ANGELS IN AMERICA. Oper von Peter Eötvös, Theater Münster

Premiere: Samstag, 24. Februar 2018, 19.30 Uhr, Großes Haus in Anwesenheit des Komponisten

»Es gibt keine Engel in Amerika.« -- New York, Mitte der 1980er Jahre: Louis trennt sich aus panischer Angst von seinem erkrankten Freund Prior. Der korrupte Rechtsanwalt Roy M. Cohn lässt sich gesellschaftskonform Leberkrebs diagnostizieren und behauptet noch am Sterbebett, weder schwul noch an Aids erkrankt zu sein. Die Ehe zwischen dem mormonischen Anwalt Joe und seiner Frau Harper zerbricht, weil er seine homosexuelle Neigung nicht länger verbergen kann. Er beginnt eine Beziehung mit Louis.

Das mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Theaterstück ANGELS IN AMERICA von Tony Kushner ist eine bittere Abrechnung mit dem Amerika unter Ronald Reagan und die Aufarbeitung der apokalyptischen Gewalt der Aids-Epidemie: Stigmatisierung von Menschen mit HIV war und ist die unausweichliche Folge individueller und gesamtgesellschaftlicher Ängste und  Fantasien.

Auf der Suche nach der geeigneten musikalischen Umsetzung besuchte Peter Eötvös (*1944) Musicalvorstellungen am Broadway. Die musikalischen Verweise auf die Showbühne ergänzt Eötvös durch Jazz- und Rockelemente sowie Anleihen aus der jüdischen Musik. Den Gemütszuständen der Protagonisten wird mehr Raum gegeben. Schließlich waren es die in Kushners Stück allgegenwärtigen Visionen und Halluzinationen, die Eötvös an dem Stoff besonders reizten.

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 

  • Musikalische Leitung Golo Berg    
  • Inszenierung Carlos Wagner    
  • Bühne & Kostüme Christophe Ouvrard    
  • Dramaturgie Ronny Scholz   


Mitwirkende:
Kathrin Filip (The Angel), Kristi Anna Isene (Harper Pitt), Suzanne McLeod (Hannah Pitt), Filippo Bettoschi (Joseph Pitt), Christian Miedl (Prior Walter), David Zimmer (Louis Ironson), Yosemeh Adjei (Belize), Christoph Stegeman (Roy Cohn), Melanie Spitau (Sopran), Barbara Bräckelmann (Alt), Frederik Schauhoff (Bariton),

Sinfonieorchester Münster

Weitere Vorstellung im Februar: Dienstag, 27. Februar, 19.30 Uhr, Großes Haus

Weitere Artikel