Wiener Staatsballett: "Peer Gynt" von Edward Clug

Premiere Sonntag, 21. Jänner 2018, 18.30 Uhr | Wiener Staatsoper

Peer Gynt basiert auf Henrik Ibsens 1867 geschriebenem dramatischen Gedicht mit gleichem Titel, das – später zu einer Bühnenfassung umgeschrieben – von Edvard Grieg vertont wurde. Für seine Kreation verwendet Edward Clug nicht nur Griegs 1876 uraufgeführtes Peer Gynt, sondern auch verschiedene seiner Klavier- bzw. Kammermusikwerke. Ausgangspunkt für Clugs Libretto ist wiederum Ibsens Werk: „Ibsen und Grieg haben jeweils eine eigene Version von Peer Gynt geschaffen. Mein Ziel war es, diese in ein neues Ganzes zu verschmelzen, in eine Landschaft mit vielen Türen.“, so der Choreograph.
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(c) Wiener Staatsballett/Ashley Taylor

Mit zeitgenössischem Bewegungsvokabular und imposanten Bildern schuf Clug ein theatralisch anmutendes Stück rund um die Geschichte des Bauernsohns Peer Gynt, der versucht, der Realität durch Lügengeschichten zu entfliehen und der schließlich in Solveig eine treue Seele findet. Uraufgeführt wurde das Werk 2015 in Maribor.

Das Wiener Staatsballett präsentiert mit diesem abendfüllenden Werk erstmals eine Kreation des preisgekrönten rumänischen Choreographen Edward Clug, Künstlerischer Leiter des Balletts des Slowenischen Nationaltheaters Maribor, im Haus am Ring.

Der Tänzer und Choreograph Edward Clug erhielt seine Ausbildung in klassischem Tanz in Cluj-Napoca. Am Slowenischen Nationaltheater in Maribor war er Erster Solotänzer, bevor er dort 2003 zum Künstlerischen Leiter des Balletts ernannt wurde. Gastspiele führten ihn und die Compagnie mit seinen eigenen Choreographien u. a. zu Festivals in den USA, Russland, Singapur, Brasilien und Korea; weiters schuf er Kreationen u. a. für das Stuttgarter Ballett, das Ballett Zürich und das Nederlands Dans Theater. Internationale Aufmerksamkeit zog auch sein 2005 uraufgeführtes Stück Radio & Juliet (Musik: Radiohead) auf sich, das ihn und seinen speziellen choreographischen Stil weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt machte. Clugs nationale und internationale Auszeichnungen umfassen u. a. den höchsten slowenischen Kulturpreis Award of the Prešern Foundation (2005).Schon sein erstes eigenständiges Werk Tango (1998) brachte ihn mit Kostümbildner Leo Kulaš und Bühnenbildner Marko Japelj zusammen, die auch bei Peer Gynt für die Ausstattung verantwortlich zeichnen; das Lichtdesign für die Premierenproduktion stammt von Tomaž Premzl.

Am Dirigentenpult steht Simon Hewett, Erster Kapellmeister der Oper Stuttgart und Erster Dirigent des Hamburg Balletts. Der in Seattle (USA) geborene Dirigent studierte in Queensland und Weimar und debütierte 2012 mit dem mehrteiligen Ballettabend Juwelen der Neuen Welt II an der Wiener Staatsoper. Hier leitete er weiters noch die Premierenserie von Balanchine | Neumeier | Robbins und Vorstellungen von La Fille mal gardée.

Zu erleben sind in den sechs Vorstellungen in alternierenden Besetzungen Denys Cherevychko bzw. Jakob Feyferlik als Peer Gynt; Nina Poláková bzw. Alice Firenze als Solveig; Eno Peci bzw. Andrey Kaydanovskiy als Tod; Gala Jovanovic bzw. Franziska Wallner-Hollinek als Ase; Roman Lazik als Hirsch; Ionna Avraam, Alice Firenze bzw. Eszter Ledán als Ingrid; Vladimir Shishov bzw. Alexis Forabosco als Aslak und Rebecca Horner bzw. Nikisha Fogo als Frau in Grün.
Es spielt das Orchester der Wiener Staatsoper, es singen Mitglieder der Chorakademie der Wiener Staatsoper und des Extrachores der Wiener Staatsoper, die Solo-Pianistin ist Ballettkorrepetitorin Shino Takizawa.

  • Dirigent: Simon Hewett
  • Choreographie: Edward Clug | Musik: Edvard Grieg
  • Kostüme: Leo Kulaš | Bühnenbild: Marko Japelj | Licht: Tomaž Premzl
     

Alternierende Besetzungen

  • Peer Gynt Denys Cherevychko | Jakob Feyferlik
  • Solveig Nina Poláková | Alice Firenze
  • Der Tod Eno Peci | Andrey Kaydanovskiy
  • Ase, Peer Gynts Mutter Gala Jovanovic | Franziska Wallner-Hollinek
  • Ein Hirsch Roman Lazik
  • Ingrid, die Braut Ioanna Avraam | Alice Firenze | Eszter Ledán
  • Aslak, ein Schmied Vladimir Shishov | Alexis Forabosco
  • Frau in Grün Rebecca Horner | Nikisha Fogo
  • Mads Moen, der Bräutigam Zsolt Török | Igor Milos
  • Anitra, Tochter eines Beduinen-Häuptlings Nikisha Fogo | Céline Janou Weder
  • Kleine Helga Isabella Lucia
  • Severi Begriffenfeldt, ein Arzt András Lukács
  • Vier Verrückte Rebecca Horner, Sveva Gargiulo, Leonardo Basílio, Richard Szabó | Gala Jovanovic, Fiona McGee, Zsolt Török, Scott McKenzie
  • Drei Sennerinnen Iulia Tcaciuc, Zsófia Láczko, Katharina Miffek
  • Anführer der Trolle Igor Milos | Kamil Pavelka

Wiener Staatsballett

  • Orchester der Wiener Staatsoper
  • Chorakademie und Extrachor der Wiener Staatsoper


Reprisen: 22., 24., 27., 30. Jänner, 1. Februar 2018

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