Theater Münster: DRAUSSEN VOR DER TÜR von Wolfgang Borchert

Premiere Fr, 22. Mai 2015, 19.30 Uhr, Kleines Haus. -----Nach dreijähriger Kriegsgefangenschaft kehrt Beckmann zurück in seine Heimatstadt Hamburg. Doch nichts ist mehr, wie es einmal war. Er ist förmlich aus der Welt gefallen und das nicht nur, weil er körperlich versehrt ist.
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Verzweifelt beschließt er, Selbstmord zu begehen und stürzt sich in die Elbe. Aber seine Zeit ist noch nicht gekommen. Zurück am Ufer trifft er auf den Anderen, eine geheimnisvolle Gestalt, die ihm neuen Lebensmut verspricht. Es beginnt eine Odyssee durch verschiedene alltägliche Situationen, in denen Beckmann versucht, sich wieder zu integrieren, zu lieben, zu arbeiten – zurückzukommen. Aber trotz der großen Bemühungen des Anderen, zieht es ihn immer wieder zum Fluss. Beckmann kann keinen Zugang zum Leben mehr finden. Er bleibt außen vor.

Im Mai 2015 jähren sich das Ende des Zweiten Weltkriegs und der Beginn der Leidensgeschichte des jungen Beckmann zum siebzigsten Mal. Wolfgang Borchert zeigt in seinem Heimkehrerdrama eine weit über ihren geschichtlichen Kontext hinausweisende, moderne, junge Figur, die von der Welt vollkommen entfremdet und vor ihrer Zeit ermüdet scheitert. Woraus noch Lebensmut ziehen, wenn alle Perspektiven ausgelöscht, Gesellschaft und Umwelt sich hermetisch abgeriegelt haben und feindlich geworden sind?

Inszenierung

Bernadette Sonnenbichler

Bühnenbild

David Hohmann

Kostüme

Kristopher Kempf

Musik

Cico Beck / Stephan Froleyks

Dramaturgie

Kathrin Mädler

Beckmann

Florian Steffens

Beckmanns Frau / ein Mädchen / die Elbe / Frau Kramer

Maike Jüttendonk

der Andere / ein Oberst / ein Kabarettdirektor

Daniel Rothaug

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