CAPRICCIO - Konversationsstück für Musik in einem Aufzug von Richard Strauss - Oper Frankfurt

Premiere: Sonntag, 14. Januar 2018, um 18.00 Uhr im Opernhaus

Mit seiner letzten, am 28. Oktober 1942 im Münchner Nationaltheater uraufgeführten Oper Capriccio legte Richard Strauss (1864-1949) sein musikdramatisches Vermächtnis vor. Eingebettet in die Geschichte von einer Frau zwischen zwei Männern werden zwei entgegengesetzte musiktheoretische Positionen erörtert: Erst die Worte, dann die Musik. Oder ist es eher umgekehrt?
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Prima le parole – dopo la musica! hieß bereits das Libretto des Abbé Giambattista Casti, welches – von Antonio Salieri vertont – 1786 im Wettstreit mit einem Werk von Wolfgang Amadeus Mozart erstmals aufgeführt wurde. Dieses Sujet bietet die Grundlage des Librettos, das vornehmlich Clemens Krauss, der Dirigent der Uraufführung, für seinen Freund Strauss einrichtete und mit Zitaten berühmter Autoren wie z.B. Ronsard und Metastasio anreicherte.

Musikalische Vorbilder waren hauptsächlich Strauss’ „Hausgötter“ Mozart und Wagner. Die letzte Frankfurter Inszenierung von Capriccio feierte in der Regie von Ekkehard Grüber und unter der musikalischen Leitung von Ralf Weikert am 24. März 1979 Premiere.

Gräfin Madeleine empfängt in ihrem Schloss nahe Paris eine Künstlerschar, darunter den Musiker Flamand und den Dichter Olivier. Beiden gleichermaßen zugetan entsteht ein Streit darüber, welche der beiden Künste die wichtigere sei. Am Ende kommt man zu dem Resultat, dass beide Formen gerade in ihrer Kombination die maximale Wirkung entfalten. Diese Aussicht versetzt die Gräfin kurz vor dem Souper in heiterste Laune…

Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor und Strauss-Spezialist Sebastian Weigle kehrt Brigitte Fassbaender nach ihrer stark akklamierten Sicht auf Strauss’ Ariadne auf Naxos und Brittens Paul Bunyan zurück nach Frankfurt. Die Sängerin und Regisseurin wurde kürzlich mit dem Echo Klassik 2017 für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Die finnische Sopranistin Camilla Nylund (Gräfin) ist regelmäßiger Gast an den großen Opernbühnen weltweit. In Frankfurt war die Dresdner Kammersängerin zuletzt u.a. als Strauss’ Ariadne zu erleben. Der renommierte britische Tenor Graham Clark (Monsieur Taupe) kehrt nach Frankfurter Engagements als Narr in Reimanns Lear und als Hauk-Šendorf in Janáčeks Die Sache Makropulos zurück an den Main. Die übrigen Hauptpartien sind mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt, darunter Gordon Bintner (Der Graf), AJ Glueckert (Flamand), Daniel Schmutzhard (Olivier), Alfred Reiter (La Roche), Tanja Ariane Baumgartner (Clairon), Sydney Mancasola (Eine italienische Sängerin) und Mario Chang (Ein italienischer Tenor).

Text von Clemens Krauss und vom Komponisten
Mit deutschen und englischen Übertiteln
 

  • MusikalischeLeitung: Sebastian Weigle
  • Regie: Brigitte Fassbaender
  • Bühnenbild und Kostüme: Johannes Leiacker
  • Licht: Joachim Klein
  • Dramaturgie: Mareike Wink
     
  • Die Gräfin: Camilla Nylund
  • Der Graf: Gordon Bintner
  • Flamand: AJ Glueckert
  • Olivier: Daniel Schmutzhard
  • La Roche: Alfred Reiter
  • Clairon: Tanja Ariane Baumgartner
  • Monsieur Taupe: Graham Clark
  • Eine italienische Sängerin: Sydney Mancasola
  • Einitalienischer Tenor: Mario Chang
  • Einejunge Tänzerin: Katharina Wiedenhofer
  • Der Haushofmeister: Gurgen Baveyan
  • AchtDiener: Isaac Lee, Jaeil Kim, Jonas Boy, Erik Reinhardt, Lukas Eder, Iain MacNeil, Miroslav Stricevic, Thesele Kemane
     
  • Kinderstatisterie der Oper Frankfurt
  • Frankfurter Opern- und Museumsorchester
  • Mit freundlicher Unterstützung des Frankfurter Patronatsvereins – Sektion Oper
     

Weitere Vorstellungen: 18., 20., 24., 26., 28. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren) Januar, 1., 10., 18. Februar 2018
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter www.oper-frankfurt.de erhältlich

Das Bild zeigt Richard Strauss

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