"Glaube Liebe Hoffnung" von Ödön von Horváth und Lukas Kristl - Maxim Gorki Theate rBerlin

Premiere Samstag, 13. Januar 2018, 19.30 Uhr Bühne

Ein Totentanz der sozialen Verhältnisse mit packender Volkstheater-Dringlichkeit. Das Stück erzählt von einer Frau, die nach Unabhängigkeit sucht und im Kampf mit den sozialen und moralischen Zwängen einer patriarchalen Gesellschaft untergeht.
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(c) Esra Rotthoff

Die junge Elisabeth braucht Geld für eine Arbeitserlaubnis. Dafür ist sie bereit noch zu Lebzeiten ihre Organe an die Anatomie zu verkaufen. Der einsame Präparator ist gerührt vom Schicksal der jungen Frau und leiht ihr das notwendige Geld. Da Elisabeth auch noch die Strafe für das Arbeiten ohne Genehmigung abzahlen muss, verfängt sie sich in den »kleinen Paragraphen«. Elisabeths Hoffnung auf ein besseres Leben durch die Beziehung mit einem Polizisten zerplatzt, als dieser herausfindet, dass seine Verlobte vorbestraft ist.

Horváth nennt sein Volksstück »einen kleinen Totentanz« und schickt seine Figuren auf eine Prozession, deren Ziel die Vernichtung der Existenz einer nach Unabhängigkeit suchenden Frau ist. Elisabeth kämpft tapfer gegen die sozialen und moralischen Zwänge in einer patriarchalen Gesellschaft, in der alle Angst haben, abzusteigen und um ihre Existenz fürchten.

Regisseur Hakan Savaş Mican, der am Gorki unter anderem Falladas Kleiner Mann - was nun? inszeniert hat, beschäftigt sich nun mit einem weiteren Werk aus den frühen Dreißiger Jahren, dessen geplante Uraufführung 1933 in Berlin schon nicht mehr stattfinden durfte.
 

  • Regie Hakan Savaş Mican
  • Bühne Sylvia Rieger
  • Kostüme Sophie du Vinage
  • Bühnenmusik undSongs Daniel Kahn
  • Musik und Sounddesign Lars Wittershagen
  • Licht Carsten Sander
  • Dramaturgie Irina Szodruch


Mit Mehmet Ateşçi, Lea Draeger, Daniel Kahn, Orit Nahmias, Taner Şahintürk, Sesede Terziyan

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