"Don Quixote", Choreographie und Inszenierung von Víctor Ullate - Staatsballett Berlin

Premiere FR 16.02.2018, 19:30 UHR in der Deutschen Oper Berlin

Cervantes‘ Geschichte von Don Quixote, dem Kämpfer wider die Windmühlen - heute aktueller denn je – ist nicht nur ein wichtiger Bestandteil der Weltliteratur, sondern auch Titel eines der berühmtesten Ballette des klassischen Repertoires, obgleich sich das Stück auf nur wenige Abschnitte der Buchvorlage bezieht. Nacho Duato hat seinen Landsmann Víctor Ullate mit der Erarbeitung einer neuen Fassung beauftragt, weil gerade er die Finessen spanischer Elemente im klassischen Bewegungskanon umzusetzen weiß.
24208

(c) Fernando Marcos

Mit Spannung dürfen das Publikum und die Tänzerinnen und Tänzer auf diese Interpretation blicken, die viele der schönsten Partien des klassischen Balletts bereithält, im Besonderen auch auf die Liebesgeschichte zwischen Kitri und ihrem Basil eingeht und dabei spanisches Flair verbreitet.

Víctor Ullate und sein Team, Eduardo Lao (Einstudierung), Roberta Guidi di Bagno (Ausstattung) und Marco Filibeck (Licht), haben die Produktion und damit ihre Konzeption den momentanen Gegebenheiten des Hauses angepasst.

Víctor Ullate leitet seit 1988 die erste staatlich unterstützte private Tanzcompagnie Spaniens, das Víctor Ullate Ballet, und gilt als wichtigster Vertreter seines Landes für klassischen Tanz. Er präsentiert diesen Klassiker des Ballettrepertoires aus ganz persönlicher Sicht: „Ich wollte nichts am Wesen dieses Stücks verändern, ich habe mich innerhalb des historischen Rahmens bewegt, wollte dabei aber dem durch und durch spanischen Stoff, gerade in dieser Hinsicht so sehr vernachlässigt, einen deutlich spanischen Charakter verleihen.“ Dies vermittelt sich in der Umsetzung vor allem durch den Stil, der von eleganter Ernsthaftigkeit und "chispa" geprägt ist: „eine Art Fluidum, etwas Elegantes, das man mit den Augen und nicht mit dem Körper ausdrückt“ so Eduardo Lao vom Víctor Ullate Ballet, der die Choreographie mit den Tänzerinnen und Tänzern des Staatsballetts einstudiert.

Neben den Charakteristiken des klassischen spanischen Tanzes zeichnet diese Produktion auch die Musik aus: die Partitur von Ludwig Minkus wurde um eine Gitarrenstimme ergänzt, die das Orchester begleitet oder solistisch erklingt im Stile des „Clásico español“, zur Premiere gespielt von Detlev Bork. Darüber hinaus werden wie im Flamenco üblich einzelne Passagen ohne Musik getanzt und nur vom Klatschrhythmus der Tänzerinnen und Tänzer begleitet.

Die anspruchsvollen Tanzpartien, für die das Ballett „Don Quixote“ bekannt ist, werden zur Premiere von Gastsolistin Polina Semionova als Kitri und dem Ersten Solotänzer Marian Walter als Basil interpretiert. Zum Folgetermin verkörpern die Ersten Solotänzer Iana Salenko und Dinu Tamazlacaru das Liebespaar, deren Heirat von Don Quixote und Sancho Pansa erstritten wird.

An der Bühnengestaltung mussten durch den Wasserschaden in der Deutschen Oper Berlin kurzfristig Änderungen vorgenommen werden. Wir danken Víctor Ullate und seinem Team, Eduardo Lao (Einstudierung), Roberta Guidi di Bagno (Ausstattung) und Marco Filibeck (Licht), dass sie die Produktion und damit ihre Konzeption den momentanen Gegebenheiten des Hauses angepasst haben.

Musik von Ludwig Minkus

Choreographie und Inszenierung: Victor Ullate
Orchester: Orchester der Deutschen Oper Berlin

Es tanzen:

  •    Solisten und Corps de ballet des Staatsballetts Berlin
  •     Kostüm und Bühne: Roberta Guidi di Bagna
  •     Licht: Marco Fillibeck
  •     Musikalische Leitung : Robert Reimer
  •     Kitri: Polina Semionova
  •     Basil: Marian Walter


Weitere Termine

  •     SO 18.02.2018
  •     DO 22.02.2018
  •     SO 04.03.2018
  •     DO 15.03.2018
  •     SO 22.04.2018
  •     FR 27.04.2018
  •     FR 04.05.2018
  •     SO 17.06.2018
  •     MO 02.07.2018

Weitere Artikel