Schweizer Erstaufführung: «Donnerstag aus ‹Licht›» von Karlheinz Stockhausen im Theater Basel

PREMIERE SA 25 JUNI 2016, 16h00, Grosse Bühne. -----Klangvisionär Karlheinz Stockhausen, einer der Überväter der Neuen und Elektronischen Musik, schuf mit seinem monumentalen Opernzyklus «Licht» nichts Geringeres als eine musikalische Schöpfungsgeschichte, die anhand der sieben Wochentage die Entstehung der Welt aus dem Geiste des Musiktheaters zelebriert.
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«Donnerstag», die erste der sieben Opern, begibt sich auf eine spirituelle, weltumspannende Reise durch Raum und Zeit: ein musikalischer Urknall, der mit spielerischer Leichtigkeit und berührender Poesie eine geradezu hypnotische Sogkraft zu entfalten vermag.

Im Mittelpunkt steht Michael, ein moderner Orpheus, dessen Bestimmung es ist, «die Himmelsmusik den Menschen und die Menschenmusik den Himmlischen» zu bringen. Auf seinem Weg durchs Leben, den «Donnerstag» in verschiedenen Stationen nachzeichnet, gelangt Michael an mehrere exotische Orte auf der Erde und im Weltall und wird dabei immer wieder mit der dunklen Macht des Luzifers konfrontiert. Doch alle Prüfungen, denen sich Michael auf seiner Suche nach sich selbst zu stellen hat, meistert er souverän – nicht zuletzt mithilfe seiner Trompete und der tröstenden Zauberkraft der Musik.

Stockhausen entwirft in «Donnerstag» ein klingendes Spektakel, das alle Grenzen des Musiktheaters zu sprengen scheint und selbst die räumlichen Gegebenheiten eines Theaters aufzubrechen versucht: So kommen neben dem Zuschauerraum auch das Foyer sowie der Theatervorplatz zum Klingen. Die Türen des Basler Theaters werden sich daher jeweils bereits um 16 Uhr zum «Michaels-Gruss» öffnen – Auftakt zu einem Theater­Marathon, der nur durch ein Abendessen zwischen zweitem und drittem Akt unterbrochen wird und bei Sonnenuntergang auf dem Theatervorplatz ausklingt. 1981 bei seiner Uraufführung an der Mailänder Scala umjubelt, ist Stockhausens Meisterwerk nun erstmals in der Schweiz zu erleben – in einer Inszenierung der jungen amerikanischen Regisseurin Lydia Steier und unter der Leitung des renommierten Neue Musik-­Spezialisten Titus Engel.

«Donnerstag aus ‹Licht›» bildet den Auftakt zu einer Reihe zentraler Werke des Musiktheaters nach 1950.

ABLAUF JUNI 2016

ca. 16:00 - 16:15 Gruss

ca. 16.35 - 17:45 Michaels Jugend

ca. 17:45 - 18:15 PAUSE

ca. 18:15 - 19:10 Michaels Reise um die Erde

ca. 19:10 - 20:10 GROSSE PAUSE

ca. 20:10 - 21:30 Michaels Heimkehr

ca. 21:45 - ca. 21:55 Abschied

OPER IN DREI AKTEN, EINEM GRUSS UND EINEM ABSCHIED FÜR 15 MUSIKALISCHE DARSTELLER, CHOR, ORCHESTER UND TONBÄNDER. MUSIK, LIBRETTO, TANZ, AKTIONEN UND GESTEN VON KARLHEINZ STOCKHAUSEN

In deutscher Sprache mit englischen und deutschen Übertiteln

Libretto «Donnerstag aus ‹Licht›»

Mit freundlicher Genehmigung des Stockhausen-Verlages, Kürten

www.stockhausen-verlag.com

KÜNSTLERISCHE LEITUNG

MUSIKALISCHE LEITUNG Titus Engel

MUSIKALISCHE EINSTUDIERUNG UND KLANGREGIE Kathinka Pasveer

INSZENIERUNG Lydia Steier

BÜHNE Barbara Ehnes

KOSTÜME Ursula Kudrna

VIDEO Chris Kondek

LICHT Olaf Freese

CHOR Henryk Polus

DRAMATURGIE Pavel B. Jiracek

ENSEMBLE

MICHAEL - TENOR 1 Peter Tantsits

MICHAEL - TENOR 2 Rolf Romei

MICHAEL - TROMPETE Paul Hübner

MICHAEL - TÄNZERIN Emmanuelle Grach

EVA - SOPRAN Anu Komsi

EVA - BASSETTHORN Merve Kazokoğlu

EVA - TÄNZERIN Evelyn Angela Gugolz

LUZIFER - BASS Michael Leibundgut

LUZIFER - POSAUNE Stephen Menotti

LUZIFER - TÄNZER Eric Lamb

BEGLEITERIN MICHAELS IM EXAMEN Ansi Verwey

CLOWNESKES SCHWALBENPAAR PERSON 1 (KLARINETTE) Innhyuck Cho

CLOWNESKES SCHWALBENPAAR PERSON 2 (KLARINETTE / BASSETTHORN) Markus Forrer

ZWEI KNABEN PERSON 1 (SOPRANSAXOPHON) Emilie Chabrol

ZWEI KNABEN PERSON 2 (SOPRANSAXOPHON) Romain Chaumont

Chor des Theater Basel Studierende der Hochschule für Musik FHNW/Musik-Akademie Basel Es spielt das Sinfonieorchester Basel Statisterie des Theater Basel

TERMINE

SO 26JUNI 2016

Grosse Bühne, 16h00

15:30 UHR EINFÜHRUNG

DO 29SEPTEMBER 2016

Grosse Bühne, 17h00

01OKTOBER 2016

Grosse Bühne, 16h00

SO 02OKTOBER 2016

Grosse Bühne, 16h00

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