»Nathan der Weise« von Gotthold Ephraim Lessing im Hessischen Staatstheater Wiesbaden

Premiere am 17. März 2018 um 19.30 Uhr im Kleinen Haus

Das Schauspiel mit der berühmten Ringparabel zeigt, dass in den alten Texten nicht nur die Konflikte mustergültig abgebildet werden, sondern auch Lösungen aufgezeigt werden. Ein eindringlicheres Plädoyer für Toleranz und Gesprächsbereitschaft ist nie geschrieben worden.
24371

Jerusalem. Eine ständig gefährdete Waffenruhe inmitten der Kreuzzüge. Alle Kriegsparteien erheben Anspruch auf die heiligen Stätten, leiten doch alle den Ursprung ihres jeweiligen Glaubens von hier ab. Aber es geht auch um Handfesteres: Handelswege, Geschäftsinteressen. Die Juden sind am längsten vor Ort, die Moslems gerade an der Macht, und die christlichen Kreuzfahrer unterhalten eine internationale Eingreiftruppe zur »Befreiung der Region«. Jeder versucht, sein Recht geltend zu machen, doch wer hat die besten Argumente?

Das Stück, ein Manifest für Vernunft und Humanität, endet trotzdem hoffnungsvoll mit der sinnbildlichen Umarmung der drei abrahamitischen Religionen. Aber können Liebe, Toleranz und Einsicht wirklich zwischen den Fronten vermitteln, oder ist das reine Utopie? In Anbetracht einer politischen Weltlage, in der der Kampf der Religionen sich immer weiter verschärft, ist Lessings Toleranzparabel immer noch hochaktuell.

Regie Nicolas Brieger
Bühne Hans Dieter Schaal
Kostüme Andrea Schmidt-Futterer
Musik Nils Strunk
Dramaturgie Katharina Gerschler

Nathan Tom Gerber
Recha Mira Benser
Sultan Saladin Hanno Friedrich
Sitta Evelyn M. Faber
Daja Maria Hartmann
Ein junger Tempelherr Maximilian Pulst
Ein Derwisch Matze Vogel
Der Patriarch von Jerusalem Uwe Kraus
Ein Klosterbruder Ulrich Rechenbach

Die nächsten Vorstellungstermine: 24. März 2018 und 1. April 2018, jeweils um 19.30 Uhr

Bild: Gotthold Ephraim Lessing

 

Weitere Artikel