien wurde die Kastration zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert praktiziert. In den vorwiegend katholischen Ländern waren Frauenstimmen für die Kirchemusik nicht zugelassen, so daß die höheren Stimmen fehlten. Die erwachsenen Kastraten erreichten durch ihr größeres Stimmvolumen, dank ihres Resonanzkörpers eine enorme Strahlkraft und Virtuosität. Doch mehr noch als in der Kirchenmusik begann mit dem Aufschwung der Oper für die Kastraten eine Blütezeit der Erfolge. Einzig das französische Publikum lehnte Kastraten ab. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Natürlichkeit wieder mehr gefragt und Kastraten fanden bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nur noch Beschäftigung in den päpstlichen Kapelle.

  • Kavatine

    Lyrisches, liedhaftes, einfaches Sologesangsstück mit Begleitung in den Opern und Oratorien des 18. und 19. Jahrhunderts.

  • Koloratur

    Gesangsverzierung, vorwiegend bei Sopranpartien, die große stimmliche Virtuosität erfordern, angewendet, mit Trillern, Sprüngen und Akkordbrechungen sowie schnellen Läufen.

  • Kontrapunkt

    Polyphone Schreibweise nach den Regeln des sogenannten strengen Satzes, wobei die Stimmen melodisch selbständig und häufig in Gegenbewegung zueinander geführt werden.

  • Komponist

    Ein Komponist (von lat.: componere = zusammenstellen) ist ein Künstler, der musikalische Werke (Kompositionen) schafft.

    Das Ergebnis des Kompositionsvorganges liegt abschließend in notierter Form (per Hand oder direkt als Notensatz im Computer) vor; andere Fixierungen (Demotape, Aufnahme etc.) sind dabei durchaus möglich.

    Die Musik eines Komponisten wird durch Interpreten (Musiker, Sänger) zum Erklingen gebracht.

    Die Bezeichnung Komponist wird auch unabhängig vom Genre der Musik gebraucht und meint dann eine Person, die etwas künstlerisch gestaltet (zum Beispiel Schachaufgaben komponiert).

    In Deutschland melden sich Komponisten meist bei der GEMA an, die die Urheberrechte von Komponisten treuhänderisch verwaltet, und Tantiemen aus Sendungen und Aufführungen an die Komponisten weiterleitet. Jedes Land hat seine eigene Organisationen (etwa die ASCAP und BMI in den USA oder die AKM in Österreich) zur Verwaltung derartiger Rechte.

    Die Berufsbezeichnung Komponist ist nicht geschützt, auch Autodidakten können sich so nennen. Wenig bekannt ist, dass das Kompositionsstudium an den deutschen Musikhochschulen ein meist 10semestriges künstlerisches Vollstudium erfordert, in dem das umfangreiche Handwerk (dazu gehört unter anderem Musiktheorie, Gehörbildung, Instrumentation, Instrumentalspiel, Aufführungspraxis) erlernt wird. Der zuständige Berufsverband, in dem sich deutsche Komponisten bundesweit und in Regionalgruppen organisieren, ist der Deutsche Komponistenverband, der von Werner Egk gegründet wurde und heute über etwa 1500 Mitglieder besitzt.

    Quelle: Artikel "Komponist"
    In:
    Wikipedia - Die Freie Enzyklopädie.
    Stand: 09.10.2005 Autoren des Artikel.

L

  • Lamento

    Klagemusikstück in getragenem Tempo aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit starker emotionaler Wirkung.

  • Largo

    (ital. "breit") bedeutet die Anweisung, Musikstücke in einem sehr langsamen Tempo vorzutragen. Es bezeichnet ebenfalls ein Musikstück mit getragenem Charakter, wie z.B. das berühmte Largo aus Händels Oper Xerxes.

  • larghetto

    Das berühmte Largo aus Händels Oper Xerxes.ist eigentlich als "larghetto" überschrieben. Das bedeutet, daß es statt getragen, doch etwas lebendiger vorgetragen werden soll.

  • Legato

    Die Töne müssen beim Legato zusammenhängend gespielt, bzw. gesungen werden, d.h. ohne Luft zwischen den einzelnen Tönen zu holen.

  • Libretto

    Textbuch für szenische Musikwerke. Berühmte Librettisten waren u.a. Eugène Scribe, Arrigo Boito und Hugo von Hofmannsthal.

  • Lieto fine

    Glückliches Ende bei der italienischen Oper des 17. und 18. Jahrhunderts.

M

  • Madrigal

    Muttersprachliche Gesangsgattung in Strophenform mit zumeist weltlichen Inhalten, die besonders in Italien zwischen 1520 und 1650 sehr beliebt war.

  • Maestro

    (frz. "maître", hier: Meister der Musik) Inoffizielle und ehrerbietende Bezeichnung für Dirigenten, Komponisten und Musikprofessoren.

  • Melismatik

    Eine Reihe von Tönen, die auf einer einzigen Textsilbe gesungen werden. Melismatik bezeichnet auch die melodische Verzierung von Gesangsstücken - wie z.B. die Koloratur.

  • Melodram

    Bühnengattung, bei der das gesprochene Wort von Musik untermalt wird. Viele Opern, besonders deutsche Singspiele beinhalten melodramatische Szenen. Beispiele dafür sind die Wolfsschluchtszene im Freischütz und die Kerkerszene im Fidelio.

  • Menuett

    Höfischer französischer Tanz, der ein wichtiger Bestandteil der Suite, des Divertimentos und klassischer Instrumentalformen wie der Symphonie, dem Streichquartett und der Sonate.

  • Messa di voce

    An- und Abschwellen der Stimme als wesentliches Gestaltungsmittel des Belcanto

  • Metrik

    Lehre von der durch Takte geordneten rhythmischen Abfolge und Akzentuierung der Töne. Seit dem 17. Jahrhundert legt der Komponist zu Beginn des kompositorischen Abschnittes durch ein Zahlenverhältnis (z.B. 3/4 oder 6/8) die Ordnung der Zählzeiten innerhalb eines Taktes fest.

  • Mezzavoce

    Mit halber Stimme singen.

  • Mezzosopran

    Mittlere weibliche Stimmlage von a bis a'. Man differenziert Koloratur-Mezzosopran, dramatischen Mezzosopran und lyrischen Mezzosopran - je nach Kraft, Stärke, Virtuosität, Stimmakrobatik und Stimmfärbung.

  • Modulation

    Übergang zwischen den Tonarten durch eine Umdeutung von Akkorden, die beiden Tonarten gleich sind. In der Oper hat die Modulation zumeist eine dramatische Funktion.

  • Moll

    Moll und Dur - Tongeschlechter, die mit einem Grundton, die Tonart des Musikstückes festlegen, (z.B. a-Moll). Molltonarten haben eine weiche, melancholische Grundstimmung.

  • Monodie

    Mit Generalbaß begleiteter deklamatorischer Sologesang um 16.00. Durch die Monodie dachte man, die Aufführungspraxis des antiken griechischen Dramas wieder aufleben lassen zu können. Die monodische Singweise unterstreicht den Seelenzustand der Rolle sowie den poetischen Inhalt des Textes.

  • Motette

    Chorstück, meist a capella und vorwiegend mit geistlichem lateinischen Text.

  • Musette

    Französischer Dudelsack aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

  • Musikdrama

    Bezeichnung der Reformopern Richard Wagners und seiner deutschen und italienischen Nachfolger - im Gegensatz zum Begriff "musikalisches Drama", bei dem alle Opernwerke gemeint sind.

O

  • Oktave

    siehe Intervall

  • Oper

    Von 1600 bis 1900 führende europäische, musikalisch-dramatische Bühnengattung. Die Oper entstand als eine höchst stilisierte und verfeinerte Ausdrucksform der aristokratischen Hofkultur und der bürgerlichen Lebenskultur.

  • Opera buffa

    talienische Operngattung des 18. und 19. Jahrhunderts, die aus der Stegreifkomödie (Commedia dell'arte) entstand. Ein gutes Beispiel für eine Opera buffa ist der Barbier von Sevilla.

  • Opéra comique

    Französische Operngattung, die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstand und zum Vorbild für das deutsche Singspiel wurde.

  • Opera semiseria

    Italienische Operngattung des 18. und 19. Jahrhunderts, die aus einer Mischung ernster und komischer musikdramatischer Elemente besteht.

  • Opera seria

    a Italienische Operngattung, die sich aus verschiedenen Stilelementen und mit vorwiegend griechisch-mythologischen Inhalten gegen Ende des 17. Jahrhunderts entwickelte.

  • Oratorium

    Werk für Solostimmen, Chor und Orchester mit vorwiegend religiöser Thematik.

  • Ostinato

    Kurzes, ständig sich wiederholendes musikalisches Motiv. Häufig trägt der Baß dieses Motiv vor, während sich die anderen Stimmen darüber frei entfalten können.

  • Ouvertüre

    Instrumentale Einleitung für Bühnen- und Orchesterwerke, die aus der höfischen Tradition entstand, für den König eine Einzugsmusik vor der eigentlichen musikalischen Aufführung zu spielen.

P

  • Parlando

    Flüssig vorgetragener Gesang, der die alltägliche Sprechweise imitiert.

  • Partitur

    Übersichtlich angeordnete Niederschrift der Noten und Spielanweisungen aller an einer Komposition beteiligten Stimmen und Instrumente.

  • Passacaglia

    Variationssatz über einem fortlaufend wiederholten (Baß-)Motiv.

  • Pasticcio

    Zusammenstellung von Musikstücken verschiedener Herkunft zu einem neuen Werk.

  • Pastorale

    Komposition oder Dichtung, die das Leben der Hirten oder auf dem Land idealisiert.

  • Pavane

    Langsamer Schreittanz, der im 16. und 17. Jahrhundert populär war.

  • piano, pianissimo

    (ital.: leise, sanft) Angabe, daß ein Musikstück leise und sanft gespielt werden soll.

  • Polyphonie

    Musikalische Mehrstimmigkeit, in der die einzelnen Stimmen rhythmisch und melodisch selbständig sind. In der der Oper entfaltet sich die Polyphonie am besten in großen Ensembleszenen. Mozart und Verdi sind die bedeutendsten Komponisten polyphoner Szenen.

  • Primaballerina

    Weibliche Hauptrolle im Ballett, die Solotänzerin.

  • Primadonna

    Weibliche Hauptrolle in der Oper des 17. bis 19. Jahrhunderts - zumeist für Sopranpartien vorgesehen. Im allgemeinen Sprachgebrauch auch abwertende Charakterisierung für launische und schwierige Künstlerpersönlichkeiten.

  • Prolog

    Szenisches Vorspiel

Q

  • Quartett

    Gesangsstück für vier Solostimmen mit instrumentaler Begleitung.

  • Quintett

    Gesangsstück für fünf Solostimmen mit instrumentaler Begleitung.

R

  • Rappresentazione sacra

    Geistliches Schauspiel mit Musik.

  • Register

    Die für die unterschiedlichen Resonanzbereiche charakteristische Färbung der Stimme. Die wichtigsten Bestandteile des Timbres einer Stimme sind Kopf- und Brustregister. Dazu kommen in de den hohen Lagen noch das Falsett (bei Männern) und das Pfeifregister (bei hohen Sopranen). Bei der klassischen Gesangsausbildung wird der Erwerb der stimmlichen Fähigkeit angestrebt, einen mühelosen Übergang von einem zum anderen Register vollziehen zu können und alle Register in einer ausgewogenen Mischung anzubieten.

  • Rezitativ

    Solistischer Sprechgesang, meist instrumental von Genralbaßinstrumenten und/oder Cembalo begleitet. Das Rezitativ entwickelte sich aus der Monodie.

  • Ritornell

    Instrumentales Zwischenspiel oder mehrfach wiederkehrende musikalische Episode.

  • Romanze

    Einfaches, oft sentimentales Strophenlied französischer Tradition.

  • Rondo

    Komposition aus einem wiederkehrenden Thema und diversen Zwischenspielen - wie ein Refrain. Zumeist bei rein instrumentalen Werken, später aber auch in der Oper etabliert, wie z.B. das "Rondo vom goldenen Kalb" aus der Oper Margarethe.

S

  • Satz

    Musikalischer geschlossener Abschnitt eines größeren musikalischen Werkes, wie einer Symphonie, Sonate oder Suite.

  • Scherzo

    Schneller, dreiteiliger Satz einer mehrteiligen Komposition im Dreiviertel- oder Dreiachteltakt.

  • Scrittura

    Szenario einer Opernhandlung im 17. und 18. Jahrhundert, aus der das Libretto entwickelt wurde.

  • Semi opera

    Englische Operngattung im 17. Jahrhundert mit einer gesprochenen Haupthandlung, Lied- und Tanzeinlagen. Besonders Henry Purcell war ein bedeutender Vertreter der Semi-Opera (King Arthur, The Fairy Queen)

  • Serielle Musik

    Auf der Reihentechnik fußende Musik, die außer den Reihentönen auch Parameter wie Tondauer, Klangfarbe, Dynamik etc. festlegt und daraus musikalische Abläufe konstruiert.

  • Sextett

    Gesangsstück für sechs Solostimmen mit instrumentaler Begleitung.

  • Solo

    Hervorgehobenes Musikstück oder musikalische Passage, die ein Musiker/eine Musikerin allein oder begleitet vorträgt.

  • Sonate

    Meist mehrsätzige, zyklische Instrumentalkomposition für Soloinstrumentalisten oder kleine Ensembles.

  • Song

    Seit Bertold Brecht und Kurt Weill bezeichnet der Song (engl. für Ballade, Lied) auch deutschsprachige Gesangsstücke wie in der Dreigroschenoper oder Mahagonny.

  • Sopran

    Hohe weibliche Stimmlage von h bis h'. Die besten Sopranistinnen erreichen Spitzentöne bis f'''. Man differenziert Koloratursopran, dramatischen Sopran und lyrischen Sopran - je nach Kraft, Stärke, Virtuosität, Stimmakrobatik und Stimmfärbung.

  • Soubrette

    Auf komische Rollen abonnierte Sängerin (im Alt auch Spielaltistin genannt).

  • Suite

    Mehrsätziges Instrumentalstück aus einer Folge von Tanzstücken gegensätzlicher Art und Bewegung, aber gleicher Tonart.

  • Staccato

    Die Töne müssen deutlich voneinander getrennt vorgetragen werden.

  • Stimmlage

    Tonhöhenumfang einer Stimme. Im klassischen Gesang unterschieden in: Sopran, Mezzosopran, Alt, Tenor, Bariton und Baß.

T

  • Tenor

    Hohe männliche Stimmlage von H bis h', nicht alle erreichen das sogenannte hohe C. Man unterscheidet den sogenannten lyrischen Tenor mit einer besonders zarten und geschmeidigen Stimme mit klarer Höhe und den tieferen, dafür kräftigeren Heldentenor.

  • Terz

    siehe Intervall

  • Terzett

    Gesangsstück mit drei Solostimmen oder auch dreiköpfige Gesangsgruppe.

  • Timbre

    Klangfarbe einer Gesangsstimme

  • Toccata

    Formal nicht festgelegtes, oft akkordisch im Wechsel mit stark bewegten schnellen Passagen komponiertes Musikstück.

  • Tonalität

    Bezugssystem von Tönen eines harmonischen und melodischen Ablaufs auf einen zentralen Grundton, die Tonika, z.B. auf den Grundton C und seinen Dur- oder Molldreiklang. Tonalität bezeichnet auch im weiteren Sinne die Bezogenheit des gesamten harmonischen Ablaufs eines ganzen Musikstücks auf eine Grundtonart. Der Begriff gilt nur für die harmonische Musik seit 1600 und schließt die Möglichkeit der Modulation in fremde Tonarten ein. Die Übersteigerung der chromatischen Modulationsmöglichkeiten nach Richard Wagner führte zur Auflösung des traditionellen Tonalitätsbegriffs, zur polytonalen und schließlich zur Entstehung der atonalen Musik.

  • Tonart

    Bestimmung des Grundtons und des Aufbaus der Tonleiter, die einem Musikstück zugrunde liegen.

  • Tonsatz

    Mehrstimmige Komposition/ Musikstück.

  • Tragédie lyrique

    Von Jean-Baptiste Lully entwickelte Gattung der französischen, höfischen Barockoper im 17. und 18. Jahrhundert mit vorwiegend mythologischen Inhalten. Sie besteht aus einem Prolog und fünf Akten mit deklamatorischen Monologen, kurzen Arien ("airs") und Duetten sowie pantomimischen Einlagen und Tänzen.

  • Tremolo

    Schnelle Wiederholung von Tönen auf der gleichen Tonhöhe oder im Oktavabstand. Das Tremolo verleiht der Musik einen stürmischen, unruhigen Charakter. Im Gesang bezeichnet Tremolo Intensitätsschwankungen beim Vortrag eines Tons.

  • Triller

    Verzierung eines Tons durch den raschen mehrmaligen Wechsel zwischen dem Hauptton und dem darüber liegenden Ton.

  • Tantieme (Weitergeleitet von Tantiemen)

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U

  • Unisono

    Gleichzeitiges Spiel desselben Tons oder musikalischen Abschnitts durch mehrere Musiker.

V

  • Valse triste

    Instrumentales Werk im langsamen Dreivierteltakt, der eine melancholische Stimmung übermittelt.

  • Vaudeville

    Populäres Musiktheater, daß sich aus der französischen Stehgreifkomödie entwickelt hat. In den Opern gipfelt das sogenannte Vaudeville-Finale in der Verkündung der Moral von der Geschichte, in dem sich das Ensemble ans Publikum wendet.

  • Verismus

    (ital. "vero", wahr) Italienische Operngattung zwischen 1890 und 1910, die vom Naturalismus beeinflußt, sozialkritische und milieutypische Inhalte musikalisch und in einer Opernhandlung umsetzt.

  • Volksoper

    Populäres Operstück mit volkstümlichen Elementen (Tänze, Kostüme), bzw. Bezeichnung für Opernhäuser, die im Gegensatz zu Staats- oder Hofopern ein volksnahes Repertoire anbieten.

  • Vorspiel

    Musikalische Einleitung einer Oper, die thematisch bereits direkt auf den ersten Akt verweist. Die Ouvertüre hingegen ist im Vergleich dazu eine eigenständig abgeschlossene Komposition.

Z

  • Zeitoper

    Opernstück mit zeitgenössischem Inhalt - im Gegensatz zu mythologischen oder historischen Stoffen.