Uraufführung: "Medea" - Ein Projekt von und mit geflüchteten Theaterkünstlern - Theater Oberhausen

Premiere: Freitag, 17. Februar 2017, Großes Haus, 19.30 Uhr. -----Unter dem Arbeitstitel Neue Heimat will das Theater Oberhausen geflüchteten Künstlern die Möglichkeit bieten, gemeinsam mit seinemEnsemble eine Produktion im Großen Haus zu realisieren. Zusammen mit der jungen syrischen Regisseurin Wihad Suleiman begann ein Gespräch über den Mythos von Medea, die in heftiger Liebe zu Jason entbrannt ist und seinetwegen ihre Heimat und ihre Familie verrät. Sie bricht alle Brücken hinter sich ab und flieht mit ihrem Geliebten in die Fremde.
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Nach langer Irrfahrt finden die beiden mit ihren zwei Kindern Asyl bei König Kreon in Korinth. Alles scheint sich endlich zum Guten zu wenden. Aber dann soll Jason Kreons junge Tochter Glauke heiraten. Damit winken ihm eine neue Heimat und eine verlockende Machtstellung in Korinth. Jason stimmt der Heirat zu. Angeblich, um seine Familie zu schützen. Oder ist ihm Medea längst lästig geworden? Kreon verlangt, dass Medea das Land verlässt. Und Jason fügt sich. Die, die alles für ihn im Stich gelassen hatte, wird nun von ihm im Stich gelassen. Aber Medea fügt sich nicht. Schon winkt ein Rettungsangebot aus Athen. Sie schlägt es aus.

Medeas neue Heimat ist allein die Rache. So groß wie ihre Liebe war, so groß wird nun ihr Hass, so maßlos wird ihr Werk der Vernichtung.

Die Regisseurin Wihad Suleiman und die Bühnen- und Kostümbildnerin Reem Helou inszenieren in Oberhausen die Geschichte einer Katastrophe. Der uralte Mythos von Medea wird neu erzählt. Als eine Geschichte aus unserer eigenen Gegenwart.

Mit

Janna Horstmann

Omar El-Saeidi

Hartmut Stanke

Peter Waros

Anna Polke

Dunja Dogmani

Khater Dawa

Regie Wihad Suleiman

Bühne und Kostüme Reem Helou

Musik Khater Dawa

Dramaturgie Tilman Raabke, Rolf C. Hemke

Regieassistenz, Abendspielleitung, Dolmetscher Christopher-Fares Köhler

Weitere Vorstellungen 18./24. Februar 2017, 10./11./12./15. März 2017

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