Richard Wagners »Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg« feiert Premiere im Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau

Premiere 17.03.18, um 18:30 Uhr im Theater Görlitz

1845 im Königlich Sächsischen Hoftheater Dresden uraufgeführt, hat Wagners »Tannhäuser« an Reiz nichts verloren. Wohl auch dem Umstand geschuldet, dass er keines seiner Werke so oft revidiert und überarbeitet hat wie dieses. Das packende Drama, um einen nonkonformistischen Sänger ist üppig gefüllt an populären Nummern wie der Ouvertüre, dem Einzug der Gäste auf der Wartburg oder Wolframs Lied an den Abendstern. Sie ist auch ein packendes Drama um einen nonkonformistischen Künstler, der die Gesellschaft herausfordert, letztlich aber an ihr zerbricht. Problematisiert wird dabei auch das damalige Frauenbild, die Aufspaltung der Frau in Hure und Heilige.
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(c) Marlies Kross

Zur Handlung
Der Ritter und Sänger Tannhäuser verließ einst die Wartburggesellschaft, um im Venusberg grenzenlose Lust zu genießen. Inzwischen ist er dieser jedoch überdrüssig und verlässt Frau Venus wieder. Er wird erneut auf die Wartburg geladen, um dort in einem Sängerwettstreit die ihn liebende Landgrafennichte Elisabeth als Preis zu ersingen. Da der Kompromisslose sich erneut mit den Moralvorstellungen der Versammelten anlegt und zuletzt gar die Göttin der Liebe besingt, wird daraus ein Sängerkrieg. Nur Elisabeths Einsatz für ihn rettet Tannhäuser das Leben. Der reuige Sünder soll nach Rom ziehen, um dort vom Papst die Vergebung seiner Schuld zu erlangen. Der Papst weigert sich, doch ist am Ende der göttliche Einfluss einer verzweifelt flehenden Frau stärker als der des angeblichen Stellvertreters Gottes auf Erden.

Nicht das erste Mal kommt eine romantische Oper von Richard Wagner auf die Görlitzer Theaterbühne. Schon »Der Fliegende Holländer« hat 2002 das Publikum begeistert. Jetzt gibt es erneut Grund zur Freude, am 17. März 2018 feiert Wagners »Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg« Premiere im Gerhart-Hauptmann-Theater. Für die Titelpartie konnte der international prominente Tenor Franco Farina gewonnen werden.

Musikalische Leitung: Andrea Sanguineti / Ulrich Kern (27.05.2018)‎
Regie: François de Carpentries
Ausstattung: Karine Van Hercke
Choreinstudierung: Albert Seidl
Dramaturgie: Ivo Zöllner
Musikalische Einstudierung: Olga Dribas / Tommaso Turchetta

Hermann, Landgraf von Thüringen: Stefan Bley
Tannhäuser: Franco Farina
Wolfram von Eschinbach: Ji-Su Park (17.03.2018 Björn Waag)
Walther von der Vogelweide: Thembi Nkoski
Biterolf: Hans-Peter Struppe
Heinrich der Schreiber: Michael Berner
Reinmar von Zweter: Meinhardt Möbius
Elisabeth/Venus: Patricia Bänsch
Ein junger Hirt: Jenifer Lary
Vier Edelknaben: Lija Jankowska , Adrienn Balász , Jessica Wagner, Emma Rothmann

Neue Lausitzer Philharmonie
Opernchor
Statisterie

Weitere Vorstellungen
Sa., 24.03.2018 18:30 Uhr
So., 01.04.2018 15:00 Uhr
Fr., 06.04.2018 18:30 Uhr
Fr., 13.04.2018 18:30 Uhr
So., 27.05.2018 18:00 Uhr

45min vor Beginn Werkeinführung im Foyer 2. Rang

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