Deutsche Erstaufführung der Oper YVONNE, PRINCESSE DE BOURGOGNE von Philippe Boesmans, Oldenburgisches Staatstheater

Premiere Sa 25. März 2017 um 19.30 Uhr im Großen Haus. -----Prinz Philippe ist vom Hofleben angeödet. Die Damenwelt in seiner Umgebung langweilt ihn nur noch. Da taucht plötzlich Yvonne auf. Sie verweigert sich sämtlichen Konventionen und Männerphantasien und erregt genau dadurch das Interesse des Prinzen.
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Und zwar so sehr, dass er sie – sei es aus Trotz gegen die höfische Etikette, als Befreiungsschlag gegen ein übermächtiges Elternhaus oder einfach zur Belebung seines eingeschlafenen Gefühlslebens – auf der Stelle um ihre Hand bittet! Was als Laune des Prinzen beginnt, hat ebenso ungeahnte wie gewaltige Folgen: Konfrontiert mit Yvonnes Defekten, erkennt der Hof seine eigenen Schwächen. Aggressionen brechen aus und erschüttern das System in seinen Grundfesten. Am Ende steht für den Hofstaat nur noch eines fest: Der Störfaktor Yvonne muss ausgeschaltet werden!

Als frühes Gelegenheitsstück 1935 entstanden, wurde Witold Gombrowiczs Schauspiel bald zu einem der wichtigsten Werke des Autors.

In enger künstlerischer Zusammenarbeit mit seinem Librettisten Luc Bondy bringt der belgische Komponist Philippe Boesmans, der lange Jahre als Composer in Residence für das Opernhaus La Monnaie in Brüssel tätig war, das Stück kongenial auf die Opernbühne. In einer äußerst atmosphärischen und stets aufs Dichteste mit der Handlung verschmolzenen Musiksprache haucht er dem ebenso grotesken wie witzigen Figurenpersonal Leben ein: einem gelangweilt nörgelnden Prinzen, einem ebenso herrschsüchtigen wie unbeherrschten König, einer Königin, die sich als unterirdisch schlechte Dichterin zeigt … – und in ihrer Mitte Yvonne, die sich nahezu stumm allem verweigert. Mit musikalischen Stilzitaten, leitmotivischen Techniken, Lautmalerei und einer gehörigen Portion Humor gelingt es Boesmans dabei, den Hörer unmittelbar in seinen Bann zu ziehen. Das Oldenburgische Staatstheater zeigt die Deutsche Erstaufführung der Oper, die 2009 in Paris ihre Uraufführung erlebte.

Tragikomödie in vier Akten von Philippe Boesmans (*1936)

nach dem gleichnamigen Stück von Witold Gombrowicz

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Die nächsten Vorstellungen: Do 06.04., Sa 29.04., Fr 19.05. und Fr 02.06., jeweils um 19.30 Uhr.

Soiree: Di 21. März, 18.15 Uhr, Foyer, Großes Haus; Eintritt frei

Musikalische Leitung: Vito Cristofaro;

Regie: Andrea Schwalbach;

Bühne & Kostüme: Anne Neuser;

Video: Nanette Zimmermann;

Chorleitung: Thomas Bönisch;

Dramaturgie: Annabelle Köhler

Yvonne: Nientje C. Schwabe

Le Roi Ignace: Tomasz Wija

La Reine Marguerite: Sarah Tuttle

Le Prince Philippe: Philipp Kapeller

Le Chambellan: KS Paul Brady

Isabelle: Melanie Lang/ Hagar Sharvit

Cyrille: Timo Schabel

Cyprien: Aarne Pelkonen

Innocent: Ill-Hoon Choung

Le mendiant: Timo Schabel

Mitglieder des Opernchores des Oldenburgischen Staatstheaters

Mitglieder des Opernchores

Oldenburgisches Staatsorchester

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