SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN 2016: AIDA, Oper von Giuseppe Verdi

Premiere am 8. Juli 2016, 21:00 Uhr · Alter Garten, Vorstellungen bis 14.8. -----"Wenn mir jemand vor zwei Jahren prophezeit hätte, dass ich eine Oper für Kairo komponiere, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, konstatierte Giuseppe Verdi 1870, ein Jahr vor der Uraufführung seiner „Aida“. Denn zunächst war der Komponist nur mäßig begeistert über den Auftrag des ägyptischen Vizekönigs Ismael Pascha, eine Oper in ausschließlich ägyptischem Stil für das neuerrichtete Opernhaus in Kairo zu komponieren.
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Das Werk sollte als Festoper zur Eröffnung des Suezkanals dienen, doch Verdi lehnte ab, sodass kurzerhand auf ein anderes Werk des Komponisten, den „Rigoletto“, zurückgegriffen wurde. Das ägyptische Adelshaus ließ jedoch nicht locker und spielte Verdi ein Libretto zu, das sofort seine Aufmerksamkeit erregte.

In dessen Mittelpunkt steht die äthiopische Prinzessin Aida, die unerkannt im feindlichen Ägypten als Sklavin am Hof der Königstochter Amneris dient. Aida liebt Radames, einen ägyptischen Heerführer, den jedoch auch Amneris für sich erwählt hat. Drei Liebende, inmitten eines tobenden Krieges voller Gewalt und Zerstörung. Drei Liebende, den Gesetzen von Macht, Religion und menschlichen Abgründen ausgeliefert. Drei Liebende, die sich am Ende der Kraft der Liebe ergeben müssen.

Verdis großes Thema, den Einzelnen an gesellschaftlichen Widerständen zugrunde gehen zu lassen, erfährt mit der Entscheidung für „Aida“ eine neue Dimension. Die zusätzliche Aussicht auf völlige kompositorische Freiheit, Festlegung des Dirigenten der Uraufführung, auf weltweiten Besitz aller Rechte an seinem Werk sowie das stolze Honorar von 150.000 Goldfranken konnten Verdi vollends überzeugen, den Auftrag anzunehmen. Die Uraufführung am 24. Dezember 1871 in Kairo wurde ein triumphaler Erfolg, der „Aida“ bis heute treu geblieben ist. Verdi kommentierte ihn überrascht und ein wenig befremdet: „Was für ein Pomp um eine Oper!"

Dichtung von Antonio Ghislanzoni

Musikalische Leitung: Gregor Rot

Dirigat: Martin Schelhaas

Inszenierung: Georg Rootering

Bühne und Kostüme: Romaine Fauchère

Choreinstudierung: Ulrich Barthel

Choreographie: Andrea D. Kingston

Dramaturgie: Katharina Riedeberger

Der König

Sebastian Kroggel

Igor Storozhenko

Amneris

Rossana Rinaldi

Aurore Ugolin

Aida

Maida Hundeling

Andiswa Makana

Yannick-Muriel Noah

Radamès

Steffen Schantz

Carlos Fidalgo

James Lee

Ramphis

Ziyan Atfeh

Ulrich Schneider

Amonasro

Krum Galabov

Carsten Wittmoser

Ein Bote

Christian Hees

Alexander Tremmel

Eine Priesterin

Stamatia Gerothanasi

Katrin Hübner

Opernchor

Extrachor

Tanzgäste

Statisterie

es spielt die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin

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