Landestheater Niederösterreich St. Pölten: Vertrag der künstlerischen Leiterin Bettina Hering bis 2019 verlängert

Bettina Hering leitet seit der Spielzeit 2012/13 das Landestheater Niederösterreich und hat soeben erfolgreich ihre zweite Spielzeit beendet, wie eine Auslastung von über 93 %, ein BesucherInnenrekord mit über 40.000 ZuschauerInnen und ein Höchststand an AbonnentInnen mit einem Anteil von ca. 27 % belegen.
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Paul Gessl, Geschäftsführer der NÖ Kulturwirtschaft, zu deren Töchtern auch das Landestheater Niederösterreich zählt, zur Verlängerung des Vertrages: "Drei Nestroynominierungen, Einladungen zu internationalen Theater-Festivals in Brasilien, München und Edinburgh sowie eine hohe Akzeptanz bei Publikum und Presse sind die äußeren Merkmale der sehr erfolgreichen Arbeit von Bettina Hering. Sie hat es geschafft, das Haus spannend weiter zu entwickeln und in der internationalen Theaterlandschaft zu vernetzen. Im Sinne einer langfristigen Entwicklung der Kulturszene in Niederösterreich ist es für die Holding nur logisch, dem Haus neben der budgetären auch eine künstlerische Kontinuität zu ermöglichen.“

Bettina Hering zur Verlängerung: "Es freut mich, dass meine Arbeit so umfassend positiv angenommen wird und dass sowohl die lokale als auch die überregionale Resonanz mich auf meinem Weg mit dem Team des Landestheater Niederösterreich bestärken. Durch die Verlängerung habe ich die Möglichkeit, auf längere Sicht zu planen und das besondere Profil des Hauses weiter zu schärfen. Es ist erfüllend festzustellen, dass es gelungen ist, inhaltlich Impulsgeber in der Theaterlandschaft zu sein. Dass sich die partizipativen Projekte im Rahmen des Bürgertheaters - in der nächsten Spielzeit unter anderem eine Uraufführung einer Auftragsarbeit von Felix Mitterer - so gut entwickeln, ist ebenso sehr erfreulich. Denn genau diese beiden Pole sind mir in meiner Arbeit wichtig: einerseits, dass das Landestheater Niederösterreich mit einem inhaltlich relevanten Programm in St. Pölten und über die Grenzen hinaus als Ort der gesellschaftlichen, künstlerischen Auseinandersetzung wahrgenommen wird und bestens in der deutschsprachigen Theaterlandschaft situiert ist, andererseits, dass wir eng mit der lokalen Bevölkerung zusammenarbeiten und sie in den Theaterbetrieb einbinden."

Die neue Spielzeit 2014/15 im Landestheater Niederösterreich bringt im Rahmen von 13 Premieren drei Uraufführungen, eine deutschsprachige und eine österreichische Erstaufführung. Die Autoren sind Maxim Gorkij, Ödön von Horváth, Anna Jablonskaja, Janosch, Gotthold Ephraim Lessing, Bernd Liepold-Mosser, Felix Mitterer, Tim Price, Joseph Roth, Jean-Paul Sartre, Bertha von Suttner, Claudia Tondl und Oscar Wilde.

In Regiearbeiten von Philipp Hauß, Sarantos Zervoulakos, Bettina Hering, Birgit Doll, Daniela Kranz, Bernd Liepold-Mosser, Cilli Drexel, Maaike van Langen, Katrin Plötner, Babett Arens, Renate Aichinger, Nehle Dick und Caroline Welzl werden neben dem Ensemble unter anderem Wolf Bachofner, Beatrix Doderer, Franziska Hackl, Claudia Kottal, Stefan Lasko, Ulli Maier, Juergen Maurer, Marcel Mohab, Christoph Moosbrugger, Dominic Oley, Hilke Ruthner, Myriam Schröder, Lars Wellings, Moritz Vierboom, Simon Zagermann, Nadine Zeintl und weitere Kolleginnen und Kollegen als Gäste in Eigenproduktionen zu sehen sein.

In Gastspielen vom Maxim Gorki Theater, Berlin; einer Kooperation des Stadttheaters Klagenfurt/Theater wolkenflug; dem Thalia Theater, Hamburg und dem Schauspiel Stuttgart sind Arbeiten von Sebastian Nübling, Bernd Liepold-Mosser, Luk Perceval und eine Gemeinschaftsarbeit von Peter Baur, Sibylle Dudek, Falko Herold, Edgar Selge und Franziska Walser zu sehen. Sophie Rois und Gregor Bloéb sind mit Leseabenden zu Gast.

Im Rahmen des Literaturfestivals Blätterwirbel 2014, das von der Literaturwissenschafterin Daniela Strigl eröffnet wird, gibt es Personalen von Arno Geiger und Maja Haderlap. Die Europäischen Literaturtage – ELit-Literaturhaus Europa präsentieren im Landestheater Niederösterreich einen Abend.

Die nächste Premiere ist Ödön von Horváths Geschichten aus dem Wiener Wald, eine Koproduktion des Landestheater Niederösterreich mit der Bühne Baden, in der Regie von Birgit Doll, mit Ulli Maier, Christoph Moosbrugger, Dominic Oley und Hilke Ruthner als Gäste im Ensemble, am 26.07.2014 in der Sommerarena der Bühne Baden. (Wiederaufnahme ab 11. Oktober im Landestheater Niederösterreich.)

Die Spielzeit 2014/15 im Landestheater Niederösterreich beginnt am Freitag, 3. Oktober mit der Premiere von Joseph Roths Radetzkymarsch und Die Rebellion in der Regie von Philipp Hauß.

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