»LA GIUDITTA« von Alessandro Scarlatti im Hessischen Staatstheater Wiesbaden

Premiere am 28. Januar 2017 um 19:30 Uhr im Kleinen Haus. -----Es ist eine Horrorszene des Barock: Die schöne Judith zückt das blanke Schwert und schlägt dem schlafenden Holofernes den Kopf ab, nachdem sie ihn verführt hat. Seit Caravaggio diese Bluttat schonungslos auf die Leinwand bannte, ließ die junge jüdische Witwe mit dem Mut der Verzweiflung die Menschen des Barock nicht mehr los.
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Alessandro Scarlattis Oratorium »La Giuditta« von 1697 fokussiert die Geschichte auf die drei Hauptpersonen, wie in Caravaggios Gemälde. Um ihre Heimat vom Terror zu befreien, zieht Judith ihre Mission, gegen die Bedenken ihrer Amme, durch. Der mächtige Feldherr Holofernes schmilzt dahin, sobald sie ihm ihre erotischen Reize offenbart. Scarlattis Musik demaskiert den Krieger als Schwächling und stellt sich auf die Seite der Frauen, die mit ihren eigenen Waffen bis zum kaltblütigen Mord kämpfen. Im brodelnden Neapel des Barock schuf der Komponist ein Kammerspiel über Verführung und Tod, mit hinreißend schönen Arien und dramatischen Duetten.

Mit »La Giuditta« wird die Zusammenarbeit mit der Hochschule für Musik Mainz fortgesetzt. Die musikalische Leitung übernimmt erneut Christian Rohrbach. Nach ihren beiden gefeierten Soloprogramen, »Romy Schneider – zwei Gesichter einer Frau« und »Ich – Marilyn«, inszeniert Chris Pichler erstmals am Hessischen Staatstheater Wiesbaden.

»La Giuditta« wird in Kooperation mit dem Museum Wiesbaden, im Rahmen der Sonderausstellung »Caravaggios Erben – Barock in Neapel«, gezeigt.

Oratorium für drei Stimmen, Streicher und Basso continuo

Libretto: Antonio Ottoboni

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Christian Rohrbach

Inszenierung Chris Pichler

Bühne Matthias Schaller

Kostüme Claudia Weinhart

Licht Thomas Kluth

Giuditta Radoslava Vorgic

Oloferne Christian Rathgeber / Frederik Bak

Nutrice Hyemi Jung

Violine Swantje Hoffmann / Julia Huber-Warzecha Viola Silke Volk Violoncello Daniela Wartenberg Violone Ichiro Noda Laute Toshinori Ozaki Cembalo Sabine Bauer

Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

Die beiden nächsten Vorstellungstermine sind am 2. und 11. Februar, jeweils um 19:30 Uhr

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