Das neue Projekt des Kinderopernhauses Lichtenberg »Fanny! – Wer will mir wehren zu singen?« in der Neuen Werkstatt der Staatsoper Unter den Linden Berlin

Premiere am Donnerstag, den 5. April 2018 um 19:00 Uhr

»Fanny! – Wer will mir wehren zu singen?« beleuchtet kaleidoskopartig die Berliner Lebenswelt und das Schaffen der Pianistin und Komponistin Fanny Mendelssohn Bartholdy, verheiratete Hensel, die trotz ihres großen Talents stets im Schatten ihres berühmten Bruders Felix Mendelssohn Bartholdy stand. Im Vorfeld haben sich die Kinder des Kinderopernhauses intensiv mit der Biografie der Komponistin beschäftigt, diese in Bezug zu ihrer eigenen gesetzt und sich selbst in die Stückentwicklung eingebracht.
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Selten aufgeführte Lieder, Duette und Kammermusik von Fanny Mendelssohn Bartholdy bilden das Fundament dieses Musiktheaterabends. Die Szenen leben durch die Kraft der knapp 30 Kinder, die sich Fannys Welt singend und spielend erobern. In Kombination mit O-Tönen der Kinder und Originaldokumenten der Zeit entsteht so ein Abend über eine nur wenig bekannte Künstlerin, über Geschlechterrollen und die Verwirklichung von Lebensträumen entgegen familiärer und gesellschaftlicher Widerstände.

»Kräht ja doch kein Hahn danach und tanzt niemand nach meiner Pfeife«, schrieb Fanny Mendelssohn Bartholdy einmal über ihre Musik. Wie fühlt es sich eigentlich an, seiner Passion nicht nachkommen zu dürfen, weil man ein Mädchen ist? Wie ist das, wenn der jüngere Bruder Felix den Lebenstraum, Komponist zu sein, verwirklichen darf? Und welcher Horizont eröffnet sich Kindern heute, wenn sie Fannys Musik erleben, singen und ihre Lebensgeschichte in Relation zu ihrem eigenen Leben setzen?

Aus der Beschäftigung der Kinder mit der Biographie, Lebenswelt und Musik Fanny Mendelssohn Bartholdys entsteht ein Musiktheaterabend über eine nur wenig bekannte Künstlerin, über Geschlechterrollen und die Verwirklichung von Lebensträumen entgegen familiärer und gesellschaftlicher Widerstände. Selten aufgeführte Lieder, Duette, kammermusikalische Kompositionen und Motive aus den Werken Fannys bilden die Grundlage für Szenen, Chöre, Choreographien und rhythmisch-szenische Improvisationen.

Gemeinsam mit ihrem Publikum, mit zwei Solistinnen aus dem Internationalen Opernstudio der Staatsoper Unter den Linden und einem Klaviertrio mit jungen Musikern der Orchesterakademie bei der Staatskapelle Berlin entdecken 30 Kinder vom Kinderopernhaus Lichtenberg im Alter von 9-12 Jahren die Komponistin und Pianistin Fanny Mendelssohn Bartholdy als Vorbild und erzählen davon, wie man seinen Weg verfolgen kann, selbst wenn er zunächst steinig erscheint. Und so werden letztendlich doch einmal alle nach Fannys Pfeife tanzen!

Das Kinderopernhaus Lichtenberg ist ein bundesweit einzigartiges Projekt, angesiedelt im Caritas Kinder- und Jugendzentrum Steinhaus inmitten einer Hochhaussiedlung im Berlin-Lichtenberger Stadtteil Frankfurter Allee Süd. Gegründet wurde es 2009 als Initiative der Staatsoper Unter den Linden und des Caritasverbands für das Erzbistum Berlin e.V. In den vergangenen Jahren wurde das Projekt, das unter der Gesamtleitung von Regina Lux-Hahn steht, mit Preisen im Bereich Kulturelle Bildung ausgezeichnet. »Fanny! – Wer will mir wehren zu singen?« ist seit 2009 bereits die neunte Produktion, die das Kinderopernhaus Lichtenberg auf die Bühne der Staatsoper bringt.

FANNY! – WER WILL MIR WEHREN ZU SINGEN?
Musiktheater mit Kompositionen von Fanny Mendelssohn Bartholdy für Menschen ab 8 Jahren von Cordula Däuper und Johannes Müller

Musikalische Leitung & Klavier Tobias Schwencke
Inszenierung Cordula Däuper
Bühne Sylvia Rieger
Kostüme Kristina Bell
Licht Simone Oestreicher
    Kristina Theilmann
Projektleitung Regina Lux-Hahn

Sopran Sarah Aristidou
Mezzosopran Corinna Scheurle

     ENSEMBLE DES KINDEROPERNHAUSES LICHTENBERG
    MITGLIEDER DER ORCHESTERAKADEMIE BEI D

Weitere Vorstellungen am 6., 7., 13., 14. und 15. April 2018
Staatsoper Unter den Linden – Neue Werkstatt

Tickets sowie weitere Informationen unter Telefon 030 20 35 45 55 und www.staatsoper-berlin.de

Bild: Fanny Mendelssohn

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