ERNIEDRIGTE UND BELEIDIGTE nach dem Roman von Fjodor M. Dostojewski - Schauspiel Dresden

PREMIERE 29.03.2018, 19.30 › Schauspielhaus

Zurück aus der Verbannung veröffentlicht Dostojewski 1861 in einer von ihm initiierten Literaturzeitschrift in Serienformat seinen Roman ERNIEDRIGTE UND BELEIDIGTE. Held und Erzähler der Geschichte ist der junge Iwan Petrowitsch – ein Autor, der gerade seinen ersten Roman veröffentlich hat. Aus dessen Perspektive schaut Dostojewski – und wir mit ihm – auf die Verwerfungen, die sich zwischen der Familie des Gutsverwalters Ichmenew und der seines Chefs, Fürst Walkowski, entwickeln.
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(c) Sebastian Hoppe

Der Fürst hatte seinen Sohn, den willensschwachen, kindlichen, hübschen Aljoscha bei seinem Verwalter zur Erziehung auf dem Land untergebracht. Die Tochter der Ichmenews, Natascha, verliebt sich in Aljoscha und verlässt mit ihm die Familie. Walkowski bezichtigt daraufhin seinen Verwalter der Intrige. Ein verbissener Kampf um Liebe, Besitz und Anerkennung beginnt. Nicht nur der skrupellos auf seinen Vorteil bedachte Fürst agiert dabei despotisch, auch die Liebenden sind Despoten in ihrem Anspruch auf den Besitz des Geliebten. Bei Dostojewski zählt nicht so sehr das bloße Handeln seiner Figuren, sondern vor allem deren permanente Reflexion über sich selbst und die anderen – darin liegt die Modernität seiner literarischen Werke.

Erstmals inszeniert Sebastian Hartmann,  nach Arbeiten in Leipzig, Frankfurt, Stuttgart und am Deutschen Theater Berlin nun auch am Staatsschauspiel Dresden.

MIT Luise Aschenbrenner, Eva Hüster, Moritz Kienemann, Torsten Ranft, Lukas Rüppel, Fanny Staffa, Nadja Stübiger, Yassin Trabelsi, Viktor Tremmel, Helga Werner

REGIE UND BÜHNE Sebastian Hartmann
 KOSTÜME Adriana Braga Peretzki
CHORLEITUNG Christine Groß
BILD/INSTALLATION Tilo Baumgärtel
LICHTDESIGN Lothar Baumgarte
DRAMATURGIE Jörg Bochow

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