ÄRGER IM PARADIES - Ein Max Frisch Trip durch Zürich, Zeit und Zorn - Schauspielhaus Zürich

Premiere: Freitag, 6.4.2018, 19 Uhr Treffpunkt ETH Hauptgebäude (Eingang Polyterrasse)

„ÄRGER IM PARADIES“ in der Regie von Stephan Müller ist ein Rundgang durch das Zürich Max Frischs. Er führt ab dem 6. April an Orte, die mit Frisch in enger Verbindung stehen und widmet sich seinem schriftstellerischen Werk, den Reden, Interviews, Tagebüchern, Notaten, seiner Prosa. Letztere birgt dramatisches Potenzial, sei es als Streitgespräch, als Mikrodrama oder Verhör, sei es als Hymne oder Beschimpfung, als Botenbericht oder Totenklage. Wir erfahren und erleben die Welt durch Frischs Brille.
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Die Lebensthemen Utopie, Demokratie, Liebe und Altern sind jeweils einem Ort zugewiesen: Wir bewegen uns von der ETH zum Kasernenareal, zum Alten Botanischen Garten und dann hinab in einen Tunnel im Innern von Zürich und endlich zum Ort der theatralischen Sendung Frischs: dem Pfauen. Auf den Fahrten zu den einzelnen Orten und an diesen Stationen treten SchauspielerInnen aus dem Ensemble und ExpertInnen auf. Das Motto der Expertisen und Kommentare heisst: Mit Frisch über Frisch hinaus.

„Der Aufruf zur Hoffnung ist heute ein Aufruf zum Widerstand.“ Max Frisch

Im Werk von Max Frisch wird alles zur Frage: Politik, Liebe, eine Stadt wie Zürich, Heimat, Armee, Eigentum, Identität und der Tod. Die Analysen und Provokationen von Max Frisch, seine Erkundungen und Hinterfragungen haben bis heute Relevanz und finden Resonanz. In „ÄRGER IM PARADIES“ lesen und erfahren wir die Welt durch Frischs Brille. Ist
die „negative Utopie“, wie sie Frisch über die Schweiz formuliert hatte, nunmehr eingetroffen, ausgeblieben oder übertroffen worden? Wird das Land noch immer von der Angst regiert? Diese Fragen treten hier erneut auf – zum Vergleich, zur Auseinandersetzung und zur Provokation.

Stephan Müller ist Regisseur und Dramaturg. Seine Theaterlaufbahn begann er 1972 am Theater Basel in der Intendanz von Werner Düggelin als Statist und Regieassistent. Ab 1975 studierte er in New York und arbeitete u.a. mit Robert Wilson und Richard Foreman. Seit 1978 ist er freischaffender Regisseur u.a. in Zürich, Basel, Köln, Frankfurt und New York. 1993 bis 1999 leitete er gemeinsam mit Volker Hesse das Theater Neumarkt in Zürich und war anschliessend bis 2005 Regisseur und Dramaturg am Wiener Burgtheater. Seitdem arbeitet er als freier Regisseur an verschiedenen Theater- und Opernhäusern.

ÄRGER IM PARADIES
Ein Max Frisch Trip durch Zürich, Zeit und Zorn

Leitung Stephan Müller
Raum Michael Simon
Kostüme Carla Caminati
Video Tom Gerber
Musik Fabian Kalker
Dramaturgie Gwendolyne Melchinger

Mit:
Susanne-Marie Wrage
Wanda Winzenried
Michael Neuenschwander
Edmund Telgenkämper
Christian Baumbach
Mike Müller (nur Video)

Weitere Vorstellungen
8./ 22. April, jeweils 18 Uhr
13. April, 19.30 Uhr
14. April, 19 Uhr
Weitere Vorstellungen im Mai und Juni sind in Planung.

Bild: Max Frisch

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