Tanz: BIG FAT TEN - Eine Produktion von Theaterhaus Stuttgart

Premiere am Mittwoch, 1. März 2017 um 20:00 Uhr, Theaterhaus, T1. -----Mit Choreographien von Alejandro Cerrudo, Nacho Duato, Marie Chouinard, Andonis Foniadakis, Itzik Galili, Eric Gauthier und Johan Inger. -- Stolzer Anlass – frohe Feier: Am 1. März 2017 steigt die große Geburtstagsparty zu 10 Jahre Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart. Auf dem Programm stehen sieben Arbeiten internationaler Starchoreographen, darunter fünf Uraufführungen, sowie ein von Eric Gauthier inszenierter Rückblick auf die erste bewegte Dekade.
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Die Stücke sollen nicht nur die stilistische Bandbreite von Gauthier Dance demonstrieren. Eric Gauthier legte diesmal noch mehr Wert als sonst auf die Auswahl der Künstler:

Drei von ihnen haben bereits erfolgreich mit der Company gearbeitet und können ihre neuen Kreationen den Tänzerinnen und Tänzern von Gauthier Dance auf den Leib schneidern: Lässig, ironisch, hip – Alejandro Cerrudos Stil ist wie gemacht für Gauthier Dance. Seine Choreographien PACOPEPEPLUTO und Lickety-Split zählen zu den klaren Hits im Repertoire. Nun wird der Resident Choreographer von Hubbard Street Dance Chicago erstmals direkt für Gauthier Dance kreieren und ein längeres Gruppenstück mit den Tänzerinnen und Tänzern erarbeiten.

Itzik Galili ist der Company seit den ersten Jahren verbunden. The Second Monkey, The Sofa und zuletzt der wundervolle Nerd-trifft-Vollblutweib-Pas de deux Cherry Pink and Apple Blossom White brachten die humorvolle Seite der Company besonders gut zur Geltung. Für BIG FAT TEN entwirft der israelisch-niederländische Choreograph ein urkomisches Duo für zwei Männer: Zwei Stefan Raab nachempfundene Fernsehmoderatoren kündigen das beste Stück der Tanzgeschichte an. Die Uhr tickt...

Die eindringliche Liebesgeschichte Now and now aus Infinity hat Publikum und Kritiker gleichermaßen beeindruckt. Entsprechend groß ist die Freude bei Gauthier Dance, dass Johan Inger nun nachlegt – oder eher: nachgelegt hat. Denn das Stück ist bereits fertig! Im Herbst 2016 reisten Tänzerinnen von Gauthier Dance nach Sevilla, wo der schwedische Choreograph derzeit lebt. Vor Ort in Spanien entstand Sweet, Sweet, ein apart besetztes Trio für drei Frauen, das von Sally Manns legendärem Foto dreier Frauen – Three Graces – inspiriert ist.

Das Jubiläum liefert Eric Gauthier außerdem die ideale Gelegenheit zur Kollaboration mit Choreographen, die schon länger auf seiner Wunschliste standen: Andonis Foniadakis aus Griechenland zählt zu momentan angesagtesten Choreographen weltweit. Für Gauthier Dance entwirft der frischgebackene Leiter des Balletts der Griechischen Nationaloper in Athen mit dem programmatisch betitelten Gruppenstück Streams eine große Sinfonie aus Bewegung und Tanz für die gesamte Company.

Nacho Duato, der Intendant des Berliner Staatsballetts, hat ebenfalls ein Geburtstagsgeschenk mitgebracht – VIOLONCELLO, einen Auszug aus seinem wohl bekanntesten Stück, Vielfältigkeit. Formen von Stille und Leere. Der zentrale Pas de deux aus dieser Hommage an den Komponisten Johann Sebastian Bach visualisiert den Dialog zwischen dem Musiker und seinem Instrument im Tanz. Das Cello wird dargestellt von einer Tänzerin, die, geführt vom Bogen des „Cellisten“, sich selbst zum Resonanzkörper macht für die reinen Klänge von Bachs Suite für Violoncello Solo Nr. 1 G-Dur. Marie Chouinard, Grande Dame des zeitgenössischen Tanzes aus Kanada, war für den Frankokanadier Eric Gauthier schon seit frühester Jugend ein Begriff und ein Vorbild. Anlässlich ihrer Uraufführung Soft virtuosity, still humid, on the edge beim ersten COLOURS-Festival zeigte sie sich begeistert vom Theaterhaus und dem aufgeschlossenen Stuttgarter Publikum – und blieb seitdem in Kontakt. Neben ihrem Beitrag zu COLOURS 2017 überlässt sie nun zum ersten Mal eines ihrer zentralen Werke einer deutschen Company – ein von Nijinskis legendärer Choreographie inspiriertes Solo über einen liebestrunkenen Faun, Prélude à l’après-midi d’un faune.

Last but not least schließt Eric Gauthier den Kreis mit einer ganz besonderen Uraufführung. Der Erfolg seines Ballet 101, das mittlerweile Eingang ins Repertoire weltweit bedeutender Ballettkompanien gefunden hat, ermutigte den damaligen Tänzer am Stuttgarter Ballett, einen künstlerischen Neustart zu wagen. Zum Geburtstag präsentiert er nun den logischen Nachfolger: Ballet 102! Nach dem Solo Ballet 101 demonstrieren nun ein Tänzer und eine Tänzerin die 102 Positionen des klassischen Pas de deux. Die sind zwar natürlich völlig aus der Luft gegriffen, aber jede einzelne spielt auf humorvolle Weise auf Werke bedeutender Choreographen an, von Marius Petipa, Waslaw Nijinski, John Cranko und Mats Ek bis zu John Neumeier oder Mauro Bigonzetti. Der Testlauf bei der Kremlin Gala im Oktober 2016 war ein Triumph, zumal er mit Elisa Carrillo Cabrera und Misha Kaniskin, Erste Solisten beim Berliner Staatsballett, ebenso glamourös wie klassisch besetzt war. Für BIG FAT TEN arbeitet Gauthier nun an der finalen, zeitgenössischeren Variante für seine eigene Company. Hoffen wir, dass auch Ballet 102 seinen Weg an die großen Häuser der Ballettwelt findet.

Künstlerische Leitung / Choreograph: Eric Gauthier

Ballettmeisterin: Takako Nishi

Ballettmeister: Guillaume Hulot

Company Coach: Egon Madsen

Künstlerische Koordination Bühne und Kostüme: Gudrun Schretzmeier

Licht und technische Koordination: Mario Daszenies

Produktionsleitung: Alexandra Brenk

Tanz: Garazi Perez Oloriz, Anna Süheyla Harms, Rosario Guerra, Anneleen Dedroog, Sandra Bourdais, Maurus Gauthier, Luke Prunty, Alessio Marchini, David Rodríguez, Alessandra La Bella, Nora Brown, Francesca Ciaffoni, Jonathan dos Santos, Réginald Lefebvre, Barbara Melo Freire, Theophilus Veselý

Donnerstag, 2. März / Freitag, 3. März / Samstag, 4. März – jeweils um 20:00 Uhr & Sonntag, 5. März 2017 um 19:00 Uhr

Mehr Informationen unter www.theaterhaus.com

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