"Götterdämmerung" von Richard Wagner - Hessisches Staatstheatetr Wiesbaden

Neuinszenierung | Premiere So, 23.04.2017, GROSSES HAUS, 17:00. -----Die Nornen spinnen den ewigen Schicksalsfaden und erzählen die Vorgeschichte seit dem »Rheingold«, aber plötzlich reißt der Faden – ein böses Omen! Der Held, der den Ring des Nibelungen am Finger trägt, menschgeboren und gottgesandt die Welt zu retten, muss sterben.
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Ein heimtückischer Mord, geboren aus Verrat, Intrige und Eifersucht, ein Tod im Schoß der Natur, im Wald vor der Burg der Gibichungen, der Familie seiner Braut Gutrune. Wagner komponiert für Siegfried einen Trauermarsch, der den Weltenatem stocken macht, eine hochromantische Katastrophe des Entsetzens und der Trauer. In diesem Requiem der Leitmotive scheint ein letztes Mal die Liebe Siegfrieds und Brünnhildes auf, aber auch diese ins Übermenschliche geweitete Liebe kann nichts mehr zum Guten wenden. Denn die Welt war längst aus den Fugen, Alberichs Fluch ist wahr geworden, Erdas Warnung vor dem Ring hat sich erfüllt. Die »Ring«-Welt ist am Ende, der Konflikt des Göttervaters zwischen Utopie und Realität nicht mehr zu lösen.

Das Ende der »Götterdämmerung« gehört zu den grandiosesten Schöpfungen der Musik im 19. Jahrhundert: Brünnhilde ist schuldlos-schuldig am Tod Siegfrieds, sie lässt einen gewaltigen Scheiterhaufen am Ufer des Rheins aufrichten und stürzt sich in die lichterloh brennenden Flammen. Das Feuer greift auf Walhalla und die Götter über und verschlingt ihre Welt, aber Brünnhilde sorgt am Ende für Rettung: Sie wirft den Ring zurück in den Rhein, dessen Fluten den Weltenbrand löschen. Der schuldlose Urzustand ist wieder hergestellt, zuletzt erklingt in überirdischer Schönheit das Verklärungsmotiv und bekräftigt die Versöhnung.

Als junger Hofkapellmeister stand Wagner selbst furchtlos auf den Revolutionsbarrikaden im brennenden Dresden, die Handgranaten neben sich. Das Alte muss stürzen. Am Ende seines Lebens zeigt er Wotan als tragische, nicht überlebensfähige Figur. Aber die Utopie wird Bestand haben.

Der Ring des Nibelungen, Götterdämmerung

Richard Wagner (1813 – 1883)

Libretto: Vom Komponisten | Uraufführung: 1876 in Bayreuth

In deutscher Sprache mit Übertiteln.

Musikalische Leitung Alexander Joel

Inszenierung Uwe Eric Laufenberg

Bühne Gisbert Jäkel

Kostüme Antje Sternberg

Licht Andreas Frank

Video Falko Sternberg

Chor Albert Horne

Dramaturgie Regine Palmai

Siegfried Andreas Schager

Gunther Matias Tosi

Alberich Thomas de Vries

Hagen Shavleg Armasi

Brünnhilde Catherine Foster

Gutrune Sabina Cvilak

Waltraute / Erste Norn Bernadett Fodor

Zweite Norn Silvia Hauer

Dritte Norn Sabina Cvilak

Woglinde Katharina Konradi, Gloria Rehm

Wellgunde Marta Wryk

Flosshilde Silvia Hauer

Chor, Extrachor & Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden, Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

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