DomStufen-Festspiele Erfurt: "Jedermann - die Rockoper" und "Die Omama im Apfelbaum"

10. bis 27. Juli 2014. -----Zum zweiten Mal in der langjährigen Geschichte der Festspiele bringt das Theater Erfurt eine Welturaufführung auf die Domstufen: Jedermann – Die Rockoper ist eine musikalische Version des 1911 uraufgeführten Theaterstücks von Hugo von Hofmannsthal.
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Der Text für die Rockoper stammt von dem Berliner Autor und Regisseur Peter Lund, die Musik hat der Komponist Wolfgang Böhmer geschrieben. Eine weitere Uraufführung, die das Theater Erfurt nach Martin L – das Musical (2008) speziell für die Domstufen in Auftrag gegeben hat.

Es ist nicht das erste Mal, dass es auf den Domstufen um das Leben und Sterben des reichen Mannes geht. Die Erfurter und ihre Gäste erinnern sich bestimmt an die erfolgreiche Jedermann-Inszenierung im Jahre 2000 mit Hanns-Michael Schmidt in der Titelrolle und Jürg Wisbach in der Rolle des Tod. Ein glamouröses Bühnenspiel, das von den Besuchern der DomStufen-Festspiele damals gefeiert wurde.

2014 wagt das Theater nun also eine Neuinterpretation des Jedermann-Stoffes – mit sinfonischem Orchesterklang und dem Sound einer Rockband.

Jedermann - Die Rockoper

Rockoper in zwei Akten von Wolfgang Böhmer

Text von Peter Lund nach Hugo von Hofmannsthal

Uraufführung – Auftragswerk des Theaters Erfurt

In deutscher Sprache

Der Tod hat gerufen. JEDERMANN soll sterben. Damit hat JEDERMANN nicht gerechnet – in der Blüte seiner Jahre, erfolgreich, wohlhabend und gesellschaftlich geachtet. Hat er denn nicht alles richtig gemacht? Hat er seine Stellung und seinen Besitz nicht hart erarbeitet? Wie kann der Tod es wagen, ihm all das zu nehmen? Vielleicht hätte er gütiger sein sollen. Gottgefälliger, würde seine Mutter sagen. Aber wer glaubt heute noch an Gott? So wenig ist sicher, wenn der Tod plötzlich vor der Tür steht. Bloß dass das letzte Hemd wirklich keine Taschen hat – das lernt Jedermann schneller als ihm lieb ist. Wer also wird JEDERMANN begleiten auf seiner letzten Reise? Und wo geht sie hin? Das weiß nur der Tod. Aber der verrät es nicht an – JEDERMANN !

„Von der Kunst, das rechte Sterben zu lernen“ – das ist einer der Untertitel, den der mittelalterliche Theaterstoff Everyman erhielt, bevor er in der Fassung von Hugo von Hofmannsthal literarischen Weltruhm erlangte. Dieses Motto steht auch über der musikalischen Neuinterpretation von Wolfgang Böhmer und Peter Lund. Auf der Basis des durch die Aufführungen vor dem Salzburger Dom und nicht zuletzt durch die Inszenierung auf den Erfurter Domstufen im Jahr 2000 bekannten Textes von Hugo von Hofmannsthal entstand im Auftrag des Theaters Erfurt eine neue Lesart der Geschichte. Der Text dieser Rockoper stammt von dem renommierten Berliner Theaterautor und Regisseur Peter Lund. In der Verbindung von sinfonischem Orchesterklang und dem Sound einer Rockband schuf Wolfgang Böhmer eine Musik, die die Grenzen zwischen Oper und Musical vergessen macht.

Musikalische Leitung Jürgen Grimm

Inszenierung Peter Lund

Bühnenbild Hank Irwin Kittel

Kostüme Ulrike Reinhard

Choreografie Cedric Lee Bradley

Premiere Do, 10. Juli 2014, 20.30 Uhr, Domstufen

Ausstellung – „Jedermann rockt den Dom“

Die Landesbank Hessen-Thüringen stimmt mit einer begleitenden Ausstellung auf die diesjährigen DomStufen-Festspiele ein. Zu sehen sind das Bühnenbildmodell und andere Entwürfe, Informationen zum Autor und Komponisten. Außerdem erwarten alle neugierigen erste Hörbeispiele der bisher noch unbekannten Rockoper. Die Ausstellung ist ab 16. Mai zu besichtigen.

Weitere Aufführungen: Do, 10.07. | Fr, 11.07. | Sa, 12.07. | So, 13.07. | Di, 15.07. | Mi, 16.07. | Do, 17.07. | Fr, 18.07. | Sa, 19.07. | So, 20.07. | Mi, 23.07. | Do, 24.07. | Fr, 25.07. | Sa, 26.07. | So, 27.07., jeweils 20.30 Uhr

Weitere Informationen finden Sie unter www.domstufen.de

Tel. Kartenservice 0361-2233155 (tägl. 10 bis 18 Uhr)

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Die Omama im Apfelbaum

Kinderoper nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Elisabeth Naske

von Mira Lobe und Susi Weigel

Libretto von Theresita Colloredo

UA Wien 2007

Andis Freunde haben alle eine Oma. Nur Andi nicht! Also erfindet er sich seine Omama, die in dem Apfelbaum hinter dem Haus wohnt. Nun kann Andi sich alle Abenteuer erträumen, die er mit seiner Omama erlebt. Dann zieht nebenan eine alte Dame ein, die auf seine Hilfe angewiesen ist. Bald schon merkt Andi, dass er gar keine Fantasie-Omama braucht. – Die Kinderoper Die Omama im Apfelbaum erzählt von den schwierigen Schritten auf dem Weg, Verantwortung zu übernehmen und Traumwelten zu verlassen.

Inszenierung Markus Weckesser

Ausstattung Mila van Daag

Altersempfehlung: für Kinder ab 6 Jahren

Premiere So, 13. Juli 2014, 16.30 Uhr, Domstufen

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