Witold Gombrowicz’ „Yvonne, Prinzessin von Burgund“ - Landesbühne Niedersachsen Nord Wilhelmshaven

Premiere Samstag, 03. März, 20.00 Uhr, Stadttheater Wilhelmshaven

Yvonnes Geschichte ist wahrlich kein märchenhafter Prinzessinnentraum: Prinz Philipp – fasziniert von Yvonnes apathischer Andersartigkeit – will sie aus einer Laune heraus heiraten. Doch die schweigende Außenseiterin wird schnell zum Störfaktor und die höfische Ordnung gerät gehörig aus den Fugen. Der Autor selbst, der „Yvonne, Prinzessin von Burgund“ 1935 im Alter von 31 Jahren veröffentlicht hat, schrieb in sein Tagebuch über die Titelrolle: „Die stumme, verschüchterte Gegenwart ihrer mannigfaltigen Defekte verursacht, daß jedem seine eigenen verheimlichten Mängel, Schmutzigkeiten und kleinen Sünden zum Bewußtsein kommen, … und bald verwandelt sich der Hof in eine Brutstätte von Ungeheuerlichkeiten.“ Auch Prinz Philipps Faszination für seine Auserwählte verfliegt rasch.
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(c) Olaf Strieb

„Yvonne, Prinzessin von Burgund“ gehört zu den Klassikern des Welttheaters und zählt zu den am häufigsten gespielten polnischen Theaterstücken an deutschen Bühnen – und ist dennoch recht unbekannt und daher eine Entdeckung wert!

Intendant Olaf Strieb inszeniert dieses tiefschwarze und zugleich amüsante Anti-Shakespeare-Stück. Es ist eine zeitlose Geschichte über einen Menschen, der nicht dazu passt. „Ein Außenseiter wird immer von der Mehrheit bestimmt“, so Olaf Strieb, was auch durch Herbert Buckmillers Bühne und Kostüme zum Ausdruck gebracht werde. Zugleich drängen sich Fragen auf: „Wie geht man mit Minderheiten, wie mit Außenseitern um? Wo bleibt die Toleranz?“ In „Yvonne, Prinzessin von Burgund“ herrsche eine „Null-Toleranz-Mentalität“ und auch wenn es über weite Strecken „saukomisch“ auf der Bühne zugehe, wird „den Zuschauern am Ende das Lachen im Halse stecken bleiben“, verrät der Regisseur.

Die Zuschauer erwartet ein unkonventioneller Theaterabend mit unfassbaren Ereignissen. Nicht umsonst zählt Witold Gombrowicz zu den größten Autoren der Moderne und ist ein geliebter Außenseiter und Provokateur der Weltliteratur.

Vor der Premiere findet um 19.30 Uhr ein Einführungsgespräch mit Regisseur und Intendant Olaf Strieb und Dramaturgin Saskia Zinsser-Krys im Oberen Foyer des Stadttheaters Wilhelmshaven statt.

Regie: Olaf Strieb
Bühne & Kostüme: Herbert Buckmiller
Dramaturgie: Saskia Zinsser-Krys

Mit: Jördis Wölk (Yvonne), Philipp Buder (Prinz), Christoph Sommer (König), Aida-Ira El-Eslambouly (Königin), Johanna Kröner (Isa), Simon Ahlborn (Zyrill), Johannes Simons (Kammerherr), Ben Knop (Zyprian / Valentin), Sybille Hellmann und Sigrun Schneider-Kaethner (Yvonnes Tanten / Hofdamen), Helmut Rühl (Bettler / Innozenz / Würdenträger)

Termine in Wilhelmshaven, Stadttheater:

Sa, 03.03.2018 / 20.00 Uhr
Sa, 17.03.2018 / 20.00 Uhr
So, 25.03.2018 / 15.30 Uhr
Mi, 11.04.2018 / 20.00 Uhr
Fr, 27.04.2018 / 20.00 Uhr
Mo, 07.05.2018 / 20.00 Uhr
Fr, 25.05.2018 / 20.00 Uhr
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Termine im Spielgebiet:
Sa, 10.03.2018 / 19.00 Uhr / Papenburg, Forum alte Werft
Do, 15.03.2018 / 20.00 Uhr / Wittmund, Aula Brandenburger Straße
Fr, 23.03.2018 / 19.30 Uhr / Norderney, Kurtheater
Mi, 04.04.2018 / 19.30 Uhr / Aurich, Stadthalle
Fr, 06.04.2018 / 19.30 Uhr / Leer, Theater an der Blinke
Do, 26.04.2018 / 19.30 Uhr / Norden, Theatersaal der Oberschule
Fr, 04.05.2018 / 20.00 Uhr / Jever, Theater am Dannhalm
Di, 08.05.2018 / 19.30 Uhr / Esens, Theater in der Theodor-Thomas-Halle

Karten gibt es an der Theaterkasse im Service-Center der Landesbühne oder telefonisch unter 04421-9401-15 sowie online unter www.landesbuehne-nord.de.

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